Mütter, Arbeitnehmer und Arbeitslose sind 2018 bessergestellt. Folgende Änderungen treten in Kraft:

Durch die Neuerungen des „Gesetzes zur Neuregelung des Mutterschutzrechtes“ werden erstmals auch Schülerinnen und Studentinnen einbezogen. Frauen erhalten nach der Geburt eines Kindes mit Behinderungen sowie nach einer Fehlgeburt einen verlängerten Kündigungs­schutz. Arbeitsverbote sind nicht mehr gegen den Willen der schwangeren Frauen möglich. Stattdessen sollen ihre Arbeitsplätze umgestaltet oder ein Arbeitsplatzwechsel in Betracht gezogen werden, um Gesundheitsgefährdungen für Mutter und Kind auszuschließen.

Auch eine Sonntagsarbeit soll auf freiwilliger Basis ermöglicht werden.

Der Mindestlohn für alle Pflegekräfte – ambulant wie stationär – steigt bis 2020 schrittweise weiter an. 2018 beträgt der Mindestlohn 10,55 Euro im Westen und 10,05 Euro im Osten. Damit liegt er über dem gesetzlichen Mindestlohn – das kommt vor allem Pflege­hilfskräften zugute. In Privathaushalten gelten diese Mindestlöhne nicht. Hier greift der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde.

2018 gelten höhere Regelsätze für Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II. Der Regelsatz für Alleinstehende steigt um 7 Euro auf 416 Euro pro Monat. Verheiratete erhalten 6 Euro mehr (insgesamt 374 Euro pro Partner). Die Sätze für unter 25-Jährige steigen um 5 Euro auf 332 Euro an. 316 Euro stehen zukünftig Kindern zwischen 14 und 18 Jahren zu.

Welche Änderungen das Jahr 2018 noch bereithält, finden Sie hier.