Die Berichtssaison in den USA ist eröffnet und die meisten der bisher berichtenden Unternehmen konnten positiv überraschen. Kein Wunder also, dass das amerikanische Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, erneut mit einem Rekordhoch über die Marke von 23.000 Punkten steigen konnte. Bei den europäischen Unternehmen fielen die bisher präsentierten Unternehmenszahlen dagegen eher gemischt aus. Deutsche Unternehmen leiden unter dem starken Euro, denn durch die im Ausland erzielten Erträge fallen diese Gewinne auf Eurobasis geringer aus. Negative Begleitmusik bildet nach wie vor die selbst hervorgerufene Krise um die spanische Region Katalonien. Da allerdings auch die Position der Separatisten relativ schwach ist, rechnet der Finanzmarkt nicht mit der Abspaltung. Insgesamt ließ sich der Aktienmarkt jedoch nur kurzfristig irritieren und produzierte auch in dieser Woche neue Höchststände.

Aufschlussreiche volkswirtschaftliche Zahlen und Ereignisse stehen in der kommenden Woche auf der Agenda. Der Ifo-Geschäftsklimaindex könnte der Börse einen kleinen Dämpfer verpassen. Denn es steht weiterhin ein leichter Rücksetzer zu erwarten. Damit wäre der dritte Rückgang verbunden, was als konjunkturell negatives Signal gedeutet wird. Ferner ist die Berufung eines neuen Chefs an der Spitze der US-Notenbank durch US-Präsident Donald Trump zu erwarten, ebenso wie die Ankündigung des EZB-Präsidenten Mario Draghi zur Rückführung der Anleihekäufe im Euroraum.