Sparkasse Mainz und Berenberg informieren Unternehmer über die Konsequenzen der Geldpolitik für Konjunktur, Währungen, Zinsen und Aktienmärkte.

Am 05. März veranstaltete die Sparkasse Mainz ihr traditionelles Unternehmerfrühstück. Als Gastreferent war diesmal Dr. Jörn Quitzau, Leiter Wirtschaftstrends der Hamburger Privatbank Berenberg, eingeladen. Berenberg ist Kooperationspartner der Sparkasse im Bereich der Vermögensverwaltung und verfügt aufgrund seiner Spezialisierung über umfangreiche Kompetenz in der Analyse globaler Kapitalmärkte. Die Zusammenarbeit beider Institute im Dienst der Kunden beschrieb Michael Weil, Vorstand der Sparkasse Mainz, den anwesenden Unternehmern wie folgt: „Für die Einschätzung aktueller Finanz- und Wirtschaftstrends greifen wir neben unseren Verbundpartnern, wie zum Beispiel der Deka oder der Landesbank Baden-Württemberg, auch gezielt auf externe Spezialisten wie Berenberg zurück. Damit erschließen wir unseren Kunden auch deren Kapitalmarkt-Know how, das auf langjähriger Erfahrung und einem internationalen Analystennetzwerk beruht. Wir übersetzen diese Analysen dann in konkrete Empfehlungen für unsere Kunden, denn für die und für deren individuelle Bedürfnisse sind wir die Spezialisten.“

Dr. Quitzau gab in seinem anschließenden Vortrag einen hintergründigen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Börsen und der Währungsmärkte und ging auf die Geldpolitik der Zentralbanken der USA, der Eurozone und Japans ein. Die gravierenden Auswirkungen aktueller geldpolitischer Entscheidungen gerade für Unternehmer machte er an konkreten Beispielen deutlich: „Wenn der Eurokurs aufgrund der EZB-Politik sinkt, dann werden für Unternehmen die Vorleistungen von Zulieferern mit Sitz außerhalb der Eurozone zwar teurer, aber dafür wird der Warenexport – z.B. in die USA – günstiger. Unter dem Strich belebt ein schwächerer Euro die Konjunktur.“

Die Entwicklungen globaler Märkte zu beobachten sei auch für mittlere und kleine Unternehmen heute wichtiger als früher, so Dr. Quitzau weiter, da die verschiedenen Wirtschaftsräume heute viel enger miteinander vernetzt seien. Michael Weil konkretisierte die Ausführungen des Referenten mit Blick auf die Kunden der Sparkasse Mainz: „Ob Maßnahmen wie eine Zins- oder Währungsabsicherung für den einzelnen Unternehmer notwendig sind, kann nur in voller Kenntnis seiner individuellen Situation beurteilt werden.“ Genau hier sieht Weil die Übersetzungsleistung der Sparkasse auf die jeweilige Lage ihrer Kunden.

Zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehöre auch der Blick auf die private Vermögensstrukturierung von Unternehmern. Herr Weil verwies hier insbesondere auf das dauerhaft niedrige Zinsniveau, die zuletzt positive Börsenentwicklung und die zunehmende Bedeutung von Dividenden. Er stellte fest: „Traditionell scheuen viele deutsche Sparer Aktien und bevorzugen Zinsanlagen. Die Aktienmärkte werden voraussichtlich auch in den kommenden Jahren deutlich schwanken. Langfristig orientierte Anleger müssen sich heutzutage allerdings die Frage stellen, was eigentlich das höhere Risiko darstellt: Aktien zu haben, die nach oben und nach unten schwanken können, oder keine Aktien zu haben und auf lange Sicht mit Niedrigzinsen an Kaufkraft zu verlieren?“ Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Kunden die angesprochenen Themen mit den Experten der Firmenkundenbetreuung und des Private Bankings der Sparkasse Mainz.