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Durchatmen an den Aktienmärkten

Die Nervosität an den Aktienmärkten scheint wieder verflogen zu sein. Dax & Co erholten sich in der zurückliegenden Woche – nach den großen Kursverlusten Anfang Februar – wieder, und selbst die höher als erwartet ausgefallene Inflation in den Vereinigten Staaten konnte die Aktienmärkte davon nicht abhalten. Dabei war es gerade die Anfang des Monats gemeldete Lohnentwicklung, die die Korrektur an den Aktienmärkten auslöste. Doch jetzt alles auf die gestiegenen Gehälter zu schieben, erscheint allerdings nur als eine vorgeschobene Erklärung. Plausibler ist vielmehr, dass die Aktienmärkte in diesem Jahr erst einmal eine generelle Normalisierung des Zinsniveaus verkraften müssen. Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass die Kurse im vergangenen Jahr eigentlich nur eine Richtung kannten, die nach oben. Eine Konsolidierung war längst nötig. Unwahrscheinlich also, dass die Märkte jetzt schnell wieder an ihre Aufwärtstrends der vergangenen Jahre anschließen.

In der nächsten Woche kommen mit den Stimmungsindizes wichtige Hinweise darauf, ob die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage weiter anhalten wird. Ein leichter Rückgang der Werte aus der Einkaufsmanager-Umfrage oder des ifo-Geschäftsklima-Index im Februar dürfte dabei weniger an den Finanzmarktturbulenzen der vergangenen Wochen oder den bevorstehenden italienischen Parlamentswahlen liegen. Es dürfte vielmehr erneut einiges für eine leichte Korrektur nach der vergangenen guten Entwicklung der Stimmungsindikatoren sprechen.

Von |2018-02-16T16:14:50+00:0017. Februar 2018|Katers Kapital|

Über den Autor:

Dr. Ulrich Kater
Dr. Ulrich Kater ist als Chefvolkswirt verantwortlich für die Kapitalmarkteinschätzung der DekaBank und wird regelmäßig das Börsengeschehen kommentieren.