Sparkasse Mainz und LBS Südwest informieren gemeinsam mit dem Netzwerk Modernisierungsoffensive über Chancen der Gebäudesanierung und über die Immobilie als Altersvorsorge.

Wie leben wir in der Zukunft?“, unter dieser Leitfrage ging Dipl. Ing. Ronny Meyer am gestrigen Abend im Frankfurter Hof gemeinsam mit zahlreichen Bauexperten auf die Suche nach zeitgemäßen Antworten zum Thema Modernisierung der eigenen Immobilie. „Der demografische Wandel, die Änderung unserer Lebens- und Wohngewohnheiten, die Herausforderungen beim Klimaschutz: All diese Faktoren sorgen für massiven Modernisierungsbedarf im deutschen Immobilienbestand“, hielt Meyer fest. „Um das individuell passende Modernisierungskonzept zu finden, braucht es gute Beratung in allen Themenfeldern. Von den Energieexperten des Handwerks, über die richtige Finanzierungsstrategie bis hin zum gezielten Einsatz von Fördermitteln“, so Meyer weiter.

Unter den geladenen Gästen der Gesprächsrunde waren neben Vertretern des Handwerks auch Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz und Uwe Wöhlert, stv. Vorstandsvorsitzender der LBS Südwest. Mit Blick auf die aktuelle Zinssituation erläuterte Thorsten Mühl zunächst die Vorteile einer langfristigen Zinsbindung: „Wir wissen nicht genau, wann und wie schnell die Zinsen wieder steigen werden. Aber sicher ist: Irgendwann werden sie wieder steigen. Jeder Euro, den ich als Modernisierer dann mehr an Zinsbelastung habe, schränkt meine Investitionsmöglichkeiten ein.“ Zur Sicherung des aktuellen Zinsniveaus gebe es neben der Länge der Zinsbindung weitere Instrumente, mit denen sich eine individuelle Strategie wählen ließe, so Mühl weiter: „Auch ein Klassiker wie der Bausparvertrag kann heutzutage nicht nur für die finanzielle Vorbereitung von Bauvorhaben genutzt werden. Im Modell der Sofortfinanzierung beispielsweise nutze ich als Kreditnehmer, wie der Name schon sagt, sofort diese Option und sichere mir damit das Zinsniveau über die gesamte Laufzeit.“ Entscheidend sei, alle zur Verfügung stehenden Finanzierungsbausteine und die in Frage kommenden Fördermittel ganzheitlich in die Beratung mit einzubeziehen.

Mit Blick auf die selbstgenutzte Immobilie als Form der Altersvorsorge erklärte Uwe Wöhlert: „Zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten Eigentümer durch die staatliche Wohnriester-Förderung. Sie kann bei einer Eigenheimfinanzierung Vorteile von mehreren zehntausend Euro bieten. Das spart Zinsen und verkürzt die Finanzierungslaufzeit erheblich.“ Wohnriester könne sich für Familien mit Kindern ebenso lohnen wie für Alleinstehende, es bestehen keine Einkommensgrenzen. Seit 2014 erlaube der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen die Verwendung der Riester-Förderung glücklicherweise auch für altersgerechte Umbaumaßnahmen bei selbstgenutzten Immobilien. „Nun fehlt nur noch der ‚Grüne Riester‘, mit dem auch energetische Sanierungen gefördert werden können“, wünscht sich Uwe Wöhlert zum Abschluss.

Auch zu wichtigen Aspekten aus den Bereichen Baurecht und Bautechnik standen die interviewten Fachleute Rede und Antwort. Hier gab das aus der RTL2-Serie „Die Bauretter“ bekannte Team aus der Fachanwältin Manuela Reibold-Rolinger und dem Architekten John Kosmalla den Zuhörern mit auf den Weg: „Ein Haus zu bauen oder zu modernisieren ist häufig mit starken Emotionen und existenziellen Entscheidungen verbunden. Oft fehlen in Baukrisen finanzielle und emotionale Ressourcen. Das stellt die Bauherren dann auf eine harte Probe. Unserer Erfahrung nach gibt es drei Dinge, die für ein gelungenes Projekt entscheidend sind: Ausreichend Zeit für die Planung nehmen, finanzielle und zeitliche Reserven einplanen und vor allem: Ein kompetentes Beraterteam für die präventive Bauberatung.“

Im Anschluss an die Talk-Runde nutzten viele der gut 300 Gäste die Gelegenheit, sich mit den Experten über ihre konkreten Modernisierungspläne auszutauschen.

Informationen zum Netzwerk Modernisierungsoffensive

Da es für eine erfolgreiche Modernisierung viele kompetente Partner aus unterschiedlichen Fachbereichen braucht, hat die Sparkasse Mainz gemeinsam mit kooperierenden Unternehmen aus dem Handwerk ein regionales Netzwerk gegründet. Unter dem Dach der Modernisierungsoffensive finden Hauseigentümer künftig alle Kompetenzen, die im Laufe von Modernisierungsmaßnahmen gefragt sind. Zertifizierte Handwerker ebenso wie das Know-how in der Immobilienfinanzierung und die umfassende Beratung zu Fördermitteln.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie regelmäßig über Twitter bei @SparkasseMainz und unter www.sparkasse-mainz.de