Im September haben wir hier im Blog über den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) berichtet. Besonders stark vertreten war in diesem Herbstfinale die Sportart Rudern. Im Nachgang an das Bundesfinale haben drei Schüler ihre Erlebnisse in Berlin geschildert:

20 Sportlerinnen und Sportler, vier Teams, zwei Schulen und eine Sportart: Rudern! Die Landeshauptstadt stellte gleich die Hälfte des rheinland-pfälzischen Ruderteams. Drei Boote von der Maria Ward-Schule (MWS), eines vom Gymnasium Mainz-Oberstadt (GMO) und zusätzlich ein Schülerinnen-Achter ebenfalls von der MWS traten das große Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin an.

Abfahrt nach Berlin

Am Sonntag, den 17.09., reisten wir, die Maria Ward-Schule und das Gymnasium Mainz-Oberstadt, gemeinsam mit dem Zug nach Berlin. An diesem Tag kamen noch viele weitere Schülerinnen und Schüler am Mainzer Hauptbahnhof an, sodass bereits beim Treffpunkt vermehrt die typischen JtfO-Jacken auffielen. Mit einheitlichen Trainingsjacken ausgestattet, verbrachten wir den Nachmittag bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins und hatten danach noch einige Stunden Freizeit.
Die WK III-Sportlerinnen (Wettkampfklasse 12-14 Jahre) unternahmen eine Sightseeing-Tour mit dem Bus durch Berlin, während die WK II-Sportlerinnen und Sportler (Wettkampfklasse 15-17 Jahre) ihre Zeit selbst gestalteten.

Am Montagmorgen waren wir die ersten auf dem Wasser, um in den Vierern zu trainieren. Die zweite Trainings-Einheit war dem Schülerinnen-Achter der WK II gewidmet. Danach durften wir in die Stadt shoppen gehen, beziehungsweise auch einfach im Hostel entspannen, bevor es am Folgetag endlich losging.

Der Wettkampf beginnt

Der Wettkampf startete also am Dienstag mit den Vor- und Hoffnungsläufen. Der WK II-Renndoppelvierer verpasste knapp mit drei Zehnteln die direkte Qualifikation für das A-Finale (Ruderer bis 18 Jahre), schaffte den Sprung ins Finale aber dennoch über den Hoffnungslauf. Der Gigdoppelvierer und die Jungs vom Gymnasium Oberstadt traten auch den Hoffnungslauf an, verpassten jedoch knapp das A-Finale und konnten damit „nur“ noch um die Plätze 7 bis 12 kämpfen.
Unsere jüngsten Teilnehmerinnen hatten das zweitgrößte Meldefeld und mussten daher zuerst das Halbfinale schaffen, um dann im B-Finale (Ruderer bis 16 Jahre) zu Rudern. Dann die große Premiere: Schülerinnen-Achtercup. Insgesamt 11 Boote mit 99 Sportlerinnen an Bord – und wir mit dabei! Dass wir dann auch noch das A-Finale erreichten, übertraf all unsere Erwartungen. Nach einem anstrengenden Tag mit vielen Rennen war Regeneration angesagt: Entspannen, einmalige JtfO-Atmosphäre auf sich wirken lassen, aber auch Schulsachen erledigen.

Das große Finale

Dann endlich Mittwoch: der Finaltag. Ein letztes Mal sehr frühes Aufstehen, gemeinsam als ein Bundesland zur Strecke fahren und warm machen. Unser Top-Boot im A-Finale belegte in einem bärenstarken Rennen Platz 5. Selbst Sportinternate verpassten teils das Podest. Ein starkes Ergebnis für die MWS, die seit 2016 „LSB-Partnerschule des Sports“ ist.
Die zwei Teams vom Gigdoppelvierer (MWS) und Renndoppelvierer (GMO) wurden im Vorfeld von Krankheit bzw. Verletzung getroffen, konnten aber beide mit teils kurzfristig umbesetzter Mannschaft jeweils den 9. Platz in der Gesamtwertung erzielen. Der Doppelvierer nochmals von der MWS griff beherzt an und sicherte sich Platz 8 in der Gesamtwertung. Zum krönenden Abschluss wurde der Schülerinnen-Achter als letztes Rennen der ganzen Regatta gefahren. Es war ein wirklich schönes Rennen.

Gruppenbild der Ruderinnen des Ruder-Teams der Maria Ward-Schule

Am Abend wurde gefeiert mit Siegerehrung in der Max-Schmeling Halle, ergänzt durch beeindruckende Auftritte von Akrobaten und Künstlern. Das Beste war die darauffolgende Party, wo die Schüler ohne Lehrer und ganz unter sich die Tage ihrer Leistungen feiern konnten. Es ging dabei weniger um Platzierungen, sondern mehr darum, dass wir es als Sportler geschafft haben, dabei zu sein und gemeinsam das Bundesfinale anzutreten. Zweimal A-Finale und alle Platzierungen innerhalb der Top 10 – außerdem prima Stimmung. Was will man mehr?

Erschöpft von den letzten Tagen, aber dennoch glücklich ging es schließlich auf die Heimreise nach Mainz.

Ein Erfahrungsbericht von Alexander Karpow (GMO), Anna-Kira Löffert (MWS) und Valerie Högerle (MWS).