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Sparkasse Mainz fördert Bildungsprojekte im Landkreis Mainz-Bingen mit über 42.000 Euro

Die Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen, Dorothea Schäfer, übergab heute gemeinsam mit dem Vorstand der Sparkasse Mainz, Thorsten Mühl und Michael Weil über 42.000 Euro an drei Organisationen aus der Region.
Die Leiterin der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen, Monika Nickels, die Betriebsleiterin der IB Südwest für Bildung und soziale Dienste, Ursula Schade sowie Rosemi Waubert de Puiseau, Mitglied im Kuratorium der Bürgerstiftung Rheinhessen, nahmen die Spende persönlich entgegen.

Seit 1998 unterstützt die Sparkasse Mainz über ihre Förderstiftung Organisationen, die in der Region wertvolle Projekte für das soziale Miteinander ins Leben rufen und begleiten.
2019 wird die Kreisvolkshochschule in drei Projekten unterstützt, die Migranten und angehende Berufseinsteiger fördern. Darüber hinaus wird der Internationale Bund Südwest für Bildung und soziale Dienste mit einer Spende bedacht, die zwei Projekten für den frühestmöglichen Zugang in die Berufswelt zugute kommt.
Die Bürgerstiftung Rheinhessen ist die dritte Organisation, die eine Förderung erhält. Sie hilft Kindern der ersten und zweiten Klasse dabei, richtig Lesen zu lernen.

Landrätin Dorothea Schäfer freut sich über die großzügige Spende zur Unterstützung der Projekte: „Bildung ist eine gemeingesellschaftliche Aufgabe, da sie der Schlüssel zu einem Leben mit Chancen und Möglichkeiten ist. Alle diesjährigen Bildungsprojekte sind großartig und fördern viele verschiedene junge Menschen, die unsere Mitwirkung benötigen.“
Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, ergänzt: „Bildung spielt in jedem Kontext des Lebens eine besondere Rolle. Vor allem ist der Zugang zur Bildung ein wichtiger Grundstein für die gesellschaftliche Integration, wobei das Beherrschen der deutschen Sprache im Vordergrund steht. Als regionales Kreditinstitut gehört es zu unserem Grundverständnis, soziale Projekte in unserem Umland zu unterstützen.“

Die diesjährige Förderung ermöglicht im Detail folgende Projekte:

1. Berufsorientierung für Neuzugewanderte (IB Südwest)

In unser Land Geflüchtete, deren rechtlicher Status noch ungeklärt ist, haben keinen Zugang zu berufsorientierenden Maßnahmen. Diese jungen Menschen möchte die IB Südwest mit ihrem „Check-In“ frühestmöglich erreichen und sie für den deutschen Arbeitsmarkt sensibilisieren. Dafür wird ihnen eine Tagesstruktur geschaffen und gemeinsam mit den Sozialarbeitern bzw. freien Mitarbeitern eine berufliche Perspektive erarbeitet. Damit eine effektive Zusammenarbeit entstehen kann, werden sowohl Einzel- als auch Gruppengespräche zur Vertrauensförderung angeboten. Des Weiteren werden die Teilnehmer an der Schwelle zum Berufsstart unterstützt, indem sie bei Behördengängen und Wohnungsbesichtigungen begleitet werden.
„Jungen Menschen eine Perspektive aufzuzeigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich ihrer eigenen Kompetenzen bewusst zu werden, ist eine große Aufgabe, die wir mit Engagement erfüllen“, sagt Ursula Schade, Betriebsleiterin der IB Südwest.
Für diese unterstützenden Maßnahmen werden insgesamt 26.000 Euro gespendet.

2. Fortbildungsmaßnahmen für eine gezielte Bildung junger Migranten (KVHS)

Jeder Unterricht für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist auch ein Sprachunterricht. In Seminaren werden die von Bernt Ahrenholz, Professor der Universität Jena, entwickelten sprachdidaktischen Modelle angewandt, um Lehrerinnen und Lehrer, die mit der Zielgruppe zusammenarbeiten, zu schulen und zu sensibilisieren. Auf diese Weise kann die deutsche Sprache in allen Unterrichtsfächern bewusst vermittelt werden.
„Mit diesem Wissen können sich Lehrerinnen und Lehrer noch besser auf die Förderung der Zielgruppe einstellen. Diese Schulungen sehen wir im Kontext der Vorbereitung auf die Berufsreife als eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg der jungen Menschen in den Ausbildungsmarkt“, sagt die Leiterin der Kreisvolkshochschule, Monika Nickels.
Hierfür werden 6.000 Euro zur Verfügung gestellt.

3. Verbesserung der Chancen junger Migranten auf dem Ausbildungsmarkt (KVHS)

Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund erzielen trotz Lernbereitschaft häufig deutlich schwächere Leistungsergebnisse als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aus einheimischen Familien. Die Gründe hierfür liegen in der Schwierigkeit, die Unterrichtssprache so zu beherrschen, als wäre sie die Muttersprache. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Unterrichtsfach Deutsch, sondern auch auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer.
Um die Sprachbarriere so weit wie möglich zu senken, hat die Kreisvolkshochschule ein Konzept zur Wortschatzerweiterung entwickelt, das insbesondere naturwissenschaftliches Vokabular sowie die dazugehörigen Erklärungsmuster in den Vordergrund stellt.
Um diese Kurse konzeptgerecht anbieten zu können, spendet die Förderstiftung der Sparkasse Mainz 3.800 Euro an die Kreisvolkshochschule.

4. Projekt für eine erfolgreiche Bewerbung auf dem Arbeitsmarkt (KVHS)

Im Zeitalter der Digitalisierung ist das Beherrschen einer zweiten Fremdsprache unerlässlich. Damit steht vor allem die englische Sprache als Einstellungskriterium ganz weit oben auf der Wunschliste der Arbeitgeber. Um die Chancen zu erhöhen, absolvieren viele Bewerberinnen und Bewerber einen Sprachkurs, wie beispielsweise „The European Language Certificate“ (telc) in Englisch. Bewertet werden die Kursbesucher in den folgenden Bausteinen: Leseverstehen, Hörverstehen, schriftlicher Ausdruck, Kontaktaufnahme und das Lösen von Aufgaben. Zur bestmöglichen Vorbereitung auf die Abschlussprüfung bietet die Kreisvolkshochschule Unterstützungskurse an.
Damit die Kurse dezentral in Kleingruppen durchgeführt und zu finanzierbaren Preisen angeboten  werden können, wird dieses Projekt mit 1.300 Euro bezuschusst.

5. Frühe Leseförderung von Kleinkindern durch das LeseLernHilfeprojekt (Bürgerstiftung Rheinhessen)

Nicht alle Kinder lernen das Lesen im gleichen Tempo oder mit den gleichen Voraussetzungen. Deshalb hat die Bürgerstiftung Rheinhessen das Projekt 2011 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Kinder in der sensiblen Leselern-Phase individuell zu unterstützen und somit einen Beitrag zum erfolgreichen Durchlaufen der Schulzeit von Beginn an zu leisten. Dabei werden förderbedürftige Kinder aus der 1. und 2. Klasse ausgewählt, um mit ihnen in Einzelarbeit das Lesen besser zu lernen. In Kooperation mit Volkshochschulen in der Region werden ehrenamtliche Lesehelferinnen und –helfer in einer zweitätigen Grundqualifizierung für ihre Tätigkeit geschult.
Um die Weiterbildungs- und Qualifizierungskosten der Lesehelferinnen und –helfer tragen zu können, empfängt die Bürgerstiftung Rheinhessen eine Spende von 5.000 Euro.

„Lesen ist eine Basiskompetenz und Voraussetzung, um Schule, Beruf, das Leben allgemein meistern zu können“, sagt Rosemi Waubert de Puiseau, Mitglied im Kuratorium der Bürgerstiftung Rheinhessen, und hebt so die zentrale Bedeutung der Leseerziehung hervor.

Michael Weil, Vorstand der Sparkasse Mainz, betont: „Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben sowohl im Alltag als auch im Beruf. Leider ist der Zugang zur Bildung nicht für jeden Menschen gleich gegeben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass persönliches Engagement in die Tat umgesetzt werden kann, indem die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. All diese Projekte fördern junge Menschen individuell und auf vielen verschiedenen Wegen. Daher freuen wir uns auch in diesem Jahr, einen Beitrag zu deren Unterstützung leisten zu dürfen.“

Von |2019-02-19T16:45:03+00:0019. Februar 2019|Ihre Sparkasse, Presse|

Über den Autor:

Thomas Bach
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Mainz. Bloggt und twittert mit den Schwerpunkten Geschäftspolitik, Kapitalmarkt und Immobilien. Ihr Ansprechpartner für Presseanfragen sowie für das Sponsoring der Sparkasse.