Frist läuft ab: Endspurt fürs Baukindergeld

So viel Geld bekommen Eltern, wenn sie jetzt schnell genug sind

Die Bundesregierung hat die Frist für das Baukindergeld um drei Monate verlängert. Noch bis Ende März 2021 gibt es für Familien die Förderung: Mit bis zu 12.000 Euro pro Kind unterstützt der Staat beim Kauf oder Bau der ersten eigenen vier Wände. Vom Baukindergeld profitiert jedoch nur, wer bis zum 31. März 2021 die Baugenehmigung oder den Kaufvertrag vorliegen hat. 

Der Anspruch auf Baukindergeld läuft bald ab

Seit dem 18. September 2018 winkt Familien für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie der staatliche Zuschuss. Pro Kind gibt es 12.000 Euro, bei drei Kindern 36.000 Euro. Die Voraussetzung für den Anspruch: Das zu versteuernde Haushaltseinkommen darf für eine Familie mit einem Kind maximal bei 90.000 Euro pro Jahr liegen. Für jedes weitere Kind dürfen 15.000 Euro hinzukommen.

Die Frist für die Förderung wurde nun um drei Monate verlängert. Wer bis zum 31. März 2021 die Baugenehmigung erhält oder eine Immobilie kauft, kann die Leistung beantragen. Hintergrund für die Verlängerung der Frist ist die Corona-Pandemie, durch die sich die Erteilung von Baugenehmigungen und Unterzeichnung von Kaufverträgen teilweise verlängert hat. Der Antrag auf Förderung kann noch bis Ende 2023 abgegeben werden. Diese Frist bleibt unverändert.

Wie viel Baukindergeld wurde bereits aufgebraucht?

Zwei Jahre nach Einführung des Baukindergelds haben rund 260.500 Familien die Förderung für die Finanzierung ihrer eigenen vier Wände genutzt. Das Gesamtvolumen der Fördermittel beläuft sich auf rund 5,5 Milliarden Euro. Damit ist etwas mehr als die Hälfte des Geldes wenige Monate vor Ende der Antragsfrist vergeben.

Verlängerung der Frist in Sicht?

Derzeit ist keine Neuauflage des Baukindergeldes geplant. Nach Ansicht des LBS-Verbandsdirektors Axel Guthmann sollte die Förderung verlängert werden: „Ich plädiere für eine Fristverlängerung um mindestens sechs Monate, weil die Corona-Auflagen die Umsetzung so mancher Eigentumspläne erheblich verzögert haben dürfte.“
Guthmann kann sich vorstellen, dass es in den letzten Monaten vor Ablauf der Frist noch zu einer Art „Run“ kommt: „Die Förderung ist ja durchaus attraktiv – immerhin gibt es pro Kind 12.000 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren.“