Langsam legt sich der Staub, den die neue US-Administration in ihren ersten Wochen aufgewirbelt hat. Zum Vorschein kommt eine Weltwirtschaft, die moderat aber stetig wächst, und das bei noch geringer Inflation. Das ist positiv für die Aktienmärkte, was diese mit weiteren Kurszuwächsen in dieser Woche quittierten. Doch die Luft wird dünner: So waren die jüngsten Wirtschaftszahlen aus Deutschland nicht uneingeschränkt positiv. Zwar gab es wieder Exportrekorde zu vermelden, aber mit solchen Rekorden sollte man vorsichtig sein: In einer Welt mit Inflation müssen sich die wirtschaftlichen Messgrößen einfach mit der Zeit immer weiter ausdehnen, das geht sogar bei gleichbleibenden realen Produktionsniveaus. Und so haben deutsche Exporte nur noch sehr geringfügig zugenommen. Die Zeit der positiven Wirtschaftsüberraschungen dürfte nun erst mal vorbei sein.

In der kommenden Woche werden weitere Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland veröffentlicht. Die wichtigste Zahl ist bereits bekannt: Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Zuwachs von 1,9 %. In den USA werden die Verbraucherpreisdaten Aufschluss darüber geben, ob die Inflation wirklich so zahm ist, wie die Märkte sich das wünschen. Immer stärker gerät auch die europäische Politik in den Fokus. So dürften die Staatsanleihen einiger europäischer Länder in den kommenden Wochen immer empfindlicher auf Nachrichten im Vorfeld der Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich reagieren.