Abermals schließt eine Woche mit dem bemerkenswerten Fazit, dass Aktienmärkte und Unternehmen mit sich im Reinen sind. Aktienindizes befinden sich in unmittelbarer Nähe ihrer Höchststände. Einkaufsmanagerindizes in Euroland und in den USA konnten unlängst noch weiter zulegen. Dies findet statt, obwohl Unsicherheiten unübersehbar sind: Wie wirken sich die tropischen Wirbelstürme auf die Konjunkturdaten aus? Wie lösen sich die politischen Risiken (Nordkorea, Brexit, etc.) auf? Diesen Unsicherheiten begegnen Notenbanken bezeichnenderweise mit dem angekündigten Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik. So hat die amerikanische Notenbank (Fed) in der zurückliegenden Woche angekündigt, ab Oktober ihre aufgeblähte Zentralbankbilanz wieder langsam schrumpfen zu lassen. Diese ruhige Hand der Notenbanken stützt die Börsen und die Stimmung bei Unternehmen. 

Vor uns liegen erneut wichtige Abstimmungen, Konjunkturdaten und Notenbankreden, die vermutlich bestätigen, dass die Märkte mit sich im Reinen bleiben. Die Bundestagswahl dürfte wenig Marktbewegung am Montag auslösen. Die zuvor befragten Unternehmen könnten das ifo-Geschäftsklima auf ein neues Allzeithoch heben. Verschiedene Reden von US-Notenbankern sollten das Bild erhärten, dass sich die Niedrigzinswelt nur ganz allmählich auflöst. Diese geldpolitischen Leitplanken helfen sicherlich auch im Hinblick auf das wahrscheinlich am 1. Oktober stattfindende Referendum im spanischen Katalonien. Gravierende Auswirkungen für die Kapitalmärkte werden hier nicht gesehen.