Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt. Dabei handelt es sich aber um keine starke Bewegung und auch um keine neue Skepsis gegenüber der

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Chefvolkswirt der DekaBank, Dr. Ulrich Kater

europäischen Gemeinschaftswährung. Um allerdings in unangemessener Weise einen künstlichen Superlativ zu benutzen: Der Euro ist so schwach wie seit sieben Jahren nicht mehr. Für die zu attestierende US-Dollar-Stärke haben freilich verschiedene einzelne Bausteine gesorgt: Die positive Zinsdifferenz von US-Anleihen wirkt bei niedriger Volatilität attraktiv für internationale Anleger, das Coronavirus belastet das exportorientierte Europa stärker als die relativ geschlossene US-Volkswirtschaft und die generell gestiegene Risikowahrnehmung wirkt traditionell US-Dollar-freundlich. Gemessen daran haben sich die Aktienmärkte wacker geschlagen, trotz Gewinnmitnahmen zum Wochenschluss.

Infizierte Stimmung

Die Auswirkungen des Coronavirus bleiben hinreichend unsicher. Am Montag wird dies auch die Kommentierung des ifo-Geschäftsklimas für Februar ausmachen. Ein Stimmungsrückgang ist zu erwarten und vermutlich wird dieser wegen des anhaltenden Stillstands in chinesischen Betrieben nicht der letzte sein. Ebenfalls interessant ist die unterschiedliche Inflationsentwicklung dies- und jenseits des Atlantiks. Während die Europäische Zentralbank am Freitag eher nachgebende Inflationsraten zur Kenntnis nehmen dürfte, blickt die amerikanische Notenbank Fed zum Wochenschluss auf stabilere Inflationsdaten, die wiederum Zinssenkungsphantasien im Weg stehen.