Die letzte Sitzung von Janet Yellen an der Spitze der US-amerikanischen Notenbank (Fed) führte zu höheren Zinserwartungen in den Vereinigten Staaten. So wird zunehmend von den Marktteilnehmern angenommen, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen in vier Schritten anheben wird. Die 10-jährigen Renditen der Staatsanleihen jenseits und diesseits des Atlantiks reagierten mit einem deutlichen Anstieg. Gleichzeitig bewegte sich der Euro-Dollar-Kurs nur wenig. Die negative Reaktion der US-Aktienmärkte auf die steigenden Zins­erwartungen wurde diese Woche durch die Anhebung der Gewinnerwartungen aufgrund der US-Steuerreform gedämpft. Europäische Aktien litten dagegen stärker, weil das Gewinnwachstum bei europäischen Unternehmen wohl zunehmend durch die Euro-Aufwertung belastet werden dürfte.

Im Vereinigten Königreich hat Handelsminister Liam Fox klargestellt, dass das Land nach dem Brexit nicht in der EU-Zollunion verbleiben könne. Insofern scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Konflikt innerhalb der Konservativen Partei über den Brexit offen ausbricht. Die Bank of England kündigte derweil an, die jüngsten Entwicklungen in den Brexit-Verhandlungen näher in Augenschein zu nehmen. In der kommenden Woche stehen rund um den Globus Zinsentscheide an: Die australische, die polnische, die indische, die brasilianische, die mexikanische und die russische Notenbank werden über ihr jeweiliges Zinsniveau entscheiden.