Sparen im Wandel

Der Weltspartag im Wandel der Zeit

Der Weltspartag im Wandel der Zeit 2020

Sparen ist seit tausenden von Jahren en vogue. Schon in der Antike verwendeten Griechen und Römer Behälter mit einem Schlitz, um Münzen zu verwahren.

Die älteste bekannte Spardose ist ein kleiner, griechischer Schatztempel aus Ton: ein Thesaurus. Von ihm stammt das heutige Wort Tresor ab.

Auch im Mittelalter nutzten die Menschen Tongefäße, um darin Geld aufzuheben. In dieser Zeit tauchten die ersten Spardosen in Form von Schweinen auf. Schon damals galt das Tier als Symbol für Glück und Wohlstand. Das Sprichwort „Schwein haben“ beschreibt genau das: Nur jemand, der vermögend war, konnte sich eigenes Vieh leisten und hatte immer zu essen.

So sparen wir heute

Es muss aber nicht immer das Schwein sein: Egal, ob Käfer, Teddy oder Fußball – Spardosen gibt es in vielen Formen, Farben und Größen. Über die Hälfte der Deutschen hat zu Hause eine Spardose.

Daneben sind vor allem das Girokonto und das Sparbuch verbreitet – und das, obwohl sie momentan sehr wenig Zinsen abwerfen. Die Deutschen gehen eben gerne auf Nummer sicher. Aber langsam trauen sie sich auch an Fonds oder Aktien heran.

Die Sparkasse und der Weltspartag

Die erste Erinnerung an die Sparkasse: Für viele von uns reicht sie in die Kindheit zurück. Die volle Spardose unterm Arm ging es Jahr für Jahr Ende Oktober zum Weltspartag in die nächste Filiale.

Dabei hat der Weltspartag eine fast hundertjährige Tradition: Zum ersten Mal fand am er 31. Oktober 1925 statt. Ein Jahr zuvor hatte das Weltinstitut der Sparkassen auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress in Mailand die Einführung des „World Thrift Day“ beschlossen.

Das Ziel: Mit kleinen Beträgen über die Jahre ein Vermögen aufbauen – und so den Wert des Geldes schätzen lernen.

Sparen, so hieß es damals „ist eine Tugend und eine Praktik, die grundlegend ist für den gesellschaftlichen Fortschritt eines jeden Einzelnen, einer jeden Nation und der gesamten Menschheit!“

Aus einer Idee wird Tradition

Seitdem gehen jedes Jahr Kinder am letzten Tag im Oktober mit ihrem Sparschwein zur Sparkasse und zahlen ihr Erspartes ein. Als Belohnung bekommen sie Luftballons, eine neue Spardose oder Plüschtiere.

Nur in wenigen Ländern der Welt sind die Sparer so eifrig wie in der Bundesrepublik. Die Spareinlagen der privaten Haushalte betrugen Ende 2018 knapp 586 Milliarden Euro . Fast die Hälfte dieses Betrags liegt auf Sparbüchern.

Auch in diesem Jahr feiern die Sparkassen den Weltspartag und führen die Tradition fort. Wenn auch unter besonderen Umständen und anders als gewohnt: Mit Abstand und Masken.

Wie und wofür sparen Sie?

Haben Sie sich mit Freunden oder Verwandten schon einmal über das Sparen unterhalten? Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Ansichten es dazu gibt.

Die einen sind fleißige Sparer und legen monatlich einen festen Betrag zur Seite, um später abgesichert zu sein. Die anderen geben ihr Geld lieber aus, weil sie es wichtig finden, im Hier und Jetzt gut zu leben.

Wie halten Sie es mit dem Sparen? Auf jeden Fall gilt dabei: Der Weg ist das Ziel. Nur sollte der Weg, den Sie einschlagen, zu Ihnen und Ihren Sparzielen passen. Verschaffen Sie sich einen Überblick und lassen Sie sich zu Ihren Möglichkeiten beraten.

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