Bereits 2017 traten einige Steueränderungen in Kraft, wie etwa die verlängerten Abgabefristen der Steuererklärung sowie die Belegvorhaltepflicht. 2018 sind weitere Änderungen im Einkommenssteuergesetz (EStG) relevant:

  • Der Kindergeldantrag soll künftig nur noch rückwirkend für sechs Monate gestellt werden können.
  • Bei einer Eheschließung werden die Ehepartner automatisch in die Steuerklassen IV / IV eingestuft.

Auch bei der Besteuerung der Fonds in Deutschland gibt es Anpassungen. Die Reform der Investmentbesteuerung (InvStRefG) betrifft insbesondere Aktienfonds, Mischfonds und Immobilienfonds:

  • Steuerschlupflöcher werden geschlossen. Auf Aktien im Fonds fallen 15 Prozent Steuer an – unabhängig davon, ob Fonds und Anleger im In- oder Ausland sitzen.
  • Alle Fonds, die Dividenden ausschütten – ob inländisch oder ausländisch – werden gleich besteuert, und zwar anhand einer jährlichen Pauschale.
  • Sparer zahlen keine Steuern, wenn die Erträge unter dem Jahresfreibetrag von 801 Euro und 1.602 Euro bei Verheirateten bleiben.
  • Der Bestandsschutz fällt weg. Sparer, die Fonds vor 2009 gekauft und seitdem im Depot haben, müssen Erträge versteuern. Es gibt jedoch einen Freibetrag von 100.000 Euro.

Bei Riester- und Rürup-Verträgen gibt es keine Änderungen. Wer im Rahmen einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung anspart, hat weiterhin den Vorteil, dass Dividenden und Zinsen während der Ansparphase beim Anleger steuerfrei sind.

Welche Änderungen das Jahr 2018 noch bereithält, finden Sie hier.