Ernüchterung machte sich diese Woche breit. Der Grund: Sowohl der vorläufige Euroland-Einkaufsmanagerindex als auch der ifo-Geschäftsklima-Index für Deutschland überraschten im Februar. Dieses Mal jedoch nicht positiv. Vielmehr geht die Tendenz nach unten. Doch: Das absolute Niveau der wirtschaftlichen Stimmung bleibt sehr hoch. Von Rezession kann also keine Rede sein. Aber es hagelt eben keine positiven Überraschungen mehr, und die Konjunktur eilt nicht mehr von Rekord zu Rekord. Aus Marktsicht dürfte sich damit der Eindruck verfestigen, dass das Wachstum seinen Höhepunkt erst einmal überschritten hat. Dementsprechend beruhigte sich der Zinsanstieg bei Anleihen. Die Aktienmärkte nahmen es gefasst auf, denn an den grundsätzlich robusten Wachstumsaussichten hat sich nichts geändert.

In der kommenden Woche blickt die Finanzwelt in die Vereinigten Staaten: Jerome Powell darf erstmals als neuer US-Notenbank-Chef dem Bankenausschuss des Senats Rede und Antwort stehen. Trotz zuletzt turbulenter Aktienmärkte haben in den vergangenen Wochen die Spekulationen an den Finanzmärkten darüber zugenommen, dass die Federal Reserve in diesem Jahr nicht nur drei-, sondern sogar viermal ihr Leitzinsintervall anheben könnte. Jegliche Hinweise Powells, die diese Spekulationen unterstützen, dürften an den US-Rentenmärkten mit entsprechenden Renditesteigerungen begleitet werden.