Verwaltungsräte der Sparkassen Worms-Alzey-Ried und Mainz sind von Plänen für ein gemeinsames rheinhessisches Kreditinstitut überzeugt und empfehlen kommunalen Trägern die Zustimmung zur Fusion. Kommunalparlamente und Zweckverbände der Gebietskörperschaften entscheiden final über Bildung der neuen Sparkasse.

In ihren jüngsten Sitzungen haben die Verwaltungsräte der Sparkasse Worms-Alzey-Ried und der Sparkasse Mainz die Verhandlungen über eine Fusion der beiden Häuser erfolgreich abgeschlossen. Beide Gremien empfehlen den beteiligten Gebietskörperschaften, dem Vorschlag der Verwaltungsräte zur Fusion zuzustimmen. Werden alle Entscheidungen im vorgesehenen Zeitplan in den beteiligten Kommunalparlamenten und Zweckverbänden in diesem Sinne getroffen, entsteht zum 01. Januar kommenden Jahres die größte rheinland-pfälzische Sparkasse.

Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz und Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Mainz, sagt: „Stimmen die Träger beider Institute final dem Vorschlag zur Fusion zu, dann setzen sie mit der neuen Sparkasse auf die gemeinsame Stärke, den Lebens- und Wirtschaftsraum hier bei uns gleichermaßen nachhaltig weiterzuentwickeln. Wir schaffen dazu immer mehr leistungsfähige und größere Partnerschaften. Dabei weiter nah bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sein, dafür stünde die neue Sparkasse mit der geplanten regionalen Ausrichtung, ihrer langen Tradition und mit ihrer modernen, digitalen Kompetenz“.

Heiko Sippel, Landrat des Landkreises Alzey-Worms und Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, betont: “Wir sind auf dem besten Weg für Rheinhessen und das hessische Ried, die größte Sparkasse in Rheinland-Pfalz zu schaffen. Ein klares Zeichen für das Zusammenwachsen der Region – wie wir es von der Energieversorgung, der Touristik, der Wirtschaftsförderung und der Weinwirtschaft auch schon kennen. Zudem ist das eine ideale Voraussetzung, durch einen großen öffentlich-rechtlichen Finanzpartner die beiden stark wachsenden Wirtschaftsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar zu verbinden“

„Die Entscheidung zur Bildung einer neuen Sparkasse geht jetzt auf die Zielgerade. Die Gespräche, die zum vorliegenden Vorschlag geführt haben, wurden von allen Beteiligten zielstrebig und mit Blick auf die positiven Zukunftsperspektiven für Kundinnen und Kunden, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die kommunalen Partner in der Region geführt“, so Dr. Marcus Walden, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Worms-Alzey-Ried.

Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, erklärt: „Gemeinsam mit unseren kommunalen Trägern konnten wir einen attraktiven Plan für ein neues, starkes regionales Kreditinstitut entwickeln. Die beteiligten Gebietskörperschaften haben damit nun eine umfassende Grundlage für die Bewertung der unterschiedlichen Zukunftsoptionen und für ihren abschließenden politischen Willensbildungsprozess.“

Hintergrundinformationen:

Die Durchschnittsbilanzsumme der Sparkasse Mainz lag im Jahr 2020 bei 2,621 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen erreichte 2020 ein Volumen von 1,89 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen betrugen 2,125 Milliarden Euro. Die Sparkasse Mainz beschäftigte zum Jahresende 2020 insgesamt 362 Mitarbeitende, davon 24 Auszubildende.

Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried hat das Jahr 2020 mit einer Durchschnittsbilanzsumme von 3,601 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Kreditvolumen betrug 2,205 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen der Sparkasse Worms-Alzey-Ried lagen bei 2,828 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried beschäftigte in 2020 insgesamt 505 Mitarbeiter, davon 32 Auszubildende.