Jährlich gehen etwa 170.000 Menschen frühzeitig in Rente, da sie krankheitsbedingt nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten können. Die bis zu diesem Zeitpunkt angesammelten Rentenpunkte reichen meist nicht, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Dafür gibt es die Erwerbsminderungsrente. Sie berücksichtigt, wie sich bei gleichbleibender Berufstätigkeit bis zum gesetzlichen Rentenalter die Rentenansprüche entwickelt hätten.

Bis 2024 wird die Zurechnungszeit schrittweise um drei Jahre verlängert – von 62 auf 65 Jahre. Zukünftig werden Erwerbsgeminderte so gestellt, als hätten sie mit ihrem durchschnittlichen bisherigen Einkommen bis zum vollendeten 65. Lebensjahr weitergearbeitet. Dadurch erhöht sich die jeweilige Erwerbsminderungsrente.

Die Regierung will auf diese Weise unter anderem dafür sorgen, dass weniger Betroffene mit der Grundsicherung aufstocken müssen. Allerdings werden nur Menschen von der Gesetzesänderung profitieren, die ab 2018 eine Erwerbsminderungsrente beziehen.

Welche Änderungen das Jahr 2018 noch bereithält, finden Sie hier.