Die französische Präsidentschaftswahl ging letztlich klar für Emmanuel Macron aus, er konnte rund zwei Drittel der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Damit ist wieder eine politische Hürde genommen worden. Diese grundsätzlich marktfreundliche Nachricht konnte freilich keine neuen Impulse freisetzen. Aufatmen und Erleichterung ja, aber das reichte allenfalls, um die hohen Niveaus an den Börsen zu verteidigen. Die Unternehmensberichtssaison nähert sich ihrem Ende. So gut diese insgesamt ausgefallen ist, so sehr hat dies bereits Eingang in die Kurse gefunden. Die gemeldeten Konjunkturindikatoren bestätigten die solide konjunkturelle Dynamik, die globale Expansion setzt sich fort. Von Seiten der Notenbanken gab es ebenfalls keine frischen Einsichten. Vor diesem Hintergrund blieb es bei einer Seitwärtsbewegung beim Dax auf hohem Niveau.

Mehr oder weniger richtungslos ging es auch an den Rentenmärkten zu. In der Tendenz haben Notenbanken in den letzten Wochen das Bild eines allmählichen Ausstiegs aus der ultraexpansiven Geldpolitik gezeichnet. Also sollten Renditen von Bundesanleihen allmählich, aber doch ganz langsam den Weg nach oben finden. Ein paar Pinselstriche sind jüngst in diesem Bild verrutscht, denn die Rohstoffpreise haben doch etwas überraschend nachgegeben. Der Rohölpreis unter 50 US-Dollar ist so ein Hingucker gewesen. Die Nervosität an den Finanzmärkten nimmt etwas zu, also können demnächst auch kleinere Impulse für spürbare Bewegungen an Aktien- und Rentenmärkten sorgen.