Startseite » Blog » „Den Zinsschmerz lindern“

„Den Zinsschmerz lindern“

Experten der Sparkasse Mainz und der Privatbank Berenberg informieren gemeinsam über Alternativen für Anleger.

Das rekordtiefe Zinsniveau ist für Sparer schon seit geraumer Zeit eine Herausforderung. Gerade konservativen Anlegern fällt es bei Marktzinsen nahe der Nullgrenze schwer, ihr Geld lohnend zu investieren. Die Sparkasse Mainz gab Kunden im Rahmen einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Berenberg nun Anregungen, wie sich auch in diesem Umfeld noch Chancen auf solide Renditen eröffnen können.

Gastreferent Ansgar Nolte, Leiter Private Vermögensverwaltung bei Berenberg, zeigte zunächst den Weg der Kapitalmärkte ins Zinstal der letzten Jahre auf. „Staatsanleihen guter bis sehr guter Bonität sowie Pfandbriefe waren in der Vergangenheit stets der Dreh- und Angelpunkt konservativer Anlagestrategien. Noch zur Jahrtausendwende machten vorsichtige Sparer damit fast risikolos vier bis fünf Prozent im Jahr. Davon blieb auch nach Abzug der damals höheren Inflation ein auskömmlicher realer Ertrag übrig. Diese Zeiten sind längst vorbei. Wer sein Geld dem Deutschen Staat leiht, der muss inzwischen bis zu einer Laufzeit von acht Jahren dafür etwas bezahlen und bekommt bei zehn Jahren Laufzeit praktisch nichts.“

Ingrid Kölzer-Spitzkopf, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mainz, sieht hier eine zentrale Aufgabe für ihr Institut: „Unser Auftrag ist es, die Bevölkerung bei der privaten Vermögensbildung zu unterstützen. Auch das professionelle Management bereits bestehender Vermögen gehört zu unseren Aufgaben und Kompetenzen. Wir möchten daher nicht nur konstatieren, dass Geldanlage anspruchsvoller geworden ist, sondern auch konkrete Alternativen aufzeigen.“ Berenberg sei, so Kölzer-Spitzkopf weiter, als Privatbankhaus mit langer Tradition aufgrund seiner Expertise bei der Analyse globaler Finanzmärkte gerade im aktuellen Umfeld als Partner eine wertvolle Ergänzung der bereits vorhandenen Kompetenzen im Sparkassenverbund.

Ansgar Nolte ging insbesondere auf das derzeitige „Aktiendilemma“ vieler Sparer ein: „Traditionell haben viele deutsche Anleger einen weiten Bogen um die Aktie gemacht. Inzwischen hat sich bei vielen aber die Einsicht durchgesetzt, dass eine ganz ursprüngliche Funktion dieser Form von Unternehmensbeteiligung, nämlich die Dividende, den derzeit ultraniedrigen Zins zumindest teilweise kompensieren kann.“

Ein vollständiger Umstieg auf Aktien sei aber für konservativ orientierte Anleger keine empfehlenswerte Strategie. „Stattdessen muss man sein Vermögen so strukturieren, dass man auch die Möglichkeiten im Anleihesektor ausschöpft, etwas mehr Rendite zu erwirtschaften. Zum Beispiel mit den derzeit attraktiveren Anleihen in US-Dollar.“ Selbst abzüglich einer entsprechenden Währungssicherung seien hier aktuell durchaus Renditen zwischen einem und zwei Prozent bei überschaubaren Laufzeiten realistisch.

Auch Wandelanleihen, die sich je nach Marktverlauf stärker an der Entwicklung von Aktien- oder Rentenmärkten orientieren, seien ein potenzieller Baustein für eine konservative Strategie. „Sie haben in der Vergangenheit eine aktienähnliche Rendite bei niedrigeren Wertschwankungen erzielt und sind ein möglicher Ersatz für die Erhöhung der Aktienquote. Solche Instrumente können durch eine zusätzliche Beteiligung am Aktienmarkt dazu beitragen, den Zinsschmerz auf der Anleiheseite etwas zu lindern, wenn eine begrenzte Risikoerhöhung für einen konservativen Anleger infrage kommt. Sie gehören aber in der Regel in die Hände von Profis, die sie dann im Zuge einer breit aufgestellten Vermögensverwaltung gezielt einsetzen.“

Marc Barber, Leiter des Private Banking der Sparkasse Mainz, brachte in seinem Vortrag die Zusammenarbeit beider Häuser auf folgende Formel: „Das Kapitalmarkt-Know-how, dass wir unseren Kunden durch diese Partnerschaft erschließen, übersetzen wir für diese dann in individuelle Empfehlungen. Gemeinsam mit ihnen erarbeiten wir eine Strategie, wie wir das Kundenvermögen Stück für Stück aus dem Zinstief holen. Dafür stehen uns gerade in der Vermögensverwaltung sowohl Lösungen von Verbundpartnern der Sparkassen als auch von Berenberg zur Verfügung. Und das für größere Vermögen wie auch für Kleinsparer.“

Von |2017-01-20T12:39:34+00:0024. April 2015|Ihre Sparkasse, Presse|

Über den Autor:

Thomas Bach
Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Mainz. Bloggt und twittert mit den Schwerpunkten Geschäftspolitik, Kapitalmarkt und Immobilien. Ihr Ansprechpartner für Presseanfragen sowie für das Sponsoring der Sparkasse.