Startseite » Blog » So wohnen wir: Die Wohneigentumsquote in Deutschland

So wohnen wir: Die Wohneigentumsquote in Deutschland

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, zu wohnen. Sie sind entweder Mieter oder Eigenheimbesitzer. Für beides gibt es Argumente. Der Mieter muss sich nicht um die Instandhaltung der Mietwohnung kümmern, sondern lediglich die Miete zahlen. Der Hauseigentümer muss das Haus in Stand halten, allerdings steigert er durch Investitionen auch den Wert seines Hauses. Es gibt also gute Gründe, zum Immobilienbesitzer zu werden. Wohneigentum macht nicht nur glücklich und steigert die regionale Verbundenheit, auch sind die eigenen vier Wände für viele Menschen ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Zu welcher Gruppe möchten Sie sich also zählen?

Deutschland gilt traditionell als Mieterland. Dass dieses Vorurteil nicht flächendeckend Gültigkeit besitzt, zeigt die Verteilung des Wohneigentums nach Bundesländern. Die Spitzenposition nimmt das Saarland ein. Dort sind 64 Prozent der Bürger Wohneigentümer. Das Schlusslicht markiert Berlin mit 20 Prozent. Doch muss sich Rheinland-Pfalz nicht hinter seinem westlichen Nachbarn verstecken. Mit Platz zwei nimmt das Bundesland mit der größten linksrheinischen Fläche ebenfalls eine vordere Position ein. Die westdeutschen (Flächen-) Länder weisen allgemein eine höhere Wohneigentumsquote auf, als die ostdeutschen Bundesländer. Über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind 52 Prozent der Menschen Wohnungseigentümer.

Betrachtet man den Anteil der Menschen, die in den eigenen vier Wänden leben, in Abhängigkeit von ihrem Alter, so fällt auf, dass zwei Drittel der 15- bis 19-jährigen in Deutschland mit ihrer Familie in Wohneigentum leben. Mit dem Auszug der jungen Erwachsenen aus dem Elternhaus ändert sich dies naturgemäß. Der Anteil der 20-jährigen Wohneigentümer liegt bei deutlich unter 10 Prozent. Mit steigendem Alter steigt dann auch die Wohneigentumsquote wieder an.

Die Verteilung von Wohneigentum hängt auch vom Haushaltstyp ab. Bei den 40- bis 50-jährigen sind es überwiegend Familien mit Kindern, die Wohneigentümer sind. Ihnen folgen die kinderlosen Paare. Singlehaushalte in dieser Altersgruppe wohnen dagegen meist zur Miete.

Spannend ist zudem auch, wie unsere europäischen Nachbarn leben. Spitzenreiter bei selbstgenutztem Wohneigentum und weit vor Deutschland sind die Norweger. Hier werden 80 Prozent der Wohnungen von ihren Eigentümern selbst bewohnt. Am Ende der Skala rangiert die Schweiz. Mit gerade einmal 37 Prozent Eigentumsquote wohnen dort so viele Menschen zur Miete, wie sonst nirgendwo in Europa. Deutschland rangiert mit 45 Prozent Eigentumsquote auf dem vorletzten Platz.

Gründe für die unterschiedliche Verteilung von Immobilieneigentum gibt es viele. Neben der individuellen Lebenssituation, finanziellen Spielräumen oder auch schlicht der Verfügbarkeit von Wohnraum gibt es zahlreiche Argumente, die für oder gegen ein Leben in den eigenen vier Wänden sprechen. 57 Prozent aller Mieter würden es jedoch vorziehen, in den eigenen vier Wänden zu leben. Hauptgrund dafür ist zumeist die Unabhängigkeit vom Vermieter, gefolgt vom Wunsch, lieber in die eigene Tasche zu zahlen. Trifft das auch auf Sie zu? Oder möchten Sie für Ihre Kinder vorsorgen und Ihnen ein Haus hinterlassen? Langfristig gesehen ist das Wohnen im Eigentum zudem günstiger als das Wohnen zur Miete.

Wenn auch Sie den Wunsch haben, zukünftig im Eigenheim zu leben, lassen Sie sich von uns beraten. Wir freuen uns auf Sie.

Von |2018-01-02T16:26:46+00:007. August 2017|Immobilien|

Über den Autor:

Daniel Hörner
Kommunikationsreferent. Berichtet aus unseren Geschäftsstellen und über unsere Aktivitäten in Rheinhessen. Immer auf der Suche nach aktuellen Verbrauchertipps für Sie.