Die erste große Hitzewelle zog in dieser Woche über Deutschland. Von durch Neuigkeiten erhitzten Märkten kann demgegenüber keine Rede sein: Das ifo-Geschäftsklima wurde kaum verändert gemeldet, bei den Brexit-Verhandlungen wird fast frostig auf die britischen Vorschläge reagiert, die EZB-Sitzung brachte keine neuen Impulse, und das Zusammentreffen von Juncker und Trump sollte euphoriebefreit kommentiert werden. Bezüglich der überraschenden Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und den USA, auf weitere Zollanhebungen zunächst zu verzichten, bleibt abzuwarten, ob dieser konstruktive Kurswechsel des US-Präsidenten nachhaltig ist. Kritisch zu sehen ist aber, wenn durch den „Waffenstillstand“ zwischen den USA und der EU der Druck der Vereinigten Staaten auf China wächst. Dort könnte sich dann als Folge die Eskalationsspirale im Handelsstreit weiter drehen.

Bewegung an den Börsen voraus

Zu Unternehmensmeldungen gesellen sich in der kommenden Woche schwergewichtigere Konjunkturdaten, die die Börsen in Bewegung bringen können. Erste Meldungen zur Veränderung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal werden ergänzt um aktuelle Stimmungsindikatoren in Europa. Von Interesse wird sein, wie sich das politische Umfeld der Handelszwistigkteiten niederschlägt. In den USA entscheidet die amerikanische Notenbank über ihren geldpolitischen Kurs, der unverändert beibehalten werden dürfte. Spannung kommt am Wochenschluss einmal mehr mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht und mögliche inflationstreibende Entwicklungen auf.