So kurz vor Weihnachten kam an den Kapitalmärkten keine Feierlaune auf. Den Aktienmärkten ist ein wenig die Luft ausgegangen, und an den europäischen Rentenmärkten herrschte Schlussverkaufsstimmung: Die Kurse gaben nach, entsprechend ist die 10-jährige Bundrendite über die Marke von 0,4 Prozent geklettert. Dazu passte, dass das diese Woche veröffentlichte ifo Geschäftsklima hinter den Erwartungen zurückblieb. Das Ergebnis der Regionalwahl in Katalonien am Donnerstag beschäftige die Kapitalmärkte kaum, obwohl die separatistische Koalition entgegen allen Wahlumfragen ihre absolute Mehrheit behaupten konnte. Damit dürfte der Konflikt um eine Abspaltung weiterschwelen, wobei sich die Separatisten zuletzt verhandlungsbereit über einen Verbleib im spanischen Staat gezeigt haben, sofern dieser Katalonien umfangreichere Souveränitätsrechte zugesteht.

Spektakuläre Aufmerksamkeit genossen jüngst die Kryptowährungen. Nun entwich rasch Luft aus der Preisblase, so ist der Bitcoin der gefallene Engel der Woche: Er verlor über 30 Prozent, nachdem er zuvor noch anlässlich der Futures-Einführung an der größten Derivatebörse der Welt in Chicago neue Rekorde erklommen hatte. Gemessen daran verspricht die letzte Woche dieses Jahres kaum noch Spannung. Einzig aus China werden mit den Einkaufsmanagerindizes nennenswerte Daten veröffentlicht. So stehen die Chancen gut, dass Anleger, die im Deutschen Aktienindex investiert sind, zum sechsten Mal in Folge das abgelaufene Jahr durchaus zufrieden verabschieden können.