Erneuerung und Ergebnis auf Kurs: Sparkasse Mainz in herausforderndem Umfeld mit stabiler Entwicklung. Institut feiert 2017 sein 190jähriges Jubiläum.

Mainz, 23. Februar 2017

Wichtiges aus 2016:

– Im vergangenen Jahr erreichte die Sparkasse Mainz ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 18,8 Millionen Euro. Sie blieb damit nahezu auf dem Vorjahreswert und erzielte angesichts der aktuellen Herausforderungen ein positives Ergebnis.

– Die Bilanzsumme stieg um 1,9 Prozent auf 2,210 Milliarden Euro.

– Die Kundenkredite entwickelten sich im Gesamtvolumen positiv mit plus 4,8 Prozent. Einer spürbaren Steigerung im Privatkunden-segment um 2,4 Prozent steht dabei eine weiterhin starke Entwicklung bei den Unternehmenskrediten um plus 7,0 Prozent gegenüber.

– Das Volumen der Kundeneinlagen nahm in 2016 leicht zu.

– Die Zahl der Girokonten entwickelte sich weiter positiv.

– Der Provisionsüberschuss stieg in 2016 mit einem Zuwachs um 9,7 Prozent deutlich an.

Rückblick 2016 und Ausblick 2017

Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, zur Geschäftsentwicklung in 2016: „Vor dem Hintergrund einer sich weiter verschärfenden Zinssituation, ausgelöst durch die Geldpolitik der EZB, einer weiterhin kostenintensiven Regulierung und eines hohen Investitionsbedarfs durch die Digitalisierung hat sich das Geschäft unserer Sparkasse im Jahr 2016 positiv entwickelt. Wir sehen zwar einerseits steigende Belastungen für unser Ergebnis auf der Zinsseite, können andererseits aber ein deutliches Wachstum unter anderem im Provisionsgeschäft verbuchen.“

Im Jahr 2017 bildet die fortschreitende Digitalisierung unternehmensweit einen Schwerpunkt. „Bereits in den letzten Wochen und Monaten haben wir zunächst intensiv unser Angebot für die Kunden der Sparkasse modernisiert“, betont Thorsten Mühl. Hierzu zählten deutlich ausgeweitete und überarbeitete digitale Dienstleistungen, wie etwa die neue Sparkassen App Plus mit den integrierten Funktionen Fotoüberweisung und Kwitt, die gerade gestartete neue Internetfiliale oder der Unternehmensblog der Sparkasse Mainz. Michael Weil, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, erläutert: „Im Laufe dieses Jahres werden wir nun einen starken Fokus auf die Digitalisierung vieler interner Prozesse legen. Auch dies wird durch schnellere und einfachere Abläufe unseren Kunden zugute kommen. Darüber hinaus werden wir unser Kunden-Servicecenter personell und technisch weiter ausbauen.“

Bilanzsumme:

Mit einem Plus von 1,9 Prozent auf jetzt 2,210 Milliarden Euro (Vorjahr 2,168 Milliarden Euro) wuchs die Bilanzsumme weiter an. Neben der Steigerung im Privatkundenkreditsegment trugen hierzu ein weiteres Mal die Unternehmenskredite wesentlich bei.

Betriebsergebnis:

Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag im Jahr 2016 bei 18,8 Millionen Euro und damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. In Relation zur Durchschnittsbilanzsumme ergibt sich daraus ein Betriebsergebnis von 0,88 Prozent. Die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Sparkasse Mainz bewegt sich damit weiterhin sehr stabil im prognostizierten Rahmen.

Zinsüberschuss und Zinsspanne

Der Zinsüberschuss belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 40,6 Millionen Euro (Vorjahr 42,5), die Zinsspanne ging von 2,02 Prozent auf 1,89 Prozent zurück. Vor dem Hintergrund der unverändert expansiven Geldpolitik der EZB liegt diese Entwicklung im Rahmen der Erwartungen. Bei gleichbleibender Zinslandschaft ist hier auch in den Folgejahren mit einer Verringerung zu rechnen.

Provisionsüberschuss:

Im Jahr 2016 nahm das Wachstum des Provisionsüberschusses deutlich an Dynamik zu. Mit einem Plus von 9,7 Prozent erreichte er einen Wert von 15,7 Millionen Euro (Vorjahr 14,3 Millionen Euro). Angesichts des Zinsumfelds trägt der Provisionsüberschuss damit eine zunehmend wichtige Komponente zum Gesamtergebnis bei.

Verwaltungsaufwand:

Der Personalaufwand sank im Jahr 2016 leicht um 0,4 Prozent, während der Sachaufwand mit einem Plus von 0,7 Prozent deutlich langsamer als im letzten Berichtszeitraum zunahm (2015 plus 6,1 Prozent). Bei den erforderlichen Investitionen sowie den weiterhin hohen Belastungen durch zusätzliche regulatorische Anforderungen ist diese Begrenzung des Sachaufwands insbesondere auf konsequentes Kostenmanagement zurückzuführen.

Jahresüberschuss:

Der Jahresüberschuss bleibt mit voraussichtlich knapp über 2 Millionen Euro stabil. Das erwirtschaftete Jahresergebnis ermöglicht eine ausreichende Dotierung des Eigenkapitals und stärkt damit die Basis für weiteres Wachstum im Kreditgeschäft. Die Träger der Sparkasse Mainz werden für das Jahr 2016 erneut von einer Ausschüttung profitieren.

Mitarbeiter:

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug zum Ende 2016 433 und entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr (457) rückläufig. Die hierin enthaltene Zahl der Auszubildenden (31) verringerte sich leicht (Vorjahr 35).

Weitere Angaben zur Geschäftsentwicklung 2016

Kreditgeschäft:

2016 entwickelte sich das Kreditgeschäft weiterhin positiv. Das Volumen der vergebenen Kredite ohne öffentliche Haushalte wuchs um 4,8 Prozent auf einen neuen Gesamtwert von 1,55 Milliarden Euro an. Besonders deutlichen Zuwachs erreichten abermals die Unternehmenskredite mit plus 7,0 Prozent. Insgesamt nahm das Firmenkundengeschäft deutlich an Dynamik zu und lieferte damit einen wichtigen Beitrag zum Gesamt-ergebnis.
Im Privatkundensegment lag das Wachstum des Kreditvolumens bei einem Plus von 2,4 Prozent. Aufgrund des nach wie vor attraktiven Immobilien-marktes im Geschäftsgebiet der Sparkasse Mainz ist in diesem Kreditsegment weiterhin mit stabilen Wachstumsraten zu rechnen.

Einlagengeschäft:

Die Kundeneinlagen weisen bei leichten Zuwächsen (plus 0,3 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro) ein differenziertes Verhalten der verschiedenen Kundensegmente auf. Während im vorangegangenen Berichtszeitraum Unternehmenskunden wesentlich zum Einlagenwachstum beigetragen hatten (plus 9,7 Prozent in 2015), wurden in 2016 Umschichtungen in Höhe von minus 13,1 Prozent verbucht. Privatkunden erhöhten ihre Einlagen dagegen um 4,3 Prozent. Dabei waren vorrangig Sichteinlagen sowie zunehmend auch Termingelder gefragt.

Wertpapiere:

Das Jahr 2016 zeigte eine positive Entwicklung im Wertpapiergeschäft. Hier standen, wie im Vorjahr, insbesondere Investmentanteile im Fokus des Kundeninteresses. Unsere Kunden reagieren inzwischen zunehmend auf das Niedrigzinsumfeld, indem sie mit unseren Beratern gezielt nach individuellen Anlagealternativen suchen.

Die Sparkasse Mainz wurde am 19. Februar 1827 als erstes Kreditinstitut Rheinhessens gegründet und vollendete daher jüngst das 190. Jahr ihres Bestehens. Thorsten Mühl zum Jubiläum: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Mainz sowie der Vorstand sind stolz darauf, in einer solch langen Tradition stehen zu dürfen. Das ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich. Wir wollen heutigen und künftigen Bürgerinnen und Bürgern in Mainz und Rheinhessen ein starker und sympathischer Partner sein und unseren nachfolgenden Generationen eine erfolgreiche und gesunde Sparkasse übergeben. Dafür arbeitet unser Team mit großer Leidenschaft.“