Gute Wirtschaftsdaten haben in dieser Woche das protektionistische Störfeuer aus den Vereinigten Staaten abgefangen und damit die Aktienmärkte unterstützt. Die extrem guten US-Arbeitsmarktdaten noch aus der Vorwoche mit weiterhin kräftigem Arbeitsplatzaufbau bei gleichzeitig kaum ausgeprägtem Lohndruck sind ideal für die Aktienmärkte. In dieser Woche zeigte sich die Inflationsentwicklung in den Vereinigten Staaten unauffällig und linderte damit vorerst die größten Ängste an den Finanzmärkten – etwa vor deutlichen Preissteigerungen, auf die dann wiederum die Notenbanken mit einer konjunkturschädlichen Straffung der Geldpolitik reagieren müssten. Aber auch aus dieser Ecke kam eher Entwarnung, denn der Präsident der Europäischen Zentralbank äußerte sich in dieser Woche eher vorsichtig über einen Kurswechsel in der Geldpolitik

Woche der Wahrheit für die europäische Industrie: Hat der Streit um den Welthandel Auswirkungen auf die Stimmung der Unternehmen? Aufschluss darüber werden die Umfrageergebnisse des ifo Instituts sowie der europäische Einkaufsmanagerindex geben. Im Euroraum hat sich die Stimmung seit Jahresanfang leicht verschlechtert. Jedoch liegen die Indikatoren weiter auf sehr hohem Niveau, so auch der Einkaufsmanagerindex und seine zwei Teilindizes für Industrie und Dienstleister. Mit den Daten für März dürften diese Indizes in der kommenden Woche leicht zurückgehen. Eine spürbare konjunkturelle Abkühlung ist damit aber nicht verbunden. Die Protektionismus-Debatte mag auf die Stimmung drücken, ein Rezessionsgrund ist sie aber keineswegs.