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Läuft und läuft

Es läuft an den Kapitalmärkten. Die wesentlichen Stimmungsindikatoren der Weltwirtschaft verbesserten sich zuletzt von ihren ohnehin schon hohen Niveaus aus, sei es das Verbrauchervertrauen in den USA, der Einkaufsmanagerindex in China, die Unternehmerlaune in Euroland oder das ifo Geschäftsklima in Deutschland. Auch die Unternehmen rund um den Globus vermelden generell in der aktuellen Quartalsberichtssaison gute Geschäfte, steigende Umsätze und höhere Gewinne. Selbst die Bedrohung der Weltwirtschaft durch den Handelsprotektionismus verlor ihre unmittelbare Brisanz: In der ersten Rede des amerikanischen Präsidenten vor dem US-Senat Mitte der Woche stand das Thema nicht auf der Agenda. Die Konsequenz: Die Aktienmärkte nahmen ihren Aufwärtskurs wieder auf, die Kapitalmarktzinsen ebenso.

Eine ungesunde Euphorie an den Aktienmärkten? Davon kann gegenwärtig nicht die Rede sein. Die wirtschaftlichen Aussichten sind einfach gut, die Zinsängste sind noch nicht vorhanden, und genau diese Kombination kann die Märkte auch in den kommenden Monaten weiter tragen. Natürlich geht eine solche positive Phase nicht ewig. Angesicht der hohen Erwartungen kann die US-Wirtschaftspolitik leicht enttäuschen. Politische Risiken rücken hingegen im Euroraum immer näher und können schnell zuschlagen. Schließlich muss die Zinsentwicklung genau diese im Blick behalten.

Von |2017-03-06T16:44:50+00:004. März 2017|Katers Kapital, Wissenswertes|

Über den Autor:

Dr. Ulrich Kater
Dr. Ulrich Kater ist als Chefvolkswirt verantwortlich für die Kapitalmarkteinschätzung der DekaBank und wird regelmäßig das Börsengeschehen kommentieren.