Die Ankündigung Chinas, die Öffnung seiner Wirtschaft für ausländische Investitionen voranzutreiben, ließ die Erwartungen auf eine Verhandlungslösung im Handelsstreit zwischen den USA und China aufleben. Auch die ausgebliebene Konfrontation der USA mit Russland in Syrien spricht zunächst für eine eher geringe geopolitische Risikowahrnehmung. Im Fahrwasser dieser Entwicklungen stiegen die Kurse an den Aktienmärkten deutlich an. Allerdings geraten nun wieder die Fundamentaldaten in den Vordergrund. Steigende Rohölpreise lassen erneut Inflations- und Zinssorgen aufkeimen, und auch die konjunkturellen Frühindikatoren fielen zuletzt wieder mau aus. Dies ist immer noch ein Umfeld, in dem sich weder bei den Aktien- noch bei den Anleihekursen ein eindeutiger Trend herausbilden wird. Nachhaltige Impulse lassen also noch auf sich warten.

Im Fokus: Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindexes

Eine aufregende Konjunkturwoche steht bevor: Zum einen wird der Flaggschiff-Indikator der deutschen Konjunktur, der ifo Geschäftsklimaindex, veröffentlicht. Hier sorgen zwar allein methodische Neuerungen dafür, dass der Index deutlicher rückläufig war als erwartet, das erhöht die Konjunkturirritationen jedoch eher noch. Aus den USA wird voraussichtlich ein solides Wachstums für das erste Quartal gemeldet werden. Und die Europäische Zentralbank wird mit ihren Einschätzungen zum Wirtschaftsgeschehen versuchen, den Märkten neue Führung zu geben. Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten ist das schwierig, zumal die Notenbank voraussichtlich strikt an ihrem sehr behutsamen Ausstiegkurs festhalten dürfte.