Die Jahresendrallye an den Aktienmärkten ging auch in dieser Woche weiter. Die Wirtschaft sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa läuft mit Schwung in das neue Jahr. Obwohl einige Schwellenländer wie zum Beispiel die Türkei politische Instabilitäten jetzt auch wirtschaftlich spüren, macht sich in anderen aufstrebenden Staaten wie etwa Brasilien wieder Aufbruchsstimmung breit. Hierzu hat auch die Erholung bei den Rohstoffpreisen beigetragen, die in diesen Tagen durch die Einigung des OPEC-Kartells auf niedrigere Ölfördermengen mit der Folge steigender Ölpreise noch einmal untermauert wurde. Auch die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed konnte die Stimmung nicht trüben. Sie war erwartet worden und gilt eher als Zeichen der fortschreitenden Normalisierung nach der Finanzmarktkrise statt als Spielverderber für die Börsen.

Eine letzte Wasserstandmeldung in diesem Jahr für die deutsche Wirtschaft kommt in der nächsten Woche mit dem ifo-Geschäftsklimaindex. Dieser liegt nun schon rekordverdächtig lange auf überdurchschnittlichem Niveau und deutet auf weiteres Wachstum der deutschen Wirtschaft hin. Dies unterstreicht die außergewöhnlich gute Entwicklung der heimischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren, was wiederum die Grundlage für die positive Entwicklung am deutschen Aktienmarkt bildet.

Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen