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Jahresabschluss 20162018-06-25T18:08:34+00:00

Alle Themen im Überblick

Der Jahresabschluss enthält neben der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Informationen zu unseren Organen und der Geschäftsentwicklung.

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Deutschland erreichte mit 1,9 Prozent Wachstum wieder einen hervorragenden Wert

Im oberen Mittelfeld der europäischen Wachstumsraten konnte sich einmal mehr die deutsche Wirtschaft platzieren. Die erreichten 1,9 Prozent liegen deutlich über dem Potenzialwachstum des Landes. Das ist für Deutschland das dritte Jahr in Folge mit einem, auch gemessen am langjährigen Trend, überdurchschnittlichen Wachstum. Inzwischen ist eine leicht über dem Normalniveau liegende Kapazitätsauslastung erreicht.

Zu dem guten Wachstum trug die Außenwirtschaft allerdings rechnerisch nicht bei. Zwar wuchsen die Exporte noch einmal um real 2,5 Prozent. Doch die Güterimporte erhöhten sich real um 3,4 Prozent noch stärker. Diese fließen in die Bruttoinlandsproduktrechnung mit negativem Vorzeichen ein. Unter dem Strich verringerte sich deshalb der Außenbeitrag. Dass in nominaler Rechnung Deutschland dennoch einen neuen Rekord-Leistungsbilanzüberschuss erzielte, lag vor allem daran, dass die Importe sich preislich verbilligt hatten. Mit rund 8,5 Prozent des BIP liegt der Leistungsbilanzüberschuss auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Dies setzt Deutschland zunehmend internationaler Kritik aus. Aber dieser Außenhandel ist Marktergebnis und nicht von der deutschen Wirtschaftspolitik herbeigeführt. Vielmehr ist der jüngste Anstieg eben auch mit Sonderentwicklungen, etwa bei den Preisen, erklärbar. Real hat die Korrektur des Überschusses bereits eingesetzt.

Gemischtes Bild bei den Investitionen

Getragen wurde das insgesamt gute Wachstum der deutschen Wirtschaft allein von der Binnennachfrage. Die Investitionstätigkeit gab dabei ein gemischtes Bild ab. Die Bruttoanlageinvestitionen haben 2016 real um 2,5 Prozent zugelegt. Die darin enthaltenen Ausrüstungsinvestitionen erreichten nur ein Plus von 1,7 Prozent. Das ist für die zyklische Situation und die inzwischen herrschende leichte Überauslastung der deutschen Volkswirtschaft recht verhalten.

Die Bauinvestitionen sind mit einem realen Zuwachs von 3,1 Prozent stärker gewachsen. Doch auch hier war die Entwicklung uneinheitlich. Hinter der Gesamt-ziffer für den Bau verbirgt sich vor allem eine überproportionale Entwicklung bei den Wohnbauten (+4,3 Prozent). Der öffentliche Bau und die Bauinvestitionen der Unternehmen blieben dahinter zurück.

Die Konsumausgaben des Staates steuerten 2016 mit einem Plus von 4,2 Prozent noch einmal einen starken Impuls bei. Dazu führten auch die Mehrausgaben durch die Zuwanderung von Flüchtlingen. Der Höhepunkt der Zuwanderung lag zwar schon im zweiten Halbjahr 2015, doch erst 2016 waren die Ausgaben über das ganze Jahr in vollem Umfang wirksam.

Privater Verbrauch stützte sich auf gute Arbeitsmarktlage und Einkommensentwicklung

Der private Konsum als das größte Teilaggregat des BIP bildete 2016, wie schon im Jahr davor, die wichtigste Basis für die binnenwirtschaftliche Expansion. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte erhöhten sich 2016 um 2,0 Prozent. Die Sparquote der privaten Haushalte blieb 2016 mit 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Der private Verbrauch stützt sich auf die weiterhin gute Lage am Arbeitsmarkt und auf steigende Lohneinkommen. Die Zahl der in Deutschland Erwerbstätigen erhöhte sich noch einmal um 1,0 Prozent auf knapp 43,5 Millionen. Die amtliche Arbeitslosenquote reduzierte sich auf 6,1 Prozent.

Wie schon 2014 und 2015 legten die Reallöhne in Deutschland 2016 erneut kräftig zu. Neben den Nominallohnsteigerungen von durchschnittlich 2,3 Prozent pro Arbeitnehmer trug zu dem Kaufkraftgewinn der Löhne vor allem die niedrige Inflationsrate bei. In nationaler Definition erhöhten sich die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2016 nur um 0,5 Prozent.

In der europäisch harmonisierten Abgrenzung war es ein moderater Anstieg von nur 0,4 Prozent. Dies war vor allem auf die sehr niedrigen Energiepreise zurückzuführen. Rohöl war vor allem in der ersten Jahreshälfte sehr billig. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Fass der Nordseesorte Brent dann rund 44 US-Dollar. Die Kernrate der Verbraucherpreise unter Herausrechnung der schwankungsanfälligen Preise für Energie, Lebensmittel, Tabak und Alkohol lag 2016 in Deutschland bei 1,1 Prozent. Dies zeigt an, dass die Preisentwicklung zwar gedrückt verlief, aber doch weit von einer wirklich deflationären Entwicklung entfernt blieb.

2. Finanzmärkte

Dennoch nahm die Europäische Zentralbank die im Euroraum ähnlich wie in Deutschland niedrigen Inflationsraten zum Anlass für weitere geldpolitische Expansion. Zeitweise lag die Zwölf-Monats-Inflationsrate im Euroraum unter der Nulllinie. Im Jahresdurchschnitt ergaben sich im gesamten Währungsgebiet für 2016 +0,3 Prozent. Die Kernrate lag mit +0,9 Prozent im Jahresdurchschnitt weiter unter dem selbst gesetzten Ziel der EZB von „unter, aber nahe bei zwei Prozent“.

Im März 2016 hat die EZB ihren Zins für die Einlagefazilität noch tiefer ins Negative abgesenkt, von zuvor -0,3 Prozent auf seither bis heute gültige -0,4 Prozent. Außerdem hat sie ihr „Quantitative Easing“ verlängert und beschleunigt. Unter dem „Asset Purchase Programme“ wurden bis März 2016 im Gesamtumfang von 60 Mrd. Euro monatlich u. a. Covered Bonds und Asset Backed Securities, im Gros vor allem aber Staatsanleihen, gekauft. Ab April 2016 wurde das Volumen dieser Aufkäufe auf 80 Mrd. Euro monatlich erhöht. Seit Juni 2016 kaufte die EZB in diesem Rahmen auch Unternehmensanleihen. Schließlich wurde 2016 eine neue Serie von Langfristtendern aufgelegt, bei denen unter bestimmten Bedingungen (bei nachgewiesener Ausweitung der Kredite an Kunden) Kreditinstitute auch zu Negativzinsen Zentralbankgeld aufnehmen können.

Die Staatsfinanzen in Deutschland profitierten neben den niedrigen Zinsen von der guten Konjunktur und den steigenden Einkommen als Basis von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Bund, Länder und Sozialversicherungen erzielten Budgetüberschüsse. Auf Ebene der Gemeinden wurde in der Summe ein etwa ausgeglichener Saldo erzielt, allerdings bei sehr starker Spreizung zwischen den einzelnen Regionen. Über alle Ebenen zusammengefasst entsprach der gesamtstaatliche Haushaltsüberschuss 2016 0,6 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes.

Durch die laufenden Überschüsse, durch das Wachstum des Nenners, aber auch durch die Abwicklung von Altschulden reduzierte sich die Bruttoschuldenquote recht deutlich. Sie sank für Deutschland von 71,2 Prozent des BIP Ende 2015 gemäß erster amtlicher Schätzung für Ende 2016 auf 68,1 Prozent.

3. Regionale Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz

Im ersten Halbjahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt in Rheinland-Pfalz kräftig gestiegen. Preisbereinigt lag die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent höher als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Im Bundesdurchschnitt ist die Summe der erbrachten wirtschaftlichen Leistung nach zwei Quartalen real um 2,3 Prozent gewachsen. Für Rheinland-Pfalz liegen für das Gesamtjahr 2016 die Daten zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung noch nicht vor.

Die Preisniveauentwicklung erreichte im Dezember 2016 den höchsten Stand seit Juli 2013. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Ein wesentlicher Grund für den kräftigen Anstieg der Inflationsrate ist die Entwicklung der Energie- (+3,8 Prozent ggü. Vorjahr) und Nahrungsmittelpreise (+3,4 Prozent ggü. Vorjahr).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist nur leicht gestiegen. Sie belief sich im Dezember auf +1,5 Prozent nach +1,3 Prozent im November. Trotz der kräftigen Erhöhung der Inflationsrate zum Jahresende sind die Verbraucherpreise 2016 im Jahres-durchschnitt nur leicht gestiegen. Der Verbraucherpreisindex lag im Durchschnitt um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Am stärksten verteuerten sich alkoholische Getränke und Tabakwaren (+2,3 Prozent), gefolgt von Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich der Gesundheitspflege (+2,2 Prozent). Auch für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen (+1,8 Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie erwirtschaftete im Gesamtjahr 2016 Umsätze in Höhe von 86,6 Mrd. Euro. Damit blieben die Erlöse gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (Bund: +0,4 Prozent). Die größte Umsatzsteigerung gab es in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+7,6 Prozent). Die Produzenten von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die Hersteller von Glas und Glaswaren sowie der Maschinenbau verbuchten ebenfalls steigende Umsätze. Alle vier Branchen profitierten von einer günstigen Entwicklung ihres In- und Auslandsgeschäfts. In den übrigen Branchen lagen die Erlöse unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Chemieindustrie verzeichnete den stärksten Rückgang (-5,7 Prozent). Dahinter folgte die Metallerzeugung und -bearbeitung (-5,4 Prozent); hier gab es starke Einbußen im Auslandsgeschäft, während der Inlandsumsatz nur leicht zurückging.

Trotz der Zunahme globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten wurden rheinland-pfälzische Produkte, befeuert durch den billigen Euro, inter-national weiterhin stark nachgefragt. Der für die hiesige Wirtschaft wichtige Außenhandel lag klar auf Wachstumskurs. Bis September 2016 konnten die Exporte um 2,5 Prozent (Bund: +0,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 40 Mrd. Euro ausgeweitet werden.

Die Einfuhren erhöhten sich in den ersten drei Quartalen ebenfalls auf 25,7 Mrd. Euro, was einem Anstieg um 1,1 Prozent entspricht (Bund: -0,2 Prozent). Die Zunahme der Ausfuhren war dabei fast ausschließlich auf eine Steigerung des Absatzes in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union – insbesondere in Staaten, die nicht der Eurozone angehören – zurückzuführen. Beim Absatz auf anderen Kontinenten mussten die rheinland-pfälzischen Exporteure Einbußen hinnehmen. Der stärkste prozentuale Rückgang war bei den Ausfuhren nach Afrika zu verzeichnen (-9,9 Prozent). Aber auch die Exporte nach Amerika ließen deutlich nach (-7,7 Prozent), was u. a. auf das schwache Geschäft mit den USA zurückzuführen ist. Die Lieferungen in die Vereinigten Staaten, die im Exportbereich der zweitwichtigste Handelspartner sind, gingen um 9,2 Prozent zurück.

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel beendete das Jahr 2016 mit einer positiven Bilanz. Die Einzelhandelsbetriebe im Land setzten nominal 2,5 Prozent mehr um als im Jahr 2015. Aufgrund des stabilen Preisniveaus stiegen die Erlöse real in ähnlicher Größenordnung (+2,1 Prozent). Deutschlandweit verbuchte der Einzelhandel nominale Umsatzsteigerungen von 2,3 Prozent; preisbereinigt ergab sich ein Plus von 1,8 Prozent.

Der Tourismus ist ein traditionell wichtiger Sektor und stabiler Wirtschaftsfaktor für Rheinland-Pfalz. Als Querschnittsbranche sichert er ortsgebundene Arbeitsplätze und erwirtschaftet mittel- und unmittelbare Einkommenseffekte in Milliardenhöhe. Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe verzeichneten 2016 im vierten Jahr in Folge einen Anstieg ihrer Gästezahlen. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahmen die Besucherzahlen um 1,9 Prozent auf 9,61 Mio. zu. Dagegen blieben die Übernachtungszahlen mit 25,06 Millionen (-0,1 Prozent) nahezu unverändert.

Die insgesamt positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spiegelten sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Mit durchschnittlich knapp zwei Millionen Erwerbstätigen (+0,5 Prozent) erreichte das Beschäftigungsniveau in Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 zum sechsten Mal in Folge einen neuen Höchststand. Der Beschäftigungszuwachs beruhte vor allem auf einem Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die rund zwei Drittel der Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz ausmacht. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahr 2016 mit durchschnittlich rund 111.400 unter der des Jahres 2015. Gegenüber dem Jahr 2015 wurden 1.400 oder 1,3 Prozent Arbeitslose weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote sank von 5,2 Prozent auf 5,1 Prozent.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Rheinhessen

Weitgehend stabil auf hohem Niveau befand sich  die rheinhessische Konjunktur im abgelaufenen Jahr. Der Export zeigt sich einmal mehr als zuverlässiger Motor der Wirtschaft. Dies belegen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen zum Herbst 2016.

IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz sieht in den Umfrageergebnissen den Beleg dafür, dass Produkte „Made in Rheinhessen“ auf nationalen wie internationalen Märkten gefragt sind: „Vor allem die ungebrochen hohen Werte für Exporttätigkeit, Kapazitätsauslastung und Einstellungsbereitschaft sprechen für ein robustes Konjunkturniveau. Selbst in Zeiten von Brexit-Ängsten, möglichem TTIP-Scheitern oder unkalkulierbarer Ölpreisentwicklung erweist sich die Industrie einmal mehr als Stabilitätsanker für die gesamte rheinhessische Wirtschaft.“

So bewerten 42 Prozent (Frühjahr 2016: 44 Prozent) der befragten Firmen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, 51 Prozent (Frühjahr: 50 Prozent) sprechen von befriedigender und 7 Prozent (Frühjahr: 6 Prozent) von schlechter Lage. Stabil bleiben auch die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate: 27 Prozent (Frühjahr: 25 Prozent) erwarten bessere, 56 Prozent (Frühjahr: 62 Prozent) gleich bleibende Geschäfte.

Besonders die Industrie trägt zur guten Stimmung bei. Die aktuelle Geschäftslage wird von 51 Prozent (Frühjahr: 52 Prozent) der Unternehmen als gut und von 44 Prozent (Frühjahr: 42 Prozent) mit befriedigend bezeichnet. 24 Prozent (Frühjahr: 19 Prozent) erwarten bessere, 59 Prozent (Frühjahr: 68 Prozent) gleichbleibende Geschäfte. Die Kapazitätsauslastung bleibt erfreulich hoch: 90 Prozent (Frühjahr: 88 Prozent) melden eine hohe oder durchschnittliche Auslastung.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Export. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind bei 40 Prozent (Frühjahr: 40 Prozent) der Unternehmen in den letzten drei Monaten gestiegen, bei 60 Prozent (Frühjahr: 60 Prozent) gleich geblieben oder zurückgegangen. Die Exporterwartungen sind deutlich höher als zuletzt. 29 Prozent (Frühjahr: 17 Prozent) erwarten höhere, knapp zwei Drittel (64 Prozent; Frühjahr: 63 Prozent) gleich bleibende Exporte.

Der Binnenmarkt dagegen zeigt sich deutlich verhaltener. Zwar sind bei 28 Prozent (Frühjahr: 26 Prozent) der Unternehmen die Auftragseingänge aus dem Inland in den letzten drei Monaten gestiegen, doch bei jetzt 26 Prozent (Frühjahr: 11 Prozent) liegen weniger Aufträge vor.

Im Handel bewerten 28 Prozent der Firmen (Frühjahr: 24 Prozent) ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Über die Hälfte (56 Prozent; Frühjahr: 64 Prozent) vergibt die Note befriedigend. Die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate sind unverändert hoch: 28 Prozent (Frühjahr: 29 Prozent) erwarten bessere Geschäfte, 63 Prozent (Frühjahr: 57 Prozent) gleichbleibende Geschäfte. In den nächsten drei Monaten wollen 16 Prozent (Frühjahr: 2 Prozent) ihre Beschäftigtenzahl erhöhen, 78 Prozent (Frühjahr: 94 Prozent) unverändert lassen.

Auch die Dienstleister zeigen sich in stabiler Verfassung: 42 Prozent (Frühjahr: 49 Prozent) bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 54 Prozent (Frühjahr: 48 Prozent) als befriedigend. Unverändert 28 Prozent (Frühjahr: 28 Prozent) erwarten bessere Geschäfte binnen der nächsten zwölf Monate. Weiterhin gut ein Fünftel der Unternehmen (22 Prozent; Frühjahr: 21 Prozent) planen in den nächsten drei Monaten steigende Investitionen.

Für den Arbeitsmarkt senden die Unternehmen Signale der Stabilität: In den kommenden zwölf Monaten denken 20 Prozent (Frühjahr: 19 Prozent) der Firmen daran, ihre Beschäftigtenzahl zu steigern. 66 Prozent (Frühjahr: 70 Prozent) wollen sie unverändert belassen. Steigende Investitionen stehen bei 32 Prozent der Firmen (Frühjahr: 21 Prozent) in den kommenden zwölf Monaten auf dem Programm.

4. Geschäftliches Umfeld unserer Sparkasse

Die Stadt Mainz als Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz sowie der Landkreis Mainz-Bingen – zentral im Wirtschaftsraum „Rhein-Main“ gelegen – stellen einen bedeutenden Wirtschaftsstandort dar. Dabei kommt der Region und insbesondere der Landeshauptstadt Mainz zusätzlich eine weit überregionale Bedeutung als Medien-, Gesundheits- und Wissenschaftsstandort zu.

Entsprechend zeichnet sich auch der Bankenplatz Mainz traditionell durch eine hohe Bankendichte und einen hohen Konditionenwettbewerb aus. Dies sind zunächst die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für unsere Geschäftstätigkeit.

Ebenfalls nachhaltigen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung nimmt die unveränderte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die sich belastend auf die Erfolgsrechnung auswirkt. Positiv auf unseren Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahr hat sich sicherlich die unverändert robuste konjunkturelle Situation bei der regionalen und der nationalen Wirtschaft ausgewirkt.

Als Investition in die Zukunft sehen wir unsere Anstrengungen, die verschiedenen Vertriebskanäle einerseits auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustellen und gleichzeitig auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung zu halten.

Trotz zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen zeigt sich unsere Ertragslage seit Jahren stabil. Diese langjährige und nachhaltige Entwicklung zeigt, dass wir auf dem Weg, die Wirtschaftskraft unserer Sparkasse beständig zu erhöhen, weiter gut vorankommen. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Geschäftsentwicklung wiederum günstig verlaufen ist.

Dabei entsprach die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 grundsätzlich den im zurückliegenden Lagebericht formulierten Prognosen. Gleichwohl konnten wir die wesentlichen Ertrags- bzw. Aufwandspositionen gegenüber unseren Planungen durchweg so steuern, dass hier unsere jeweiligen Erwartungen zumindest leicht übertroffen wurden. Entsprechend gestaltete sich unsere Geschäftsentwicklung insgesamt günstig. Die einzelnen Erfolgsfaktoren und deren Entwicklung sind nachfolgend im Detail dargestellt.

Auch unser Jahresergebnis bewegt sich seit vielen Jahren auf einem stabilen Niveau. Zusätzlich konnten wir durch die Dotierung unserer Reserven unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken.

5. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Die Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2016 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert erneut. Dabei beträgt die Steigerung im Jahr 2016 absolut 41,5 Mio. € oder 1,9 Prozent. Mit einer Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr von nunmehr 2.210 Mio. € liegt die Sparkasse Mainz weiterhin – wie seit einigen Jahren –  konstant über der Grenze von 2 Mrd. €.  Ebenso steigerte sich die durchschnittliche Bilanzsumme (DBS) mit 2.146 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (2.098 Mio. €).

Das Geschäftsvolumen, welches sich aus Bilanzsumme und Eventualverbindlichkeiten zusammensetzt, erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 2.253 Mio. €.

6. Einlagengeschäft

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen mit einem Volumen von 1.737,7 Mio. € haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht. Mit einem Strukturanteil von über 70 Prozent bilden hier die täglichen fälligen Gelder die stärkste Position, gefolgt von den Spareinlagen (25 Prozent Strukturanteil), diese verlieren allerdings weiter an Bedeutung.

Zudem konnten wir auch im außerbilanziellen Wertpapier- und Depotgeschäft  leichte Zuwächse erzielen, so dass unsere (bilanziellen und außerbilanziellen) Bestände gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 insgesamt um 0,6 Prozent oder 13,7 Mio. € auf nunmehr 2.137,8 Mio. € gewachsen sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 10,4 Prozent oder 25,5 Mio. € auf einen Wert von 271,9 Mio. €.

Für Anleger wird es im Rahmen des anhaltenden und historisch niedrigen Zinsniveaus zunehmend schwierig, da sich Anlagen mit einem überschaubaren Risiko derzeit wenig attraktiv darstellen. Häufig liegt die Rendite unterhalb der Inflationsrate.

Auch die Struktur der Kundeneinlagen spiegelt diese Entwicklung wider. Der überwiegende Teil der Kundengelder ist mit täglicher Verfügbarkeit angelegt, davon das meiste im Tagesgeldbereich. Eine Anlage in festverzinslichen Produkten mit einer festgelegten, längeren Laufzeit erscheint für unsere Kunden grundsätzlich wenig attraktiv.

7. Kreditgeschäft und Geldanlagen

Traditionell wird die Aktivseite der Bilanz unseres Hauses vom Kreditgeschäft mit Kunden geprägt. Hier konnten wir, sicherlich nicht unbeeinflusst durch die andauernde Niedrigzinsphase, die Kreditvergabe erneut ausweiten.

Unsere Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2016 neue Kredite in Höhe von insgesamt 45,1 Mio. € ausgelegt. Dies entspricht einer Steigerung des Kreditvolumens um 2,8 Prozent auf nunmehr 1.659,3 Mio. €.

Getragen wurde diese Entwicklung vom Wohnungsbau- (+2,6 Prozent auf 891,3 Mio. €) und insbesondere vom Unternehmenskreditgeschäft (+9,3 Prozent auf 554,3 Mio. €). Während hier ein erfreuliches Wachstum zu verzeichnen war, fuhren die öffentlichen Haushalte ihre Kreditnachfragen spürbar zurück  (-20,2 Prozent auf 106,8 Mio. €). Hier sind allerdings erfahrungsgemäß die Inanspruchnahmen im Jahresverlauf deutlichen Schwankungen unterlegen. Unser Konsumentenkreditgeschäft verblieb nahezu auf Vorjahresniveau (-1,4 Prozent auf 80,1 Mio. €).

Die Eigenanlagen in Form von Bankguthaben und Wertpapieren wurden um 10 Prozent  auf 435,4 Mio. € zurückgeführt.

8. Provisionsgeschäft

Wertpapiergeschäft

Die Handelstätigkeit unserer Kunden in Wertpapieren hat sich im Jahr 2016 wieder belebt. Insgesamt betrug die Steigerung bei der Umsatzentwicklung (Summe der Umsätze in Investmentfonds, Aktien, Optionsscheinen und festverzinslichen Wertpapieren) 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anlageschwerpunkt lag unverändert bei Investmentfonds.

Verbundgeschäft

Auch das Verbundgeschäft ist im Jahr 2016 weiterhin durch die anhaltende Niedrigzinsphase, die Auswirkungen der Regulatorik sowie die Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung geprägt.

Die Sparkasse Mainz bietet zusammen mit den leistungsstarken Produktspezialisten der Sparkassen-Finanzgruppe ihren Kunden in jeder Lebensphase bedarfsorientierte Produktlösungen.

In den Bereichen Geldanlage, Vermögensbildung und Vermögensverwaltung zeigte sich erneut die erfolgreiche Aufstellung unseres Hauses im Verbund mit dem Wertpapierhaus der Sparkassen, der DekaBank. Wie im Vorjahr konnte die Deka auch im Jahr 2016 wieder mehrfach namhafte Auszeichnungen und hervorragende Ratings erzielen. Das hierdurch weiter gestiegene Renommee unseres Wertpapierhauses schlug sich im Interesse unserer Kunden an den Produkten der Deka nieder. Dabei standen insbesondere Zertifikate im Fokus. Der Absatz in diesem Bereich verdreifachte sich. Die Sparkasse Mainz konnte sich dadurch im Verbandsgebiet (23 Institute) unter den Top 7 platzieren. Hierzu trugen auch die exklusiv für unser Haus und die Nachbarsparkassen Worms-Alzey-Ried und Rhein-Nahe aufgelegten Sonderprodukte der DekaBank anlässlich des 200-jährigen Rheinhessen-Jubiläums bei.

Dank der Fusion der beiden Landesbausparkassen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zur LBS Südwest in 2016 profitieren die Kunden der Sparkasse Mainz von der gebündelten Kompetenz der nun größten Landesbausparkasse Deutschlands. Die Tarife wurden von unseren Kunden gut angenommen. Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist der Abschluss eines Bausparvertrages nach wie vor ein beliebter Meilenstein auf dem Weg in die eigenen vier Wände.

Die Absatzsteigerung im Bereich der Riester-Tarife sowie die Erhöhung der durchschnittlichen Bausparsumme zeigen den hohen Stellenwert von Wohneigentum bei Jung und Alt.

Auch im Versicherungsgeschäft, der wichtigen Absicherung von Risiken im Personen- und Sachbereich, konnte die Sparkasse Mainz im Jahr 2016 an die Erfolge von 2015 anknüpfen. Insbesondere beim  Thema „Altersvorsorge“  lag der Fokus weiterhin auf dem Lösungskonzept „SV-IndexGarant“. Die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr belegen die positive Entwicklung: Die Sparkasse Mainz konnte gemeinsam mit der SV SparkassenVersicherung sowohl bei den Verträgen als auch beim Volumen eine Steigerung von jeweils rund 40 Prozent erzielen.

Die SV SparkassenVersicherung als der Versicherungs-Verbundpartner der Sparkasse Mainz ist auch überregional eine Größe. Zweitgrößter Gebäudeversicherer, zweitgrößter Feuerversicherer, viertgrößter  Sachversicherer, fünftgrößter Industrie-Sachversicherer. Die Fokus Money Studie 2016 (Ausgabe 19/2016) zeichnet die SV mit der fairsten Kundenberatung und der höchsten Nachhaltigkeit und Verantwortung aus.

Im Jahr 2016 konnte die S Immofinanz Mainz GmbH als 100 %ige Tochter der Sparkasse Mainz an ihre Erfolge erneut anknüpfen. Auch im Maklergeschäft  profitierten die Kunden von den Vorteilen der ganzheitlichen Beratung der Sparkasse Mainz. Dabei spielen der Allfinanz-Gedanke, das Fachwissen unserer Beraterinnen und Berater sowie die gute Marktpositionierung in Mainz eine entscheidende Rolle.

Dies zeigt sich auch in der Vermarktung des Neubauprojektes CAMPO NOVO MAINZ. Hier entstehen seit Anfang des Jahres 2016 Studenten- und Businesswohnungen, an deren Exklusivvertrieb die S Immofinanz Mainz GmbH beteiligt ist. Damit bietet die Sparkasse Mainz in der größten Studentenstadt des Landes Rheinland-Pfalz wertvollen Wohnraum sowie eine attraktive Anlagemöglichkeit.

9. Investitionen

Anfang des Jahres wurden die Rufnummern unserer Telefonanlage auf ein einheitliches Rufnummernkonzept umgestellt. Hierdurch ist technisch die noch stärkere Einbeziehung des Kundenservice-Centers gewährleistet.

Im Juni eröffnete unser neues BeratungsCenter in Oppenheim. Es wurde dabei Wert auf viel Raum für die Beratung gelegt. Durch das moderne Design konnten beste Bedingungen geschaffen werden für eine offene Kommunikation zwischen Kunde und Sparkassenteam.

Insgesamt arbeiten 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses in Oppenheim. Neben Kundenberatung und Service stehen hier Spezialberater für die gesamte Angebotspalette zur Verfügung. Darüber hinaus wurden auch die Geschäftszeiten um 7,5 Stunden pro Woche deutlich erweitert. Ergänzt werden diese um Beratungszeiten außerhalb der regulären Zeiten. Zentral im Gewerbegebiet gelegen, bietet der neue Standort rund um die Uhr einen umfangreichen Selbstbedienungsbereich. Dadurch konnte die SB-Stelle im gegenüberliegenden SBK-Markt in das neue BeratungsCenter umziehen.

In Ober-Olm wurde die SB-Stelle an einen deutlich attraktiveren Standort verlagert. Unsere Kunden finden den Geldautomaten nunmehr auf dem Parkplatz des Aldi-Marktes, in unmittelbarer Nähe zum REWE-Einkaufsmarkt, angesiedelt.

10. Personal

Die Sparkasse beschäftigte Ende 2016 insgesamt 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Bezügen (ohne Vorstand), darunter 138 Teilzeitbeschäftigte und 31 Auszubildende. Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist somit zum Stichtag 31.12.2016 gegenüber dem Vorjahreswert (454) rückläufig.

Der Personalaufwand ging ggü. dem Vorjahr um ca. 100 T€ auf 24.874 T€ zurück. Hier stehen den tarifvertraglichen Gehaltssteigerungen Einsparungen durch den rückläufigen Personalbestand entgegen.

Das 2010 eingeführte System zur Prämierung überdurchschnittlicher Leistungen im Markt wurde in 2016 erfolgreich weitergeführt und es wurden 119 T€ an die Mitarbeiter und Führungskräfte in den Marktbereichen ausgeschüttet.

Schwerpunkte unseres betrieblichen Weiterbildungsangebotes im Jahr 2016 waren die Schulungen zu den Themen Deka-Zukunftsplan, IndexGarant, Zertifikate mit erhöhten Risikostufen sowie Workshops zur Immobilienvermittlung. Des Weiteren erfolgte der Auftakt zum Programm SV (Sparkassenversicherung) 100+, welches diverse Seminarreihen in 2017 nach sich ziehen wird. Unser Fortbildungsangebot von insgesamt 115 Veranstaltungen wurde in 1.488 Fällen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen. Diese Zahlen zeigen erneut, dass die Sparkasse Mainz sehr großen Wert auf aktuelle Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legt, um den Kunden Bestleistungen in Service und Beratung bieten zu können.

Die zur Abschlussprüfung vorgesehenen Auszubildenden schlossen ihre Berufsausbildung ausnahmslos erfolgreich ab. Sie erhielten teilweise eine zunächst befristete Übernahmeofferte. Wir freuen uns über das positive Abschneiden unseres Nachwuchses und werten dies als einen deutlichen Hinweis auf den weiterhin hohen Qualitätsstandard unserer Ausbildung.

Im Jahr 2016 wurden erneut drei Altersteilzeit-Vereinbarungen abgeschlossen. Somit bestehen zurzeit insgesamt 25 Vereinbarungen auf Basis der Dienstvereinbarung aus dem Jahr 2011.

Das seit vielen Jahren bewährte System der variablen Arbeitszeit wurde im Jahr 2016 unverändert weitergeführt

11. Finanzlage

Die Sparkasse war aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit zahlungsbereit.

Dabei bilden die Rechtsgrundlagen zur Liquiditätssteuerung der Kreditinstitute auf europäischer Seite die Capital Requirements Regulation (CRR), ausgestaltet durch die Liquiditätsdeckungsanforderungen (LCR), sowie auf nationaler Ebene die Bestimmungen der Liquiditätsverordnung.

Die CRR als übergeordnetes Recht erlaubt die parallele Weiterführung bisheriger nationaler Liquiditätsanforderungen, bis die LCR mit einem Erfüllungsgrad von 100 Prozent verbindlich einzuhalten sind. Damit gilt die Liquiditätsverordnung derzeit weiter.

Gleichwohl waren durch unser Haus alle zur bankenaufsichtsrechtlichen Beurteilung der Liquiditätslage geltenden Normen durchgehend eingehalten.

Zur Erfüllung der Mindestreservebestimmungen wurden stets ausreichende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten.

Anzeichen für eine künftige Beeinträchtigung der Finanz- und Liquiditätslage sind auf der Basis unserer vorausschauenden Planungsrechnung nicht erkennbar.

12. Ertragslage

Die Darstellung der Ertragslage erfolgt auf Basis der Systematik des Betriebsvergleichs der Sparkassen.

Das Zinsgeschäft ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle unserer Geschäftstätigkeit. Gleichwohl reduzierte sich das Zinsergebnis aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Niedrigzinsumfeld um 1,9 Mio. € auf nunmehr 40,6 Mio. €. Der Rückgang fiel damit um 1,3 Mio. € niedriger aus als erwartet.

Der Provisionsüberschuss fiel im Jahr 2016 mit einem Wert von 15,7 Mio. € um 1,4 Mio. € höher aus als im Vorjahr und lag damit um 1,9 Mio. € über dem Planungsniveau. Somit bewegt sich der Bruttoertrag in Höhe von 57,5 Mio. € als Summe von Zins- und Provisionsergebnis und sonstigem ordentlichen Ertrag mit einem leichten Minus von 0,6 Mio. € nahezu auf dem Level des Vorjahres. Die Planungen wurden somit um 3,5 Mio. € übertroffen.

Der Verwaltungsaufwand konnte – trotz Tarif- und Preissteigerungen – gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 mit einem Wert von 38,7 Mio. € leicht verringert werden und entsprach weitgehend den Planungen.

Die Ertragslage unserer Sparkasse bleibt nachhaltig solide. Eine vergleichende Betrachtung der Betriebsergebnisse vor Bewertung im Zeitverlauf bestätigt diese stabile Entwicklung. Mit einem absoluten Wert von 18,8 Mio. € oder 0,88 Prozent der DBS konnten wir das Betriebsergebnis vor Bewertung gegenüber dem Vorjahr nahezu bestätigen. Gegenüber den Planungen ergab sich hier eine Ergebnisverbesserung um rund 3,8 Mio. € oder 0,17 Prozent der DBS. Die Cost-Income-Ratio blieb mit 66,9 Prozent auf Vorjahresniveau.

Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft war mit 0,7 Mio. € positiv. Eine ausgewogene Risikopolitik und modernste Instrumente zur Steuerung des Adressen-risikos wirken sich nach wie vor günstig auf das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft aus. Bei den Wertpapieren entstand ein negatives Bewertungsergebnis in Höhe von 0,4 Mio. €. Es erfolgte erneut eine Dotierung des „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ nach § 340g HGB. Das Betriebsergebnis nach Bewertung lag mit 20,1 Mio. € – insbesondere aufgrund des positiven Bewertungsergebnisses – um 3,4 Mio. € über Vorjahresniveau.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 2,1 Mio. € blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Somit wurde wiederum eine nennenswerte Aufstockung der anrechenbaren Eigenmittel unserer Sparkasse vorgenommen. Die Ausstattung an Eigenmitteln bietet derzeit ausreichend geschäftspolitischen Spielraum.

Die Kennziffer für unsere Kapitalrendite beläuft sich auf 0,61 Prozent. Sie errechnet sich als Quotient aus Nettogewinn zzgl. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und Vorjahresbilanzsumme.

13. Vermögenslage

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung der geltenden handels- und steuerrechtlichen Vorschriften bilanziert. Der Wertpapier-bestand wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die aus dem Verhältnis der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel zu der Summe der risikogewichteten Forderungsbeträge gemäß CRR errechnete Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) lag Ende 2016 bei 14,90 Prozent und damit deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestgrenze.

Die Bilanzstruktur der Sparkasse ist auf der Passivseite geprägt durch die Fremdmittel von Kunden. Auf der Aktivseite kommt den Ausleihungen an Kunden die größte Bedeutung zu.

14. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unsere wettbewerbsstarken Finanzdienstleistungsangebote, ein leistungsfähiges Vertriebsnetz, das auf vielfältigen Wegen die Nähe zu unseren Kunden sicherstellt, sowie eine solide wirtschaftliche Verfassung waren auch im Jahr 2016 die Garanten für unseren geschäftlichen Erfolg.

Durch die vorgesehene Gewinnzuführung und weitere Dotierungen des „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ nach § 340g HGB wird unser wirtschaftliches Fundament weiter gestärkt. Insgesamt sind wir mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation unseres Hauses zufrieden.

Die im zurückliegenden Lagebericht getroffenen Prognosen zu den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen haben sich erfüllt bzw. konnten verschiedentlich sogar übertroffen werden. So lagen Zinsüberschuss und Provisionsergebnis über den Erwartungen. Dies führte dann auch, bei einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht reduzierten ordentlichen Aufwand, nahezu zu einem Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau. Eine nennenswerte Abweichung ist noch beim Bewertungsergebnis für das Kreditgeschäft zu verzeichnen. Hier führte insbesondere unsere moderate Risikopolitik wiederum zu einem positiven Bewertungsergebnis.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres lagen bis zum Berichtszeitpunkt nicht vor.

15. Risikomanagement

Risikotragfähigkeit und Risikostrategie

Risikoverständnis und Risikoneigung

Unter dem Begriff „Risiko“ verstehen wir eine Verlust- oder Schadensgefahr, die durch zukünftige Entwicklungen, die ungünstiger als erwartet oder sogar existenzbedrohend verlaufen, entsteht. Neben Kapitalrisiken werden auch negative Auswirkungen auf die Liquiditätssituation sowie auf die Ertragslage der Sparkasse als Risiko gesehen.

Die Grundlage unseres Risikomanagements bildet eine nachhaltige ertrags- und wertorientierte Risikopolitik, deren elementare Entscheidungskriterien die Risikotragfähigkeit und die Risiko-Chance-Relation darstellen. Alle risikorelevanten Entscheidungen unterliegen dem Primat der Risikodeckung, d.h. es ist stets zu gewährleisten, dass das gesamte eingegangene Risiko die vorhandenen Deckungsmassen nicht übersteigt. Auf Basis der Risikotragfähigkeitsbetrachtung sowie dem dazu konsistenten Limitsystem stellen wir sicher, dass sich die Sparkasse die Risiken auf Gesamtbankebene sowie auf Einzelgeschäftsebene leisten kann. Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen müssen dabei stets eingehalten werden, so dass auch bei Risikoeintritt die jederzeitige und uneingeschränkte Fortführung des Geschäftsbetriebes gewährleistet ist. Vor Übernahme eines Risikos wird das zweite Entscheidungskriterium, das Risiko-Chance-Verhältnis, analysiert. Bei günstigem Risiko-Chance-Profil werden Risiken bewusst eingegangen, bei ungünstigem Profil erfolgt eine Risikovermeidung oder -verminderung. Sofern der potenzielle Schaden vertretbar ist und Steuerungsmaßnahmen betriebswirtschaftlich ineffizient wären, werden Risiken akzeptiert. Risikokonzentrationen sollen grundsätzlich vermieden werden. Zudem muss eine ausreichende Zahlungsfähigkeit gewährleistet sein. Die Sparkasse Mainz verfolgt somit eine moderate Risikopolitik.

Risikotragfähigkeit

In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wird unter der Risikotragfähigkeit die Fähigkeit verstanden, Risiken durch das so genannte Risikodeckungspotenzial abzuschirmen. Die Risikotragfähigkeit ist also dann gegeben, wenn alle (wesentlichen) Risiken der Sparkasse – unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen – laufend das Risikodeckungspotenzial unterschreiten. Mit der Risikotragfähigkeitskonzeption erfolgt eine aggregierte Betrachtung der Risikosituation auf Institutsebene. Grundsätzlich kann die Ermittlung der Risikotragfähigkeit in drei verschiedenen Sichtweisen – der „wertorientierten“, der „periodischen“ und der „regulatorischen“ – erfolgen. Neben der von uns priorisierten wertorientierten Sichtweise berechnen wir die Risikotragfähigkeit auch für die periodische Sicht. Die regulatorische Betrachtung wird allen Instituten gesetzlich abverlangt und ist eng mit der GuV-/Bilanzsicht verknüpft. Dabei sehen wir die wertorientierte und die periodische Risikotragfähigkeit jeweils als eigenständigen Steuerungskreis an. Durch die parallele Ermittlung der Risikotragfähigkeit nach wertorientierten und periodischen Kriterien wird den Grenzen eines Steuerungskreises Rechnung getragen. Die regulatorische Sicht ist integraler Bestandteil der beiden anderen.

Grundsätzlich ist unsere Risikosteuerung an der Unternehmensfortführung ausgerichtet, d.h. die Sparkasse soll im Verlustfall weitergeführt werden. Dabei ist die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Mindestkennzahlen von existenzieller Bedeutung. In der periodischen Sichtweise wird von der Geschäftsleitung ein daran ausgerichteter Anteil am Risikodeckungspotential definiert, der im Verlustfall nicht überschritten werden darf. Jährlich wird von der Sparkasse eine Kapitalplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt. Zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung im Risikofall wird ausgehend von den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen eine interne Eigenkapital-Mindestkennziffer unter Berücksichtigung des periodischen Gesamtbanklimits festgelegt.

Als primär betriebswirtschaftliche Perspektive – welche in erster Linie wichtige Steuerungsimpulse liefern soll – sehen wir die Wertorientierung an. Das Gesamtbanklimit wird hier auf Basis mehrerer Leitplanken (u.a. Parameter der Risikomessung, Überlebenshäufigkeit) festgelegt. Um eine ganzheitliche Risikosteuerung zu gewährleisten, wird die wertorientierte Risikobetrachtung durch eine Art „Gone-Concern“-Ansatz komplettiert, welcher sich vornehmlich in der Strenge der Parameter für die Risikomessung und -aggregation vom „Normal-Case“ unterscheidet.

Risikostrategie

Die Risikotragfähigkeit stellt die Grundlage für die Risikostrategie dar, in welcher die Ziele der Risikosteuerung und die zu ihrer Erreichung erforderlichen Maßnahmen für einen angemessenen Planungszeitraum definiert werden. Ausgehend von der Analyse der Haupteinflussfaktoren auf unsere Risikosituation – Konjunktur und Aufsichtsrecht –, haben wir strategische Ziele festgelegt, welche insbesondere die jederzeitige Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sowie eine angemessene Liquiditätsausstattung sind. Zur Vermeidung von Risikokonzentrationen wird eine ausgewogene Portfoliostruktur angestrebt, was auch durch bewusste Nutzung von Diversifikationseffekten erreicht werden soll. Hierzu werden Risikokonzentrationen sowohl auf Einzelrisikoebene als auch risikoarten-übergreifend untersucht. Die so genannten Inter-Risikokonzentrationen, die durch den Gleichlauf von Risikofaktoren bzw. Interaktion zwischen den Risikofaktoren entstehen, fließen durch Korrelationsannahmen in die Berechnung der wertorientierten Risikotragfähigkeit ein. Zusätzlich werden die Zusammensetzung des Ertrags der Sparkasse ermittelt und die Schwerpunkte identifiziert.

Auf Basis der allgemeinen Risikostrategie – den Risikogrundsätzen – haben wir Teilstrategien für die wesentlichen Risikoarten erstellt, welche auch Risiko-toleranzen, wie z.B. Limite oder zulässige Geschäfte, enthalten. Als die für uns wesentlichen Risiken sehen wir das Adressen-, Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Spread-, Beteiligungs- und Aktienkursrisiko, die operationellen Risiken sowie die Risiken aus nicht zerlegbaren kombinierten Produkten an. Aufgrund der aktuellen Marktsituation wurde das Ertragsrisiko (Geschäftsmodellrisiko) als wesentlich eingestuft. Durch das anhaltende Niedrigzinsniveau fällt es Kreditinstituten zunehmend schwerer, ausreichende Erträge aus dem Zinsgeschäft zu generieren. Als Folge davon schrumpft die Zinsspanne kontinuierlich und das Ertragsrisiko steigt. Vervollständigt wird das Strategiewerk für das Risikomanagement durch die mittelfristige Kapitalplanung.

Auch für Risiken, die als nicht wesentlich i. S. der MaRisk eingestuft sind, hat die Sparkasse – je nach Relevanz des Risikos – Steuerungsmodelle und -prozesse eingerichtet (z.B. für das Absatzrisiko). Die nachfolgenden Ausführungen konzentrieren sich auf die für das Institut wesentlichen Risiken.

Kreditrisikostrategie

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung streben wir für 2017 ein moderates Wachstum, mit dem Fokus auf Kunden mit guter bis mittlerer Bonität, an.

Die Sparkasse Mainz konzentriert sich hierbei als regional tätiges Institut grundsätzlich auf das Stadtgebiet von Mainz sowie die im Umkreis liegenden Gemeinden.

Mit der Branchenstruktur des Kreditportfolios sind derzeit keine besonderen Risiken verbunden, so dass für unseren Planungszeitraum unter Risikoaspekten eine weitgehende Beibehaltung der ausgewogenen Portfoliostruktur angestrebt wird. Soweit dennoch Kreditrisiken akut geworden sind, werden diese aufgrund der getroffenen Risikovorsorge angemessen abgeschirmt.

Beteiligungsstrategie

Die Sparkasse Mainz verfolgt mit ihrer Beteiligungspolitik verschiedene Zielsetzungen und unterscheidet zwischen strategischen Beteiligungen, Funktions- und Kapitalbeteiligungen. Unsere Anforderungen auf strategischen und funktionalen Geschäftsfeldern werden überwiegend durch die Verbandsbeteiligungen erfüllt. Dabei erfolgt die grundsätzliche strategische Ausrichtung der Sparkassen durch die Entscheidungen der maßgeblichen Gremien auf Bundes- und Landesebene. Die Sparkasse Mainz wirkt an dieser strategischen Ausrichtung durch Mitgliedschaften in den verschiedenen Gremien mit.

Marktpreisrisikostrategie

Marktpreisrisiken werden – unserer moderaten Risikopolitik folgend – nur eingegangen, sofern die vorhandenen Deckungsmassen hierfür ausreichen und das Risiko-Chance-Verhältnis günstig erscheint. Über die Limitierung auf Einzelrisiko- sowie Gesamtbankebene ist stets die Angemessenheit der Risikosituation gewährleistet.

Handelsgeschäfte werden von der Sparkasse Mainz im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen aus der Zinsbuchsteuerung, zur Diversifikation sowie zur permanenten Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität getätigt. Wir betreiben Handelsgeschäfte in Form von Geldmarkt-, Wertpapier- (incl. Publikumsfonds), Devisengeschäften und Geschäften in Derivaten. Zudem sind Gelder in Spezialfonds angelegt. Diese Handelsgeschäfte, insbesondere in Form von Wertpapiergeschäften, werden von uns zur Anlage freier Mittel getätigt. Maxime ist die Erwirtschaftung eines – auf das eingegangene Risiko bezogenen – angemessenen Ertrages unter Berücksichtigung des Liquiditätsaspekts. Dabei ist stets die Gewährleistung der Risikotragfähigkeit zu beachten. Grundsätzlich werden keine Handelsgeschäfte i.S. des aktiven Eingehens von Positionen getätigt, um durch kurzfristigen Wiederverkauf von erwarteten Preis- bzw. Kursänderungen zu profitieren. Die Sparkasse Mainz ist ein Nichthandelsbuchinstitut. Wir tätigen Handelsgeschäfte mit ausgewählten Emittenten und Kontrahenten im Rahmen vorgegebener Höchstgrenzen. Emittenten- und Kontrahentenrisiko werden über ein geeignetes Limitsystem begrenzt. Hierzu gehören auch Höchstgrenzen für einzelne Geschäftsarten.

Risikokonzentrationen sollen nach unserer übergeordneten Risikostrategie grundsätzlich vermieden werden. Neben der impliziten Berücksichtigung von Konzentrationen in der Risikomessung werden alle Assets – sofern möglich – in den entsprechenden Risikopositionen berücksichtigt.

Für die wesentlichen Marktpreisrisiken – Zinsänderungs-, Aktienkurs- und Spreadrisiko sowie die Risiken aus kombinierten Produkten – haben wir detaillierte Strategien entwickelt.

Zinsbuchstrategie

Das Zinsänderungsrisiko wird von uns wertorientiert gesteuert. Dabei legen wir unserer Steuerung einen passiven Managementstil zu Grunde, d.h. es wird die Abbildung einer Benchmark angestrebt. Die Festlegung der Benchmark dokumentiert die anvisierte Risiko-Chance-Relation sowie den Grad der Fristentransformation und erfolgt unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit. Im jährlichen Turnus wird die Benchmarkfestlegung überprüft. Wir haben unsere Benchmark unverändert beibehalten, wobei strategisch eine sukzessive Reduzierung der Fristentransformation angestrebt wird.

Die Ableitung von Steuerungsmaßnahmen erfolgt nach Maßgabe wertorientierter Kriterien. Ergänzend fließt die Auswirkung der Maßnahmen in der Gewinn- und Verlustrechnung in die Entscheidungsfindung ein.

Aktienbuchstrategie

Zur Risikodiversifizierung investieren wir moderat in die Assetklasse Aktien. Dabei sind die Investitionen im Volumen begrenzt sowie auf ausgewählte Marktsegmente konzentriert. Diese Vorgaben werden auf Basis der Risikotragfähigkeit und des Risiko-Chance-Verhältnisses festgelegt. Eine Erhöhung des relativen Aktienkursrisikos ist nicht angedacht.

Strategie Spreadrisiko

Spreadrisiken werden in einem überschaubaren Rahmen zur Erzielung höherer Erträge eingegangen. Beim Kauf von Wertpapieren für die hochliquiden Aktiva der Liquidity Coverage Ratio wird vornehmlich in öffentliche Anleihen und Pfandbriefe investiert. Dabei ist auch die Auswahl von Emittenten der sogenannten „Peripherie“ möglich. Sofern in Banktitel investiert wird, erfolgt dies bevorzugt im Rahmen des Haftungsverbundes der Sparkassenorganisation. Darüber hinaus können Investitionen in Unternehmensanleihen mit einem Mindestrating zur Beimischung getätigt werden.

Strategie Kombinierte Produkte

Die Umsetzung der Assetstrategien kann im Einzelfall auch über Publikumsfonds realisiert werden. Darüber hinaus können Investitionen in weitere Assets über Fonds erfolgen. Eine Risikoausweitung ist nicht vorgesehen.

Liquiditätsrisikostrategie

Übergeordnetes Ziel der Liquiditätssteuerung ist die jederzeitige Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit – ohne dabei den Rentabilitätsaspekt zu vernachlässigen.

Strategie Operationelle Risiken

Die Heterogenität operationeller Risiken lässt keine allgemein gültige Aussage über den Umgang mit identifizierten Risiken zu. Aus diesem Grund entscheiden wir im Einzelfall über die Strategie zur Risikobeeinflussung und -steuerung (Risikovermeidung, -verminderung, -transfer oder -akzeptanz). Ergänzt werden die allgemeinen Leitlinien für operationelle Risiken von der Personalstrategie und der Ressourcenstrategie für Investitionen, Prozesse und IT.

Ertragsrisiko

Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes steigt der Druck auf die Zinsspanne und damit auf das Betriebsergebnis. Das Ertragsrisiko steht im Fokus unserer Geschäftsstrategie, in der die Ziele und Maßnahmen zur Stärkung der Ertragslage festgehalten werden. In der Mittelfristigen Finanz- und Geschäftsplanung sind die erwarteten Ergebnisse – unter Berücksichtigung der Inhalte aus der Geschäfts-strategie – quantitativ niedergelegt.

Risikomanagementorganisation

Nach § 25a KWG muss ein Institut über eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation verfügen, die die Einhaltung der von dem Institut zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen und der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten gewährleistet. Dies umfasst insbesondere ein angemessenes und wirksames Risikomanagement, auf dessen Basis die Risikotragfähigkeit laufend sicherzustellen ist. Das Risikomanagement beinhaltet die Festlegung von Strategien, Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren mit einem internen Kontrollsystem und einer Internen Revision. Das interne Kontrollsystem umfasst insbesondere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen mit klarer Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken.

Die MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) konkretisieren diese Anforderungen. Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements, welches die vorgenannten Anforderungen erfüllt, erfolgt stets unter Beachtung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen.

Mit der Geschäfts- und Risikostrategie legt der Vorstand, der für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation verantwortlich ist, die Eckpfeiler für das Risikomanagement der Sparkasse Mainz fest. Darüber hinaus bestimmt er über aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen und somit über alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Die Satzung, die Geschäftsanweisungen für den Kreditausschuss, den Vorstand und die Interne Revision sowie unser Risikohandbuch – in dem insbesondere die strategischen Komponenten des Risikomanagements dargestellt sind – und detaillierte Arbeitsanweisungen gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften sowie die klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten.

Die funktionale Trennung von Überwachung und Handel bzw. Markt wurde in unserem Hause auch aufbauorganisatorisch bis einschließlich der Ebene des Vorstandes umgesetzt. Dem für die Überwachung zuständigen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Mühl, sind die Organisationseinheiten „Steuerung“ und „Kredit“ unterstellt, welche die Risiken sowie die Risikotragfähigkeit auf Gesamtbankebene ermitteln, beurteilen und überwachen und alle risikorelevanten Informationen an die zuständigen Stellen weitergeben. Eine wichtige Komponente des internen Kontrollsystems ist die Risikocontrolling-Funktion. Diese ist für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken verantwortlich und hat den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen zu beraten und zu unterstützen. Die funktionale Trennung von Bereichen, die für die Initiierung bzw. den Abschluss von Geschäften zuständig sind, wurde ebenso für die Risikocontrolling-Funktion gewahrt. Dem Bereichsleiter „Steuerung“ wurde auch die Leitung der Risikocontrolling-Funktion übertragen. Mit der Compliance-Funktion, als weiteren Bestandteil des internen Kontrollsystems, soll Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegengewirkt werden. Die Interne Revision fungiert als unabhängige Kontrollinstanz und nimmt in regelmäßigen Abständen Prüfungen des Risikomanagementsystems vor.

Neben der Aufbau- und Ablauforganisation haben wir zudem personell, quantitativ wie auch qualitativ, und technisch-organisatorisch – dies umfasst insbesondere die IT-Ausstattung – die Voraussetzungen für ein angemessenes Risikomanagement geschaffen. Bevor die Sparkasse Mainz auf neuen Märkten und/oder mit neuen Produkten agiert, wird sichergestellt, dass hierfür notwendige Ressourcen und Kompetenzen vorhanden sind bzw. aufgebaut werden können. Darüber hinaus werden die Auswirkungen von internen Anpassungen der Aufbau- und Ablauforganisation sowie von Veränderungen der IT-Systeme auf die Kontrollverfahren und -intensität analysiert. Für kritische Aktivitäten und Prozesse wurde ein Notfallmanagement implementiert, um mögliche Schäden zu reduzieren und die Wiederherstellung eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes zu gewährleisten.

Die Anforderungen aus der Institutsvergütungs-Verordnung wurden beachtet.

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement hat das vorrangige Ziel, die für die Sparkasse wesentlichen Risiken rechtzeitig zu identifizieren und zu bewältigen. Es soll Risiken für die Sparkasse transparent und dadurch steuerbar machen.

Der Risikomanagementprozess beinhaltet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken und gliedert sich in mehrere Schritte. In den Phasen Risikoerkennung und -bewertung werden alle Risiken, die für uns aufgrund unserer Geschäftsstruktur bestehen können, ermittelt und nach ihrer Wesentlichkeit für die Sparkasse beurteilt. Bei der Risikomessung geht es um die Ermittlung der aus den Risiken resultierenden Verlust- bzw. Vermögensminderungspotenziale und deren Abgleich mit den festgelegten Limiten. Die hieraus gewonnenen Daten werden im Reporting systematisch aufbereitet und den Adressaten zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Risikosteuerung wird über Maßnahmen zur Risikobewältigung entschieden. Dabei sind Risikovermeidung, -verminderung und -akzeptanz als Maßnahmen anzusehen. Der Einsatz der Steuerungsinstrumente erfolgt situationsabhängig. In der ex-post-Betrachtung – der Risikokontrolle – werden die Steuerungsmaßnahmen hinsichtlich Effektivität und Effizienz überprüft. Gegebenenfalls werden erneute Handlungen im Risikomanagementprozess erforderlich.

Der Gesamtvorstand wird regelmäßig über die Risikosituation unterrichtet. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung gibt es – sofern notwendig – ad-hoc-Berichtspflichten.  Quartalsweise wird der Verwaltungsrat durch den Vorstand über die Risikosituation der Sparkasse informiert. Zudem haben wir ein Verfahren implementiert, welches prozessual sicherstellt, dass dem Aufsichtsorgan zusätzlich alle unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen unverzüglich weitergeleitet werden.

Risikosteuerung

Adressenrisiko

Die Kategorie Adressenrisiko beinhaltet die Gefahr, dass aufgrund von Bonitätsveränderungen oder des Ausfalls einer Person oder Unternehmung, zu der eine wirtschaftliche Beziehung unsererseits besteht, Verluste entstehen. In dieser Risikokategorie werden die Risikoarten Adressen-, Emittenten-, Kontrahenten-, Länder- und Beteiligungsrisiko zusammengefasst. Für uns wesentlich sind das Adressenrisiko und das Beteiligungsrisiko.

Als Verfahren zur Klassifizierung von Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft und als Risikofrüherkennungssystem setzt die Sparkasse Mainz in erster Linie das Sparkassen-StandardRating ein. Dieses System, das im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV) für den IRB-Ansatz entwickelt wurde und auch den Anforderungen der seit 01.01.2014 gültigen EU-Verordnung „Capital Requirement Regulation“ (CRR) entspricht, basiert  auf statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und sieht die unten genannten Segmente sowie 27 unterschiedliche Ratingklassen vor. Mit dem Sparkassen-StandardRating erfolgen die vor der Kreditgewährung sowie die danach jährlich oder anlassbezogen durchzuführenden Bonitätsbeurteilungen aller Kreditnehmer in den Segmenten Firmenkunden, Gewerbekunden, Freie Berufe, Geschäftskunden und Existenzgründer mit einem Gesamtkreditvolumen ab 500 T€ je Kreditnehmer.

Die Ratingnote hat zum einen Einfluss auf die Bewilligungskompetenz, zum anderen ist an die Ratingnote die Prüfungshandlung geknüpft, ob ein Engagement in der Normalbetreuung verbleibt oder in die Intensiv-, Sanierungs- oder  Abwicklungsbetreuung eingestuft wird. Ferner basiert die Festlegung der jeweiligen Kundenkondition im gewerblichen Kreditgeschäft ebenfalls auf der Bonitätseinstufung des Sparkassen-StandardRatings.

Neben dem Einsatz zur kreditnehmerbezogenen Risikoklassifizierung verwendet die Sparkasse das Sparkassen-StandardRating auch zur gesamtgeschäftsbezogenen Steuerung der Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Zu diesem Zweck wird quartalsmäßig in unserem Kreditrisikobericht eine Auswertung der im System erfassten Kreditengagements nach Rating-Klassen erstellt und dem Vorstand vorgelegt. Der Vorstand entscheidet auf Basis dieser Informationen, ob weitere Konsequenzen für das Kreditgeschäft zu ziehen sind.

Im Kreditgeschäft mit Firmen- und Gewerbekunden, Selbständigen und Freiberuflern sowie Existenzgründern, deren Gesamtkreditvolumen weniger als   500 T€ beträgt, wird das Sparkassen-KundenKompaktRating eingesetzt, das insbesondere zur laufenden Bonitätseinstufung der vorgenannten Engagements verwendet wird.

Für Objektfinanzierungen ab 500 T€ Gesamtkreditvolumen wird ergänzend das Sparkassen-ImmobiliengeschäftsRating angewandt.

Außerdem setzt die Sparkasse im Kreditgeschäft mit Privatkunden das von der „SRating und Risikosysteme GmbH (SR)“ entwickelte Sparkassen-KundenScoring ein, das vor der Kreditgewährung zur Beurteilung des jeweiligen Schuldners heranzuziehen ist und dessen Ergebnisse ebenfalls Auswirkungen auf die Bewilligungskompetenzen haben. Gleichzeitig wird mit diesem Instrument die laufende Bonitätsüberwachung im Privatkundengeschäft sichergestellt.

Die Begrenzung von Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft erfolgt bei der Sparkasse Mainz durch die Einräumung kreditnehmerbezogener Limite. Dabei wurde intern eine Blankokredithöchstgrenze auf Kreditnehmerbasis festgelegt und in der Kreditrisikostrategie verankert. Ferner strebt die Sparkasse Mainz an, den Anteil der Kommunalkredite, gemessen an der Durchschnittsbilanzsumme, unter dem Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Sparkassen zu halten. Des Weiteren hat der Vorstand festgelegt, dass – abweichend von den allgemein gültigen Bewilligungsbefugnissen – bestimmte Kreditgewährungen im Einzelfall nur vom nächsthöheren Kompetenzträger genehmigt werden dürfen bzw. ab einer bestimmten Größenordnung der Gesamtvorstand bereits im Stadium der Geschäftsanbahnung einzubeziehen ist.

Auf eine gesamtgeschäftsbezogene Limitierung der Branchenrisiken wird verzichtet. Die Beurteilung der Branchenrisiken erfolgt im Rahmen der Risikoberichterstattung. Hierzu werden für den vierteljährlichen Kreditrisikobericht Auswertungen aller Kreditengagements nach Kreditarten und Branchen erstellt. Soweit danach besondere Risiken erkennbar sind, werden im Einzelfall geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Die branchenmäßige Struktur der Ausleihungen an Unternehmungen weist gegenüber vergleichbaren Instituten keine wesentlichen Abweichungen auf. Das Adressenrisiko stellt für uns ein wesentliches Risiko dar. Daher achten wir auf eine ausgewogene Risikostruktur in unserem Kreditportfolio. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Verbesserung der Risikosituation ergriffen.

Ein geeignetes Mittel zur modernen Steuerung der Risiken im Kreditportfolio bilden Transaktionen im Zusammenhang mit dem Sparkassen-Kreditbasket, an denen sich die Sparkasse Mainz zum ersten Mal im Jahr 2013 beteiligt hat. Die Teilnahme in der Funktion als Sicherungsnehmer (Originator) und zugleich als Sicherungsgeber (Investor) führt zu einer Risikodiversifikation bei den in unserem Portfolio vorhandenen Bonitätsrisiken. Durch die bundesweite Ausrichtung dieses Risikosteuerungsinstruments wird dieser Effekt noch verstärkt. Nach positiven Erfahrungen aus unseren bisherigen Teilnahmen plant die Sparkasse Mainz auch künftig regelmäßig an Kreditbasket-Transaktionen teilzunehmen. Im Jahr 2016 wurde zur Erweiterung unseres Instrumenten-Portfolios ein Credit-Default-Swap (CDS) als Testgeschäft mit geringem Volumen abgeschlossen. Es ist vorgesehen – sofern sinnvoll – dieses Instrument zur Steuerung des Adressenrisikos auch in Zukunft einzusetzen.

Neben den vorgenannten Maßnahmen erfolgt auch eine barwertorientierte Ermittlung des Adressenrisikos mittels der Software Credit-Portfolio-View (CPV). Hierzu wird monatlich der Value-at-Risk des Kreditportfolios mit einem Konfidenzniveau von 99 Prozent und einem Planungshorizont von einem Jahr simuliert. Die Ergebnisse sowie hieraus gegebenenfalls abzuleitende Maßnahmen zur Risikosteuerung werden dem Vorstand monatlich reportet. Das Limit für das wertorientierte Kreditrisiko war in 2016 stets eingehalten. Der Value-at-Risk betrug zum 31.12.2016 ca. 19 Mio. €. In der periodischen Sichtweise wurde das Risikolimit  ebenfalls eingehalten.

Konzentrationsrisiken werden beim Adressenausfallrisiko nicht gesehen.

Im Sinne einer angemessenen Risikovorsorge bildet die Sparkasse Mainz bei Forderungen, bei denen aufgrund einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners nicht mehr von einer vollständigen Zahlung der Zins- und Tilgungsleistungen ausgegangen wird, Einzelwertberichtigungen. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich am Blankoanteil des Kreditnehmers. Ermittelt wird der Blankoanteil, indem die offene Restforderung um den Realisationswert der Sicherheiten gemindert wird. Somit wird lediglich für den unbesicherten Teil des Engagements eine Einzelwertberichtigung gebildet. Kriterien für die Bildung der Risikovorsorge sind in erster Linie die Ertrags- und Vermögenssituation des Kreditnehmers, die Kapitaldienstfähigkeit sowie die Liquiditätssituation. Lässt die Gesamtsituation auf eine Gesundung des Kreditnehmers schließen, wird die gebildete Einzelwertberichtigung wieder aufgelöst. Erkenntnisse über wesentliche Verbesserungen der Bonität des Schuldners oder die Zunahme der Werthaltigkeit der Sicherheiten können auch zur teilweisen Auflösung der Einzelwertberichtigung führen.

Der im Zusammenhang mit der Ermittlung der Risikopositionen verwendete aufsichtsrechtliche Ansatz ist der Kreditrisikostandardansatz (KSA).

Das Beteiligungsrisiko wird von uns im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung monatlich wertorientiert über eine historische Simulation ermittelt. Dabei liegen der Value-at-Risk-Berechnung die Parameter Konfidenzniveau 99 Prozent und Haltedauer ein Jahr zu Grunde. Zum Jahresultimo lag der Value-at-Risk bei rund 14 Mio. €. Zusätzlich berechnen wir das Risiko aus Beteiligungen für die periodische Risikotragfähigkeit über eine Verlustquote. In beiden Sichtweisen bewegte sich das Beteiligungsrisiko 2016 stets innerhalb der Limite.

Adressenrisiken aus Handelsgeschäften bezeichnen die Gefahr von Schuldnerausfällen verbriefter Forderungen (Emittentenrisiko) sowie von Ausfällen der Gegenpartei bei schwebenden Geschäften (Kontrahentenrisiko). Emittenten- und Kontrahentenrisiken werden im Rahmen des wöchentlichen Risikocontrollings quantifiziert und die Limitauslastung, welche in 2016 kurzfristig über 100 Prozent lag, ermittelt. Handelsgeschäfte sind nur mit den in der „Positivliste“ aufgeführten Kontrahenten und Emittenten sowie innerhalb der vorgegebenen Höchstgrenzen zulässig. Die in Arbeitsanweisungen dokumentierten Bonitätsvorgaben der Sparkasse stellen zusätzlich eine qualitative Limitierung der Risiken dar.

Marktpreisrisiko

Unter der Kategorie Marktpreisrisiko wird die Gefahr verstanden, dass sich durch eine Veränderung der Marktlage die Preise von Finanztiteln und Sachgütern zu Ungunsten unserer Sparkasse entwickeln. Alle Marktpreisrisiken können bei handelsrechtlicher Betrachtung zum Bewertungsstichtag (Bilanzstichtag) zu Abschreibungen oder am Realisationsstichtag zu Verlusten führen. Bei wertorientierter Betrachtung kann eine Barwertminderung eintreten. Das Marktpreisrisiko gliedert sich in die Risikoarten Zinsänderungs-, Spread-, Aktienkurs-, Währungs-, Rohwaren-, Options- und Immobilienrisiko sowie Risiken aus nicht zerlegbaren kombinierten Produkten. Die für uns wesentlichen Marktpreisrisiken stellen das Zinsänderungs-, Spread- und Aktienkursrisiko sowie die Risiken aus nicht zerlegbaren kombinierten Produkten dar.

Das Zinsänderungsrisiko wird von uns wertorientiert nach dem Performance-Konzept  gesteuert. Auf Grundlage des Gesamtbank-Cash-Flows werden der für das Zinsbuch erwartete Ertrag (Chance) und das eingegangene Risiko in Relation gesetzt und mit dem Risiko-Chance-Verhältnis der von uns gewählten Benchmark verglichen. Der Gesamtbankzahlungsstrom enthält alle zinstragenden Positionen, sowohl fest- als auch variabel verzinsliche. Für variable Produkte – also Produkte ohne vertraglich fixierte Fristen oder Bemessungsvorschriften für die Zinsanpassung – werden Ablauffiktionen nach der Methode „Gleitender Durchschnitt der Marktzinssätze“ generiert. Produkte mit so genannten impliziten Optionen werden unterschiedlich in der Zinsbuchsteuerung behandelt. Darlehen, die über Sondertilgungsrechte verfügen, fließen mit ihrer vertraglichen Zinsbindung in den Zahlungsstrom. Dagegen werden die Kündigungsrechte im Zuwachssparen, differenziert nach dem Ausübungsverhalten der Kunden, als Cash-Flow-Korrektur erfasst. Statistische Ausübungen werden im regulären Steuerungs-Cash-Flow berücksichtigt. In einer Szenarioanalyse erfolgt zusätzlich eine Anpassung des Zahlungsstroms für die optionalen Ausübungen. Dieser Szenario-Cash-Flow wird auch zur Bestimmung des aufsichtsrechtlichen Zinsrisikokoeffizienten für einen Zinsschock von +200 Basispunkten herangezogen.

Zur barwertigen Messung des Zinsänderungsrisikos simulieren wir monatlich mittels der so genannten „Modernen Historischen Simulation“ den Value-at-Risk des Zinsbuches mit den Parametern Konfidenzniveau 95 Prozent und Haltedauer drei Monate. Durch unser Limitsystem werden zum einen der Value-at-Risk, bezogen auf den jeweiligen Barwert (Verlustlimit), und zum anderen das Abweichungsrisiko von der Benchmark (Abweichungslimit) begrenzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Verlustlimit stets eingehalten. Zu einem Stichtag wurde das Limit für das Abweichungsrisiko überschritten. In der Risikotragfähigkeitsbetrachtung wird der Value-at-Risk für ein Konfidenzniveau von 99 Prozent und eine Haltedauer von einem Jahr simuliert. Das entsprechende Limit, welches konsistent zu dem vorgenannten Verlustlimit festgelegt wird, wurde 2016 nicht überschritten. Zum 31.12.2016 lag der Value-at-Risk des Zinsbuches (99 Prozent, 1 Jahr) bei rund 27 Mio. €. Die Performance wird ex ante sowie ex post ermittelt.

Aufsichtsrechtlich vorgeschrieben, berechnet die Sparkasse die Ausprägung des so genannten Zinsrisikokoeffizienten. Der Barwertverlust bei Eintritt eines aufsichtlich vorgegebenen Zinsschocks, welcher z. Zt. über Nacht +200 bzw. -200 Basispunkte beträgt, wird in das Verhältnis zu den Eigenmitteln gesetzt. Kreditinstitute mit einem Koeffizienten von >20 Prozent werden von der Aufsicht als „Institute mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko“ klassifiziert, was nicht per se kritikwürdig seitens der Aufsicht ist. Vielmehr ist die gesamte Risikotragfähigkeit entscheidend. Die Sparkasse Mainz wies 2016 einen Koeffizienten >20 Prozent aus. Per 31.12.2016 beläuft sich der Barwertrückgang bei einer unterstellten Zinserhöhung von 200 Basispunkten overnight auf ca. 37 Mio. € oder rund 21 Prozent der Eigenmittel.

Die Sparkasse hat zum Jahresultimo die „Verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs“ durchgeführt. Bei der Gegenüberstellung des Barwertes nach Risiko- und Verwaltungskosten mit dem Netto-Buchwert der Zinspositionen ergab sich ein Barwertüberschuss, so dass keine Drohverlustrückstellung zu bilden war.

Aktien und Aktienderivate wurden 2016 in unseren Spezialfonds zur Risikodiversifikation gehalten. Mögliche Marktsegmente und das maximal zulässige Investitionsvolumen wurden über die Anlagerichtlinien vorgegeben. Das wertorientierte Aktienkursrisiko wird von uns im monatlichen Turnus über eine historische Simulation ermittelt. Der Risikoberechnung liegen die Parameter Konfidenzniveau 99 Prozent und Haltedauer ein Jahr zu Grunde. In 2016 wurde das Limit stets eingehalten. Zum Jahresultimo betrug der Value-at-Risk rund 7 Mio. €.

Das Risiko aus kombinierten Produkten wird ebenfalls monatlich für ein Konfidenzniveau von 99 Prozent und einen Planungshorizont von 1 Jahr errechnet. In 2016 bewegte sich das Risiko innerhalb des Limits, bei einem Risiko zum 31.12.2016 von rund 2 Mio. €.

Im monatlichen Turnus erfolgt ein Reporting der vorgenannten wesentlichen Marktpreisrisiken an die Mitglieder des Dispositionsausschusses. Dieses Gremium ist verantwortlich für die Asset-Allokation sowie die Steuerung der Marktpreisrisiken. Somit überwacht die Sparkasse zeitnah die Entwicklung von Risiko und Performance und ist in der Lage, kurzfristig Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos setzte die Sparkasse im abgelaufenen Geschäftsjahr Zins-Futures sowie temporär Optionen auf Zins-Futures in ihren Spezialfonds ein. Zudem befanden sich Zins-Swaps zur allgemeinen Absicherung sowie als Micro-Hedge im Portfolio. Die Höhe des Aktienkursrisikos wurde durch den Einsatz von Aktienfutures und -optionen in den Spezialfonds gezielt gesteuert.

Neben der wertorientierten Risikoermittlung betrachten wir Marktpreisrisiken auch aus Sicht der Gewinn- und Verlustrechnung – in Form des Abschreibungsrisikos, des Zinsspannenrisikos und der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches.

Monatlich werden die mit Handelsgeschäften verbundenen Marktpreisrisiken (Abschreibungsrisiko) erfasst und quantifiziert, wobei für die Bestände in den Spezialfonds das Durchschauprinzip angewendet wird. Die Ermittlung des Risikofalls basiert auf einer GuV-Szenarioanalyse, welche definierte Annahmen für jedes Asset enthält. Neben Zinsänderungs- und Aktienkursrisiko sowie dem Risiko aus kombinierten Produkten werden hierbei auch die Spreadrisiken differenziert nach Wertpapierarten abgebildet. Das Risikolimit war 2016 stets eingehalten. Wöchentlich wird der Vorstand über das aktuelle sowie das zum Jahresende erwartete Handelsergebnis unterrichtet.

Das Zinsspannenrisiko, welches das Risiko einer Abweichung des Zinsergebnisses von unserem Planwert darstellt, wird monatlich simuliert. Anhand von Szenarien werden die Auswirkungen von Veränderungen der aktuellen Zinskurve auf den Zinsüberschuss zum Geschäftsjahresende simuliert. Dabei variieren wir sowohl die Zinshöhe als auch die Steilheit der Zinskurve. Um negative Strukturveränderungen abzubilden, werden auch Annahmen für die Bestandsentwicklung getroffen, welche in die Risikosimulation mit einfließen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Limit stets eingehalten.

Ergänzend betrachten wir das Risiko einer Rückstellungsbildung aus der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches. In 2016 bestand kein Rückstellungsrisiko.

Unsere implementierten Steuerungsprozesse und -instrumente tragen der besonderen Bedeutung der Marktpreisrisiken und speziell des Zinsänderungsrisikos für unsere Geschäftsentwicklung Rechnung.

Sofern möglich werden alle Assets in den entsprechenden Risikopositionen berücksichtigt („Durchschauprinzip“ bei den Spezialfonds), um potenzielle Konzentrationen mittels unserer Risikomessverfahren aufzeigen zu können. Bei allen Marktpreisrisiken sehen wir derzeit keine Risikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die potenzielle Gefahr, dass das Institut zahlungsunfähig (illiquide) wird, also seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Unsere interne Steuerung der Liquidität haben wir auf die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio) ausgerichtet. Neben der LCR-Ermittlung werden zusätzlich die Auswirkungen verschiedener Szenarien auf die Kennzahl simuliert. Zur Limitierung wurde ein an den aufsichtlichen Mindestanforderungen ausgerichtetes Ampelsystem implementiert, bei dem in den Phasen gelb und rot der Rhythmus zur Ermittlung der LCR auf wöchentlich bzw. arbeitstäglich verkürzt wird. Zudem werden Steuerungsmaßnahmen vorgeschlagen.  Turnusmäßig erfolgen die Berechnung und das Reporting an den Gesamtvorstand monatlich. Die Schwellenwerte der „Liquiditäts-Ampel“ wurden so festgelegt, dass aus unserer Sicht eine tägliche Einhaltung der aufsichtlichen Mindestanforderungen sichergestellt ist. In 2016 befand sich die Sparkasse an den Monatsultimos stets im grünen Bereich. Per 31.12.2016 betrug die LCR 1,70.

Als weiteren Indikator für die Liquiditätssituation betrachten wir zusätzlich die Liquiditätsreserve. Ergänzend erstellt der Handel zur vorausschauenden Identifikation des kurz- und mittelfristigen Liquiditätsbedarfs regelmäßig eine Liquiditätsplanung. Darüber hinaus werden potenzielle Konzentrationsrisiken in der jeweils aktuellen Liquiditäts- und Refinanzierungsstruktur untersucht. Derzeit liegen unseres Erachtens keine Konzentrationsrisiken vor.

Neben der Zahlungsunfähigkeit kann das Liquiditätsrisiko auch in Form des Kostenrisikos auftreten. Aufgrund des hohen Anteils von kleinteiligem Kundengeschäft, des Liquiditätsverbundes der Sparkassen-Finanzgruppe sowie der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ergaben sich für uns bisher keine Engpässe in der Liquiditätsbeschaffung. Unsere Hauptrefinanzierungsquellen am Geldmarkt – die Bundesbank und der Liquiditätsverbund – lassen bisher keinerlei Anzeichen erkennen, dass sich die Situation nachteilig ändert. Aus vorgenannten Gründen halten wir auch das Liquiditätsrisiko in Form des Kostenrisikos für überschaubar. Dennoch wird diesem Risiko durch Berücksichtigung in der Betrachtung des Gesamtbankrisikos über einen geschätzten Pauschalbetrag in Höhe von 1 Mio. € Rechnung getragen. Zudem verfügen wir über ein einfaches Liquiditätskostenverrechnungssystem, mit dem direkte Liquiditätskosten bzw. -nutzen auf Einzelgeschäftsebene in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Operationelle Risiken

In Analogie zur Definition des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.V., die auf dem Baseler Konsultationspapier aufsetzt, fassen wir in dieser Risikokategorie die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten, zusammen.

Zur Identifizierung operationeller Risiken nutzt die Sparkasse Mainz zwei Instrumentarien. Mit der ex-ante-Methode „Risikolandkarte“ erfolgt die systematische Erfassung und Bewertung von wesentlichen operationellen Risiken unter Mitwirkung aller Geschäftsbereiche auf Basis von Szenarien und Verlustpotenzialschätzungen. Die Daten aus der „Risikolandkarte“ werden durch eine Schadensfalldatenbank, in der eingetretene Schäden, die auf operationelle Risiken zurückzuführen sind, erfasst und systematisch analysiert werden, ergänzt. Die jährlichen Auswertungen erfolgen auch nach Konzentrationskriterien.

Für identifizierte operationelle Risiken ergriff die Sparkasse Mainz bereits verschiedene Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Soweit möglich und betriebswirtschaftlich sinnvoll wurden Versicherungen abgeschlossen. Zudem erfolgt eine Minimierung von Risikoquellen über Personalentwicklungsmaßnahmen, das IT-Sicherheitsmanagement und die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Auch Prüfungen der Internen Revision tragen zu einer Reduzierung operationeller Risiken bei.

Für Risiken aus Auslagerungen im Sinne der MaRisk haben wir einen gesonderten Prozess „Outsourcing“ implementiert. Wesentliche Auslagerungen werden individuell gesteuert. Die Steuerung unwesentlicher Auslagerungen erfolgt im Rahmen des allgemeinen Controllings operationeller Risiken.

Eine Risikoquantifizierung erfolgt derzeit nicht. Bei der Ermittlung des Gesamtbankrisikos werden die operationellen Risiken mit einem auf Expertenschätzung basierenden Pauschalbetrag von 1 Mio. € angesetzt.

Gesamtbankrisiko

Neben der Einzelrisikobetrachtung erfolgt im Rahmen der monatlichen Risikotragfähigkeitsermittlung eine aggregierte Sicht auf das Risiko der Gesamtbank.

In der von uns priorisierten wertorientierten Sicht setzt sich das Vermögen grundsätzlich aus den Marktwerten der einzelnen Vermögensklassen, welche im Wesentlichen die Positionen Zinsbuch, Beteiligungen und Immobilien sind, zusammen. Sofern Marktwerte nicht bzw. nur schwer zu ermitteln sind, können hilfsweise Buchwerte zu Grunde gelegt werden. Von dieser Bruttoposition erfolgen noch Abschläge für im Bestand enthaltene Adressrisiken, für Sach- und Personalaufwendungen sowie den Bestand an Pensionsrückstellungen. Ausgehend vom Nettovermögen legt der Vorstand einen Anteil am Risikodeckungspotenzial fest, der zur Risikoabsorption bereitgestellt wird. Dieser wird als Limit auf die einzelnen Risikoklassen in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung heruntergebrochen.

In die Ermittlung des wertorientierten Gesamtbankrisikos fließen alle wesentlichen Risiken (Zinsänderungs-, Adressen-, Beteiligungs-, Liquiditäts-, Aktienkursrisiko sowie die operationellen Risiken und die Risiken aus kombinierten Produkten) sowie zusätzlich das Immobilien- und Währungsrisiko ein. Das Spreadrisiko wird in der periodischen Risikotragfähigkeit abgebildet. Die Darstellung des Gesamtbankrisikos erfolgt für ein Konfidenzniveau von 99 Prozent und einen Planungshorizont von einem Jahr, wobei das Liquiditätsrisiko und die operationellen Risiken mangels Quantifizierungsmodell mit einem Pauschalbetrag angesetzt werden. Die Einzelrisiken werden unter Berücksichtigung von Korrelationen zzgl. eines Sicherheitsaufschlages – eine reine Addition würde das Risiko überzeichnen – zum Gesamtbankrisiko aggregiert. Bei unklaren Zusammenhängen, bzw. wenn die Risikoart für das Gesamtrisiko unbedeutend ist, werden die Risiken addiert. Zudem haben wir negative Korrelationen ausgeschlossen. Der Anteil am Risikodeckungspotenzial, der zur Risikoabsorption vom Vorstand zur Verfügung gestellt wird, limitiert das Risiko auf Gesamtbankebene. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag das Gesamtbankrisiko stets unter dem vorgegebenen Limit. Zum Jahresultimo wies die Sparkasse ein wertorientiertes Gesamtbankrisiko in Höhe von rund 60 Mio. € aus, was einer Limitauslastung von ca. 87 Prozent entsprach. Gegenüber dem Ultimo 2015 erhöhte sich das wertorientierte Gesamtbankrisiko somit um etwa 5 Mio. €. In Anbetracht des Niedrigzinsniveaus und der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquidität war eine Veränderung der Asset-Allokation notwendig und sinnvoll. Seit 2015 wurde die Anlagestrategie sukzessive umgesetzt. Die Struktur des Gesamtbankrisikos wurde nur leicht modifiziert, in dem sich die Gewichtung bereits im Portfolio vorhandener Asset-Klassen änderte. Das Währungsrisiko kam 2016 neu hinzu – die Positionen wurden dabei in den Spezialfonds aufgebaut. Diese Risikoart dient der Beimischung und ist über die Anlagerichtlinien eng limitiert (Value-at-Risk per 31.12.2016: rund 0,8 Mio. €).

Zusätzlich zur wertorientierten Darstellung ermitteln wir die Risikotragfähigkeit nach GuV-Gesichtspunkten. Hier fließen Erfolgsgrößen, insbesondere das Betriebsergebnis vor Bewertung, sowie vorhandene Reserven in die Berechnung der Deckungsmasse ein. Das Gesamtbankrisiko setzt sich aus dem unerwarteten Verlust Kredit, dem unerwarteten Verlust Wertpapier sowie dem Zinsspannen-, Beteiligungs-, Liquiditätsrisiko und den operationellen Risiken zusammen. Zusätzlich wird noch das Risiko einer Rückstellungsbildung aus der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs berücksichtigt. Analog zum wertorientierten Gesamtbankrisiko hat der Vorstand auch für die periodische Variante einen Anteil am Risikodeckungspotenzial zur Limitierung des Risikos auf Gesamtbankebene für das abgelaufene Geschäftsjahr festgelegt. Dieses GuV-orientierte Gesamtbanklimit war in 2016 stets eingehalten.

Die regulatorische Sicht der Risikotragfähigkeit wird allen Instituten aufsichtsrechtlich abverlangt. Zum Jahresultimo betrugen die Eigenmittel ca. 175 Mio. € und die Gesamtkapitalquote lag bei 14,9 Prozent. Die aufsichtsrechtlichen Mindestkennzahlen wären in 2016 auch nach Verlust des Limits Risikotragfähigkeit eingehalten gewesen. Demnach war die regulatorische Risikotragfähigkeit stets gegeben.

Stresstests

Mit Hilfe von Stresstests sollen die Auswirkungen von außergewöhnlichen, aber plausibel möglichen Szenarien für das Kreditinstitut aufgezeigt werden. Wir haben für alle wesentlichen Risiken aus unserer Sicht geeignete Stress-Szenarien definiert und die sich hieraus ergebenden Auswirkungen simuliert. Dabei wurden neben der Einzelrisikobetrachtung zusätzlich die Effekte auf die Risikotragfähigkeit untersucht sowie einzelne Stresstests auf regulatorische Größen projiziert.

Gemäß den MaRisk sind anhand der Stresstests auch die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs auf Gesamtinstitutsebene zu analysieren. Hierfür haben wir einen entsprechenden Stresstest konzipiert und die Folgen wertorientiert wie auch periodisch und regulatorisch ermittelt.

Die Risikotragfähigkeit ist auch unter Berücksichtigung der Stresstests gegeben.

Darüber hinaus haben wir so genannte „inverse Stresstests“ durchgeführt. Diese sollen aufzeigen, welche Ereignisse die Überlebensfähigkeit der Sparkasse im Sinne des Going-Concern gefährden können. Im Ergebnis müssen unwahrscheinliche Ereignisse bzw. Marktbewegungen eintreten, um die von uns definierten kritischen Schwellen zu erreichen.

16. Gesamtbeurteilung der Risikolage

Für wesentliche Risiken haben wir angemessene Controllingprozesse implementiert, die gewährleisten, dass Risiken frühzeitig erkannt, relevante Informationen zeitnah an die Kompetenzträger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Unsere Instrumentarien und Prozesse entsprechen unserer Strategie sowie dem Geschäftsmodell der Sparkasse und ermöglichen somit, nachteiligen Entwicklungen rechtzeitig entgegenzuwirken. Alle risikopolitischen Entscheidungen werden an der Maßgabe einer ausgewogenen Risiko-Chance-Relation sowie an der Risikotragfähigkeit ausgerichtet. Im Jahr 2016 war sowohl das wertorientierte als auch das periodische Gesamtrisikolimit stets eingehalten. Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen wären auch bei Verlust des Gesamtbanklimits erfüllt gewesen. Somit war die Risikotragfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Die Sparkasse Mainz verfügt über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit. Unsere Hauptrefinanzierungsquelle stellt traditionell das Kundengeschäft dar. Auf dem Interbankenmarkt tätigen wir Refinanzierungsgeschäfte primär mit der Bundesbank und dem Liquiditätsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir – wie in der Vergangenheit – auch künftig im Bedarfsfall zusätzliche Liquidität über den Interbankensektor generieren können. Aufgrund der lockeren Geldpolitik der EZB sind derzeit günstige Refinanzierungsbedingungen am Markt vorzufinden, so dass hierdurch keine relevanten Kostenrisiken zu erwarten wären. Zudem halten wir jederzeit eine ausreichende Liquiditätsreserve vor.

Die Geldpolitik der EZB führte zu einem historisch niedrigen Zinsniveau mit dem Phänomen „Negativzinsen“.  Diese Marktverhältnisse stellen Banken und Sparkassen vor große Herausforderungen. Bei unverändertem Zinsniveau wird der Druck auf die wichtige Erfolgskomponente Zinsergebnis weiter steigen. In unserer Erfolgsplanung wurde die Zinssituation ausreichend gewürdigt, so dass wir für das Jahr 2017 keine zusätzlichen Risiken für unsere Zinsspanne erwarten. Darüber hinaus können Zinssteigerungen – deren Höhe auch von der Inflationsentwicklung abhängt – zu erhöhten Zinsänderungsrisiken führen. Nach derzeitigem Stand halten wir die vorgenannten Risiken allerdings für überschaubar und durch unser Risikodeckungspotenzial abgedeckt.

Sollten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Kreditnehmer aufgrund einer Abkühlung der allgemeinen Konjunktur verschlechtern, kann dies zu erhöhten Ausfällen im Kreditgeschäft führen. Zusätzliche Risiken aus unserem Beteiligungsportfolio können ebenfalls nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Unter Würdigung aller Aspekte halten wir unsere Risikolage für vertretbar. Auch für 2017 ist die Darstellung der Risiken – sowohl wertorientiert, als auch periodisch/regulatorisch – gewährleistet. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, sind aktuell nicht erkennbar.

17. Prognosebericht

Die Planung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung dient der abgestimmten Ausrichtung der geschäftlichen Aktivitäten auf die Unternehmensziele der Sparkasse Mainz. Hierbei werden eine Vielzahl von internen und externen Einflussfaktoren berücksichtigt, notwendigerweise basiert das gesamte Konzept auch auf Annahmen über künftig vorherrschende Bedingungen innerhalb der Sparkasse sowie innerhalb ihres Umfeldes. Somit ist unsere Planung ein vielstufiger und revolvierender Prozess.

Durch regelmäßige Überprüfungen dieses Prozesses sowie aller Detailplanungen im Sinne einer Soll-Ist-Analyse wollen wir frühzeitig Chancen und Risiken erkennen und sachgerecht hierauf reagieren. Gleichwohl sind Planungen und Prognosen immer „Momentaufnahmen“. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von der voraussichtlichen Entwicklung abweichen.

Allgemeines Umfeld/Perspektiven 2017

Hohe politische Risiken für die Weltwirtschaft

Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen in der aktuellen Situation besonders große Risiken. Sie beziehen sich nicht nur auf die kurzfristigen konjunkturellen Perspektiven, sondern auch auf grundlegende strukturelle Weichenstellungen. Das Leitbild des Freihandels, das in den letzten Dekaden allen sich offen beteiligenden Ländern so große Wohlstandsgewinne beschert hat, steht in Frage. Zunehmende protektionistische Bestrebungen könnten Effizienz und internationale Arbeitsteilung sowie die entstandenen differenzierten Wertschöpfungsketten gefährden. Zudem ist mit dem eingeleiteten Brexit und ähnlichen Abkoppelungsgedanken auch in den anstehenden Wahlkämpfen anderer Länder das institutionelle Gefüge der Europäischen Union erschüttert.

Das wirtschaftspolitische Programm der neuen US-Administration unter Donald Trump wird erst rudimentär erkennbar. Für eine umfassende Bewertung ist es noch viel zu früh. Positive Reaktionen der Finanzmärkte haben bisher einzelne Aspekte betont: Kurzfristig könnte eine zusätzliche Stimulierung aus zusätzlichen Ausgabenprogrammen zu einem Wachstumsschub führen. Aber langfristig drohen Schäden aus einer Überhitzung oder aus Abschottung für die USA und auch für die Handelspartner.

Noch können diese Gefahren in den einschlägigen Prognosen nicht konkret abgebildet werden. Wenn die Risiken durch besonnene Reaktionen beherrschbar bleiben, ist eine fortgesetzte Erholung der großen Wirtschaftsregionen möglich. Dies bleibt bei aller Betonung der gewachsenen Risiken das Hauptszenario. So stellt der Internationale Währungsfonds im Januar-Update seines Weltwirtschaftsausblicks für 2017 ein leicht auf 3,4 Prozent beschleunigtes Wirtschaftswachstum in Aussicht. Der Welthandel soll mit 3,8 Prozent sogar wieder überproportional anziehen.

Euroraum kann Erholung fortsetzen, Geldpolitik bleibt aber expansiv festgelegt

Auch im Euroraum soll sich die wirtschaftliche Erholung in etwa mit dem Tempo des Vorjahres fortsetzen. Dies könnte helfen, die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern der letzten Jahre allmählich weiter zu reduzieren. Allerdings bleiben weitere begleitende Strukturreformen nötig. Auch die Staatsfinanzen sind noch nicht in allen Ländern auf einem nachhaltigen Kurs, insbesondere für den Fall, dass die Zinsen irgendwann wieder steigen.

Für 2017 hat sich die europäische Geldpolitik allerdings schon sehr weitgehend festgelegt. Das Ankaufprogramm wird zwar ab April 2017 auf ein monatliches Kaufvolumen von 60 Mrd. Euro reduziert. Die Käufe an sich sollen aber mindestens bis zum Ende des Jahres 2017 fortgeführt werden. Vor dem Ende der Käufe ist auch eine Anhebung der Leitzinsen praktisch ausgeschlossen, zumal die EZB im Rahmen ihrer „Forward Guidance“ entsprechende Signale gegeben hat. Anders als in den USA, wo eine langsame Fortsetzung der Leitzinsanhebungen im Laufe von 2017 wahrscheinlich ist, bleibt im Euroraum der Negativzins der EZB als Vorgabe für alle kurzfristigen Geldmarktkonditionen vorerst erhalten.

Das heißt nicht, dass es nicht schon 2017 zu einer vorwegnehmenden Entwicklung an den Kapitalmärkten in den langen Laufzeiten kommen könnte. Entsprechende austestende Bewegungen der Renditen sind bereits seit Herbst 2016 zu beobachten. Die Zinsstruktur könnte 2017 noch steiler werden. Dies wäre insbesondere dann der Fall, wenn wieder stärkere Inflationserwartungen aufkommen sollten.

Bei der Preisentwicklung ist 2017 zumindest eine weitere Normalisierung weg von den sehr niedrigen Raten der letzten Jahre wahrscheinlich. Im Januar 2017 erreichte die Zwölfmonatsrate der harmonisierten Verbraucherpreise im Euroraum sogar schon recht sprunghaft 1,8 Prozent. Das entspricht einer Verdreifachung in nur zwei Monaten. 1,8 Prozent wäre praktisch schon auf Zielniveau der EZB. Aber dieser Wert dürfte nur eine kurzfristige Zwischenspitze markiert haben. Im Januar war ein starker Basiseffekt wirksam, weil die Ölpreise ein Jahr zuvor besonders niedrig lagen. Im Jahresverlauf und Jahresdurchschnitt dürfte sich die Rate zunächst wieder etwas niedriger einstellen. 

Erneut gute Entwicklung in Deutschland 2017 – gemeinsame Prognose der Chefvolkswirte

In ähnlicher Weise wie im Euroraum insgesamt dürfte bei den Preisen auch die Entwicklung in Deutschland verlaufen. Strukturell dürfte in den nächsten Jahren der Preisauftrieb in Deutschland eher über dem Schnitt des Euroraums liegen. In Deutschland ist inzwischen eine leicht über dem Normalniveau liegende Kapazitätsauslastung erreicht. Zudem ist der Arbeitsmarkt hierzulande weit stärker geräumt. Diese Konstellation könnte schneller zu Lohndruck führen als in denjenigen Ländern, in denen die Arbeitslosigkeit noch höher ist und die erst noch ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen müssen.

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe gehen für 2017 für Deutschland von einer weiter leicht steigenden Erwerbstätigkeit und von weiter leicht rückläufiger Arbeitslosigkeit aus. Diese Aussagen und die folgenden Angaben zum BIP stammen aus der aktuellen, jetzt zum zweiten Mal erstellten gemeinsamen Prognose von acht Chefvolkswirten von Landesbanken, der DekaBank und aus großen Sparkassen.

Geschäftserwartungen der Sparkasse Mainz

Als eines der ältesten Kreditinstitute der Region sind wir uns unserer herausragenden Bedeutung für Bürger, regionale Wirtschaft und kommunale Körperschaften bewusst. Die Erfüllung des öffentlichen Auftrages, unsere heimische Region mit allen kreditwirtschaftlichen Leistungen zu stärken und zu fördern, ist oberstes Ziel unseres Handelns. Um dieses Ziel zu verwirklichen und um unserer sozialen Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber nachzukommen, ist es unerlässlich, über ein gesundes wirtschaftliches Fundament zu verfügen und dieses weiter über die Generierung von Ertrag zu stärken.

Wir gehen davon aus, dass die aktuell prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen auch unseren künftigen Geschäftserfolg merklich beeinflussen werden. Dabei wird die Ertragslage für das Jahr 2017 weiterhin dominiert von der anhaltenden (Niedrig-)Zinssituation, für die sich auch kurzfristig keine wesentliche Veränderung abzeichnet. Dies bedeutet, dass für Kundenforderungen, für die eine längere Zinsbindungsfrist abläuft, eine Prolongation nur zu einem wesentlich niedrigeren Zinssatz möglich ist. Die Masse der Kundenverbindlichkeiten dagegen kennt keine langen Zinsbindungsfristen und ist daher weitgehend bereits auf dem aktuellen Zinsniveau angekommen. So erwarten wir – nach einem wiederum sehr guten Ergebnis in 2016 – für das laufende Jahr einen Zinsüberschuss deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Beim Provisionsergebnis streben wir für die kommenden Jahre eine leichte Steigerung gegenüber dem aktuellen Niveau an.

Bei den Personal- und Sachaufwendungen kalkulieren wir unter Berücksichtigung der tariflichen Lohnerhöhungen sowie unserer geplanten Investitionen zur weiteren Optimierung der vertrieblichen Infrastruktur mit einem Ergebnis unter Vorjahresniveau. In der Summe dürften diese Erwartungen zu einem Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau führen.

Für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem Bewertungsaufwand im Kreditgeschäft in Höhe von etwa 3 Mio. €. Allerdings sehen wir auch realistische Chancen, aufgrund der erfolgten konsequenten Bereinigung unseres Kreditportfolios sowie unserer moderaten Risikopolitik, einen niedrigeren Bewertungsaufwand erreichen zu können. Bei den Eigenanlagen gehen wir von einem Abschreibungsbedarf von ebenfalls ca. 3 Mio. € aus. Auch in diesem Segment sind wir mit unseren Steuerungsinstrumenten gut aufgestellt. Unter Zugrundelegung des vorsichtig angesetzten Bewertungsaufwandes würde sich das Betriebsergebnis nach Bewertung – ohne Berücksichtigung von Vorsorgereserven – rückläufig entwickeln.

Sollten unsere Konzepte noch besser als erwartet anschlagen und auch die Rahmenbedingungen unterstützend wirken, ist eine Steigerung unseres Ergebnisses über die Plangrößen hinaus möglich.

Für die nächsten Geschäftsjahre planen wir die Entwicklung unseres operativen Ergebnisses auf einer konservativen Basis. Aufgrund unseres stringenten Kostenmanagements dürfte der Verwaltungsaufwand in den Jahren 2018 und 2019, freilich auch abhängig von durch uns nicht zu beeinflussenden Faktoren (wie beispielsweise Tariferhöhungen) tendenziell in der derzeitigen Größenordnung bzw. leicht darunter liegen. Aufgrund eines rückläufigen Zinsüberschusses erwarten wir für die kommenden Jahre ein Betriebsergebnis vor Bewertung, das unter dem aktuellen Niveau liegt. Unter Vorsichtsgesichtspunkten kalkulieren wir aus heutiger Sicht auch mittelfristig mit einem Bewertungsaufwand analog dem Jahr 2017.

Insgesamt setzen wir uns weiterhin ehrgeizige, aber nicht unrealistische Ziele für die nächsten Jahre. Diese gilt es, mit dem Engagement aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen. Auch wenn die Technisierung in unserer Branche immer weiter voranschreitet, so bleiben unsere motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser Kapital, um auch künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein und den Bürgern, Unternehmen und kommunalen Körperschaften weiterhin als verlässlicher und leistungsstarker Partner zur Seite zu stehen.

Mainz, im März 2017

Sparkasse Mainz
Der Vorstand

Thorsten Mühl                     Michael Weil

18. Bericht des Verwaltungsrates

Der Verwaltungsrat erfüllte im Jahre 2016 die ihm aufgrund der sparkassenrechtlichen Bestimmungen obliegenden Aufgaben. Er wurde durch den Vorstand über alle grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik und über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sparkasse Mainz unterrichtet.

Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Jahr 2016 vorgelegt. Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Jahr 2016 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 07. Juni 2017 den Jahresabschluss 2016 festgestellt und den Lagebericht gebilligt.

Der mit dem Jahresüberschuss identische Bilanzgewinn in Höhe von 2.082.010,73 € wird mit einem Teilbetrag von 419.116,60 € an die Träger der Sparkasse Mainz ausgeschüttet. Der verbleibende Teilbetrag in Höhe von 1.662.894,13 € wird der Sicherheitsrücklage zugeführt.

Mainz, den 07. Juni 2017

Michael Ebling
Oberbürgermeister
Vorsitzender des Verwaltungsrates