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Chefvolkswirt der DekaBank, Dr. Ulrich Kater

Eine Woche ohne große Aufreger hat dem deutschen Aktienmarkt einen ruhigen Verlauf beschert. Konjunkturelle Frühindikatoren deuten weiter darauf hin, dass der starke Abwärtstrend in der Industrie erst einmal gebrochen ist. Ob dies aber nur eine Verschnaufpause auf dem Weg nach unten ist, oder tatsächlich bessere Zeiten für die deutsche Produktion anbrechen, ist längst noch nicht entschieden. Die Aktienmärkte hatten diese Entwicklung allerdings bereits in den vergangenen Wochen mit Kursaufschlägen quittiert. An den Anleihemärkten hat sich der Seitwärtstrend auf niedrigem Niveau fortgesetzt. Noch gibt es keine Aussagen der neuen EZB-Spitze zu Veränderungen in der Geldpolitik, und die Daten lassen eine neue Ausrichtung auf absehbare Zeit auch nicht erwarten.

Öl, Aufträge, Arbeitsmarkt

Vom halbjährlichen OPEC-Treffen in der kommenden Woche kann man erwarten, dass die Produktionsobergrenze vorerst nicht gesenkt wird. Allerdings steigt der Druck für freiwillige Produktionskürzungen, um so zu verhindern, dass der Ölmarkt in eine Überversorgung gerät und der Ölpreis damit unter Druck gerät. Zahlen zu Auftragseingängen und Industrieproduktion in Deutschland werden am Freitag Aufschluss darüber geben, ob sich die bereits jetzt längste Industrierezession fortsetzt. Der US-Arbeitsmarktbericht für November dürfte weiterhin bestätigen, was viele Marktteilnehmer schon erahnen, nämlich, dass sich die US-Wirtschaft auf einem relativ soliden Wachstumspfad befindet.