Der Kursrückgang an den Aktienmärkten in der zweiten Wochenhälfte hatte einmal mehr die Ungereimtheiten in der Politik, diesmal im Weißen Haus, zur Ursache. Insbesondere Aktien aus den Sektoren Banken und Technologiewerte litten am stärksten, diese hatten sich seit November 2016 am besten entwickelt. Das Angstbarometer der Aktienmärkte, die so genannte gehandelte Volatilität, stieg erstmals wieder etwas an. Die Vergangenheit zeigt, dass politisch verursachte Anstiege der Schwankungsintensität (Volatilität) zwar recht scharf, aber am Ende eher kurzlebig sind. Ähnliches ist auch diesmal zu erwarten. Die Ernennung eines Sonderermittlers zu den Russlandverbindungen von Trumps Wahlkampfteam dürfte vorerst dazu beitragen, die politischen Wogen wieder etwas zu glätten.

Solange das geldpolitische Umfeld weiterhin von hoher Liquidität geprägt ist und der fundamentale Wachstumsausblick intakt bleibt, dürfte sich das positive Marktumfeld für Aktien nicht ändern. Neue Informationen zur wirtschaftlichen Verfassung gibt es in der kommenden Woche, wenn die jüngsten Stimmungsdaten zur europäischen Wirtschaft erscheinen. Das ifo-Geschäftsklima sollte insbesondere die Erleichterung der deutschen Unternehmen über die Wahlergebnisse in Frankreich zum Ausdruck bringen.