Startseite » Blog » Vorläufige Geschäftszahlen für 2017: Ergebnis auf hohem Niveau gehalten

Vorläufige Geschäftszahlen für 2017: Ergebnis auf hohem Niveau gehalten

Sparkasse Mainz wächst vor allem im beratungsintensiven Geschäft

Wichtiges aus 2017: 

  • Im 190. Jahr seit ihrer Gründung erzielt die Sparkasse Mainz ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 18,9 Millionen Euro und liegt damit leicht über dem Vorjahresergebnis.
  • Mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent liegt die Durchschnittsbilanzsumme nun bei 2,202 Milliarden Euro.
  • Die Kundenkredite ohne öffentliche Haushalte weisen ein Wachstum von 6,5 Prozent auf. Neben der guten Entwicklung bei Privatkrediten inklusive Wohnungsbaufinanzierungen mit plus 5,0 Prozent trägt vor allem das Unternehmenssegment mit einer Steigerung um 8,8 Prozent deutlich zur positiven Entwicklung bei.
  • Bei Privatkunden gibt es weiterhin einen leichten Zuwachs der Einlagen. Das Gesamtvolumen der Einlagen über alle Kundensegmente stagniert.
  • Vom hohen Niveau des Vorjahres aus steigt der Provisionsüberschuss um weitere 2,2 Prozent an.

„Eine prägende Entwicklung unseres Kundengeschäfts im Jahr 2017 war der erneut deutlich gestiegene Beratungsbedarf vieler Kundinnen und Kunden“, hält Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz fest. „Die betreuungsintensiven Geschäftsbereiche rücken sowohl im gewerblichen als auch privaten Segment immer mehr in den Vordergrund“, so Thorsten Mühl weiter. „Bei Privatkunden sehen wir aufgrund der lange anhaltenden Nullzinsphase eine zunehmende Bereitschaft, sich intensiver mit den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Auch der Absicherung von Lebensrisiken wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Hier ist unsere Rolle als finanzieller Lebensbegleiter und qualifizierter Berater immer stärker gefordert.“

Michael Weil, Vorstand der Sparkasse Mainz, sagt: „Im vergangenen Jahr sind wir bei der Einführung und Erweiterung vieler digitaler Prozesse einen großen Schritt vorangekommen. Insbesondere im Bereich der alltäglichen Bankdienstleistungen sehen wir eine deutlich ansteigende Nutzung digitaler Services wie Mobile- und Onlinebanking durch unsere Kunden. Was uns darüber hinaus freut ist, dass sich die zunehmend positive Außenwahrnehmung unserer Leistungen weiter fortsetzt. So hat beispielsweise das unabhängige Verbraucherportal Biallo unser Kontomodell Giro Mainz online zu einem der besten Modelle in ganz Rheinland-Pfalz gekürt. Das Verbrauchermagazin TESTBILD zeichnete unser Angebot als besten Service in Mainz aus und mit unserer Beratungsqualität beim Thema Förderkredite gehören wir laut Landesbank Baden-Württemberg zu den Top-Instituten im Südwesten.“

Mit Blick auf 2018 kündigt Thorsten Mühl einen deutlichen Ausbau der Beratungskapazitäten an: „Das Umfeld für unsere Kunden hat sich derart nachhaltig verändert, dass wir sie als Sparkasse heute noch viel intensiver begleiten müssen, um unseren Anspruch insbesondere an die Vermögensbildung breiter Bevölkerungsschichten zu erfüllen. Mehr Menschen brauchen inzwischen mehr Beratung, die heute auch fachlich noch komplexer geworden ist. Dem werden wir durch eine deutliche Vergrößerung unserer Beratungsteams sowie ein damit verbundenes, breit angelegtes Weiterqualifizierungsprogramm für unsere Beratungskräfte Rechnung tragen.“

Im Zusammenhang mit dem gestiegenen Beratungsbedarf werde man auch Verbundunternehmen noch stärker mit einbinden. „Für den Bereich Bausparen haben wir daher zu Jahresbeginn ein neues Kooperationsmodell mit der LBS Südwest gestartet, das unseren privaten und gewerblichen Kunden noch mehr gemeinsame Fachberatung durch Experten der Sparkasse Mainz und der LBS Südwest ermöglicht“, so Thorsten Mühl.

Bilanzsumme: 

Die Durchschnittsbilanzsumme legt um 2,6 Prozent zu. Wachstumstreiber ist dabei neben dem weiterhin positiven Privatkreditgeschäft inklusive Wohnungsbaufinanzierungen die anziehende Finanzierungsnachfrage im Unternehmenssegment.

 Betriebsergebnis: 

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 18,9 Millionen Euro um 0,5 Prozent über dem Ergebnis von 18,8 Millionen aus dem Jahr 2016. Die Relation zur Durchschnittsbilanzsumme beträgt 0,86 Prozent.

Damit liegt die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Sparkasse Mainz angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen deutlich über den Erwartungen. 

Zinsüberschuss und Zinsspanne

Nach 40,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 geht der Zinsüberschuss 2017 um 4,1 Prozent auf rund 39 Millionen Euro zurück. Die Zinsspanne verringert sich von 1,89 auf 1,77 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme. Das fortgesetzt negative Zinsumfeld lässt hier weitere Rückgänge in den kommenden Ergebnisperioden erwarten. 

Provisionsüberschuss: 

Der Provisionsüberschuss wächst um 2,2 Prozent auf rund 16 Millionen Euro (Vorjahr 15,7 Millionen Euro). Einen zunehmenden Teil zum Ausbau dieser Ergebniskomponente tragen vor allem beratungsintensive Geschäftsbereiche sowohl bei Privat- als auch bei Unternehmenskunden bei. Hierzu zählen unter anderem das Versicherungsgeschäft, Bausparen sowie die betriebliche und private Altersvorsorge. Auch in der Vermögensberatung und hier besonders im Wertpapiergeschäft steigt die Kundenachfrage nach qualifizierter Beratung.

 Verwaltungsaufwand:

Der Verwaltungsaufwand sinkt im Jahr 2017 um 3 Prozent. Dabei steigt der Sachaufwand trotz erhöhter Investitionen vor allem im Bereich Digitalisierung erneut nur leicht um 0,7 Prozent. Vor dem Hintergrund der demografischen Struktur der Belegschaft nimmt der Anteil an Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen, zu. Der Rückgang des Personalaufwands um 5 Prozent resultiert maßgeblich aus dieser Entwicklung.

 Jahresüberschuss: 

Der Jahresüberschuss wird mit knapp über 2 Millionen Euro weiterhin stabil gehalten und ermöglicht erneut eine Aufstockung des Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote steigt zum 31.12.2017 auf 15,7 Prozent. Die Sparkasse Mainz wird auch für das Jahr 2017 eine Ausschüttung an ihre Träger vornehmen.

 Mitarbeiter: 

Ende 2017 arbeiten 399 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Sparkasse Mainz. Im Vorjahr waren es noch 433. Die hierin enthaltene Zahl der Auszubildenden (23) verringert sich gegenüber dem Vorjahr (31) ebenfalls.

 Weitere Angaben zur Geschäftsentwicklung 2017 

Kreditgeschäft: 

Das Gesamtvolumen der Kredite ohne öffentliche Haushalte wächst 2017 um 6,5 Prozent auf einen neuen Gesamtwert von rund 1,65 Milliarden Euro. Stark anziehende Nachfrage in der Unternehmensfinanzierung sorgt bei Krediten in diesem Segment für ein Wachstum um 8,8 Prozent. Das Kreditvolumen an Privatpersonen steigt um 5 Prozent. Neben der weiterhin guten Entwicklung im Bereich der Immobilienfinanzierungen trägt zunehmend auch das Konsumentenkreditgeschäft zum Wachstum bei.

Einlagengeschäft: 

Im Bereich der Privatkunden gibt es mit einem Plus von 0,3 Prozent weiterhin eine leichte Zunahme des Einlagevolumens, während das Volumen der Einlagen im Unternehmenssegment um 3,1 Prozent schrumpft. Das Gesamtvolumen der Einlagen stagniert. Sichteinlagen und Termingelder stehen für unsere Kunden dabei weiterhin im Vordergrund. 

Wertpapiere: 

Mit fortschreitender Nullzinsphase gewinnt für unsere Kunden die gezielte Einbindung von Wertpapieren in den individuellen Vermögensaufbau zunehmend an Bedeutung. Die intensivere Beschäftigung mit Anlagealternativen führt dabei zu wachsenden Wertpapierbeständen sowie zu einem deutlich steigenden Nettoabsatz insbesondere von Investmentfonds.

Von |2018-03-08T11:48:37+00:009. März 2018|Presse|

Über den Autor:

Thomas Bach
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Mainz. Bloggt und twittert mit den Schwerpunkten Geschäftspolitik, Kapitalmarkt und Immobilien. Ihr Ansprechpartner für Presseanfragen sowie für das Sponsoring der Sparkasse.