Entgegen vieler Erwartungen beruhigt sich die Lage beim Covid-19-Virus in Asien nicht. Im Gegenteil: Die Dimension der Epidemie hat sich in dieser Woche

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Chefvolkswirt der DekaBank, Dr. Ulrich Kater

durch neue Messverfahren noch einmal vervielfacht. Die Konsequenz: Die Produktionsunterbrechungen in China halten an. Die Börsen beweisen immer noch eine bemerkenswerte Robustheit. Sollte es nicht noch zu einer weltweiten Eskalation der Krankheit kommen, erscheint diese auf längere Sicht auch angemessen. Kurzfristig könnten jedoch Meldungen von Produktions-unterbrechungen durch Knappheiten von Vorleistungsgütern weltweit zu Kurskorrekturen führen. Der wirtschaftliche Ausblick leidet unter dieser Unsicherheit ebenfalls, insbesondere in Europa, wo die Konjunktur ohnehin nicht besonders kräftig ist. Dies hat auch den Euro gegenüber dem US-Dollar etwas günstiger werden lassen.

Kalte Dusche

Eine kalte Dusche steht den Finanzmarktteilnehmern bevor: die Stimmungsumfragen unter Finanzmarktteilnehmern und Einkaufsmanagern werden in der kommenden Woche nach unten gehen. Damit würde der Erholungstrend der vergangenen Monate erst einmal unterbrochen. Ob dadurch auch die allseits für dieses Jahr erwartete Konjunkturerholung abgesagt werden muss, hängt wesentlich von der Entwicklung der (gesundheitlichen) Bedrohungen und der wirtschaftlichen Einschränkungen in Asien ab. Für die Finanzmarktteilnehmer stehen daher diese Entwicklungen ganz oben auf der Beobachtungsliste.