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Ripple – das schlägt Wellen

Kennen Sie Chris Larsen? Nein? Das geht Vielen so. Er ist einer der Gründer der Firma Ripple Labs und ihrer Währung XRP, oft auch einfach nur Ripple genannt. Quasi aus dem Nichts hat er es zu einem Vermögen von rund 37 Milliarden US-Dollar gebracht und steht damit stellvertretend für eine Branche, in der zurzeit alles möglich scheint. Sein Vermögen verdankt er einem Kursanstieg von XRP um das 360-fache in 2017. Was ist also das Besondere an Ripple?

Partner statt Rivale

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Kryptowährung Schlagzeilen macht. Bitcoin, Ether und auch Ripple finden sich derzeit täglich in den Nachrichten. Doch Ripple ist keine Kryptowährung im klassischen Sinn, sofern man angesichts der noch relativ jungen Branche überhaupt von „klassisch“ reden kann. Andere Kryptowährungen, wie z.B. der Platzhirsch Bitcoin, setzen darauf, ein vom klassischen Bankensystem unabhängiges Währungssystem zu schaffen, das nicht auf Vertrauen basiert. Im Gegensatz zu den Kryptowährungen, die ohne Zentralbanken auskommen, arbeitet Ripple aber mit Banken zusammen.

Kryptowährung mit einem „realen“ Produkt

Ripple Labs hat sich auf den internationalen Zahlungsverkehr spezialisiert. Mehr als 100 Finanzinstitute seien bereits Kunde. Zur Abwicklung von internationalen Zahlungen kommt auch hier die Blockchain-Technologie zum Einsatz. Doch während beispielsweise bei Bitcoin eine Transaktion durchaus auch 60 Minuten dauern kann, ist sie mit Ripple in wenigen Minuten erledigt. Die Kosten dafür – ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Faktor – sind gleichfalls geringer als bei Bitcoin. Dadurch wird Ripple mit seiner Technologie für Banken hochinteressant. Im klassischen Zahlungsverkehr muss eine Transaktion mit Hilfe von Korrespondenzbanken erfolgen. Dadurch entstehen Kosten und die Zeit, bis die Zahlung abgewickelt ist, nimmt oft mehrere Tage in Anspruch. Soll die Ripple-Technologie angewendet werden, wird der zu transferierende Betrag einfach in XRP getauscht, mittels Blockchain-Technologie übertragen und beim Empfänger wieder in dessen Währung zurückgetauscht. In der Praxis soll dieses System bereits bei einigen wenigen Banken Anwendung finden.

Mining? Nicht bei Ripple!

Es gibt noch einen weiteren Unterschied zu Kryptowährungen wie Bitcoin. Alle Einheiten von XRP (100 Milliarden) wurden mit Entstehung der Kryptowährung geschaffen. 80 Milliarden wurden an die gewinnorientierte Gesellschaft Ripple Labs übertragen, welche davon wiederum 55 Milliarden an die Nutzer ausgibt. Das „klassische“ Mining, bei dem Einheiten einer Kryptowährung durch Berechnungen der Verschlüsselung der Blockchain verdient werden, findet hier nicht statt.

Wie viele Kryptowährungen hat auch Ripple, besser gesagt XRP, einen steilen Kursanstieg hingelegt. Doch zeigt sich der Kurs, wie der so vieler anderer Kryptowährungen auch, stark schwankend. Im Gegensatz zu vielen davon hat Ripple aber einen sehr realen, wenn auch spezialisierten Anwendungsfall für sich nutzbar gemacht. Ob hierin auch für andere Kryptowährungen der Schlüssel zum Start des Raketenmotors liegt?

Von |2018-04-16T10:30:22+00:0012. Januar 2018|Finanzwissen, Wissenswertes|

Über den Autor:

Daniel Hörner
Kommunikationsreferent. Berichtet aus unseren Geschäftsstellen und über unsere Aktivitäten in Rheinhessen. Immer auf der Suche nach aktuellen Verbrauchertipps für Sie.