Sparkasse Mainz öffnet Filialen im VollbetriebVerwaltungsräte der Sparkassen Worms-Alzey-Ried und Mainz erteilen den Vorständen den Auftrag für ergebnisoffene Untersuchung bis hin zu einer möglichen Fusion

Die Verwaltungsräte der Sparkasse Mainz und der Sparkasse Worms-Alzey-Ried haben die Vorstände beider Häuser mit der Prüfung der Intensivierung der bestehenden Kooperation beauftragt. Die Zukunftssicherung der Sparkasse soll mit Hilfe eines externen Beratungsunternehmens dargelegt werden. Dabei geht es um Chancen einer vertieften Zusammenarbeit bis hin zu einer möglichen Fusion.

Zur Sicherstellung des öffentlichen Auftrages hatten die Verwaltungsräte der Sparkasse Mainz und der Sparkasse Worms-Alzey-Ried vor dem Hintergrund der Niedrigzinspolitik bereits 2016 Kooperationsfelder in der Zusammenarbeit beider Häuser prüfen lassen.

Seitdem arbeiten die Sparkassen bei verschiedenen Projekten eng zusammen und haben Geschäftsprozesse vereinheitlicht.

„Beide Sparkassen bewältigen zentrale Herausforderungen der Branche bislang sehr erfolgreich. Den pragmatischen und erfolgreichen Weg zur Zukunftssicherung der Sparkasse möchten wir fortsetzen. Wir können dabei aufbauen auf den guten Erfahrungen mit der Kooperation in ausgewählten Fragestellungen. Diese Kooperationslösungen scheinen mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinsphase, das veränderte Kundenverhalten aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung, das Auftreten neuer Wettbewerber sowie hohe regulatorische Anforderungen größtenteils mittlerweile jedoch ausgereizt. Wir prüfen nun, ob für die Zukunftssicherheit der Sparkassen in der Region ein neues Fundament gebraucht wird“, so der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Worms-Alzey-Ried Adolf Kessel, Oberbürgermeister von Worms.

Dorothea Schäfer, Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Mainz und Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen betont: „Das Kooperationsprogramm zwischen den Sparkassen Mainz und Worms-Alzey-Ried hat gezeigt, dass gemeinsam erfolgreich Projekte zum Vorteil der Region realisiert werden können. Die Geschäftsstrategie beider Institute eröffnet grundsätzlich sowohl den Weg der weiteren Selbstständigkeit als auch eine vertiefte Zusammenarbeit. Für beide Varianten sind die Häuser gut gerüstet. Jetzt gilt es, Chancen und Möglichkeiten ergebnisoffen zu prüfen.“

Im Rahmen der bisherigen Kooperation betreiben die Sparkasse Worms-Alzey-Ried und die Sparkasse Mainz unter anderem seit 2018 ein gemeinsames Kunden-Servicecenter. Auch bei regulatorischen Aufgaben und der Neuausrichtung zentraler interner Dienste geht man bereits gemeinsame Wege.

Dr. Marcus Walden, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, dazu: „Wir haben nach den erfolgreichen Kooperationen der letzten Jahre einige Potenziale bereits gehoben und eine sehr gute Vertrauensbasis zwischen den Teams geschaffen. Das ist eine exzellente Grundlage für die kommenden Gespräche, denn, dass wir gemeinsam erfolgreich sind, haben wir uns und unseren Kunden schon gezeigt“.

„Bei der Bewertung gemeinsamer Zukunftsoptionen ist es für beide Sparkassen entscheidend, dass ein verstärktes Zusammengehen für Kunden, Mitarbeitende und für den Wirtschaftsstandort Rheinhessen und das hessische Ried insgesamt greifbare Vorteile gegenüber der bisherigen Aufstellung bringt. Diese Vorteile herauszuarbeiten wird das Leitmotiv der Untersuchung und Gespräche in den kommenden Monaten sein“, betont Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz.

Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried wies im Jahr 2019 eine Durchschnittsbilanzsumme von 3,14 Milliarden Euro auf. Das Kreditvolumen lag bei 2,06 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen betrugen 2,66 Milliarden Euro. Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried beschäftigte Ende 2019 insgesamt 517 Mitarbeitende, davon waren 29 Auszubildende.

Die Durchschnittsbilanzsumme der Sparkasse Mainz lag im Jahr 2019 bei 2,350 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft erreichte 2019 ein Volumen von 1,73 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen betrugen 1,89 Milliarden Euro.

Die Sparkasse Mainz beschäftigte zum Jahresende 2019 insgesamt 373 Mitarbeitende, davon 17 Auszubildende.