Über 37.000,- Euro für soziale Zwecke

Förderstiftung 2018

Michael Huber, Dorothea Schäfer, Thorsten Mühl, Monika Nickels, Michael Weil (v.l.n.r.)

Landrätin Dorothea Schäfer und der Vorstand der Sparkasse Mainz, Thorsten Mühl und Michael Weil, übergaben heute insgesamt 37.400,- Euro an zwei Organisationen. Die Leiterin der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen, Monika Nickels, sowie Michael Huber, Geschäftsführer von in.betrieb Gesellschaft für Teilhabe und Integration freuen sich über die Zuschüsse.

Das Kapital der Förderstiftung erwirtschaftet regelmäßig einen Gewinn, der zur Förderung sozialer Zwecke eingesetzt wird. Im Jahr 2018 wird ein Programm der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen zur Verbesserung der Eingliederbarkeit von jugendlichen Migranten in die Arbeitswelt sowie von in.betrieb zum Ausbau der Tablet-gestützten Bildungsarbeit für junge Menschen mit Behinderung gefördert. Landrätin Dorothea Schäfer ist von den Plänen beeindruckt: „Beide Projekte fördern die Entwicklung junger Menschen nachhaltig. Hier wird Hilfe geleistet, wo sie sich elementar auf die Zukunft von Menschen auswirkt.

Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, ergänzt: „Unterstützung ist immer am effektivsten, wenn sie von einer Gemeinschaft getragen wird. Als regionales Kreditinstitut unterstützen wir diese wertvollen Angebote in unserem Landkreis daher mit großer Freude.

Die Förderung im Jahr 2018 wird im Detail den folgenden Projekten zugutekommen:

1. Verbesserung der Eingliederbarkeit von jugendlichen Migranten in die Arbeitswelt (KVHS)

Für junge Menschen, insbesondere Flüchtlinge, ist der Übergang von der Schule ins Berufsleben nicht so einfach, wie er sein könnte. Oft fehlt ihnen ein Schulabschluss oder bereits erworbene Qualifikationen werden auf dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht nachgefragt. Um den Jugendlichen dennoch eine Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, hat die Kreisvolkshochschule ein mehrstufiges Verfahren entwickelt. Hierbei werden im ersten Schritt die Deutschkenntnisse nach europäischem Referenzrahmen ermittelt. Anschließend werden bereits erworbene schulische und/oder akademische sowie berufliche Qualifikationen festgestellt. Dies erfolgt mittels standardisierter Tests, die eine Vergleichbarkeit mit deutschen Maßstäben erlauben. Diese Bildungskette wird durch Brückenkurse in Deutsch und Mathematik sowie nachholende Schulabschlüsse vervollständigt. Hierdurch werden individuelle Lernprozesse gefördert.

Um den Bedarf an Unterrichtsstunden vollständig abzudecken, werden der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen 30.000 Euro aus den Fördermitteln der Förderstiftung der Sparkasse Mainz zur Verfügung gestellt. „Dank der Fördermittel können wir alle Menschen, die unsere Bildungsangebote wahrnehmen möchten, auf ihrem Weg der beruflichen Qualifikation unterstützen. Davon profitiert letztlich nicht nur der Einzelne, sondern auch die Region“, ist Monika Nickels, Leiterin der KVHS, überzeugt.

2. Ausbau der Tablet-gestützten Bildungsarbeit für junge Menschen mit Behinderung (in.betrieb)

Das zweite geförderte Projekt widmet sich der Qualifikation junger behinderter Menschen im Umgang mit technisch aktuellen Medien. Durch Nutzung von Tablet-Computern soll die Bildungsarbeit ausgebaut und Vorarbeit für einen späteren Einsatz in unterschiedlichen Arbeitsbereichen geleistet werden. Denn Industrie 4.0, also die Verknüpfung von industrieller Produktion und moderner Informations- und Kommunikationstechnik, hat auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung Einzug gehalten. Die Nutzung von Tablet-Computern hilft diesen Menschen dabei, sich den neuen Herausforderungen in ihrem Alltag zu stellen. Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen wird es so ermöglicht, die mediale Welt durch beispielsweise Sprachsteuerung, Berührungseingabe auf dem Bildschirm und visuelle Angebote zu begreifen und zielgerichtet einzusetzen. Die dafür notwendigen Investitionen in Tablet-Computer und Zubehör belaufen sich auf rund 7.400 Euro, die ebenfalls durch die Förderstiftung der Sparkasse Mainz finanziert werden. Michael Huber, Geschäftsführer der in.betrieb Gesellschaft für Teilhabe und Integration ist hocherfreut: „Dank der finanziellen Unterstützung können wir einen weiteren Schritt in die „digitale Bildung“ von Menschen mit Behinderung gehen, unser Werkstattangebot innovativ gestalten und uns weiter als modernes Bildungsunternehmen entwickeln.

Michael Weil, Vorstand der Sparkasse Mainz, betont: „Es ist beachtlich, welche persönlichen Anstrengungen zur Umsetzung der geförderten Projekte unternommen werden. Uns freut daher besonders, dass die Förderstiftung der Sparkasse Mainz ihren Teil in Form finanzieller Unterstützung dazu beitragen kann.