Rheinhessen ist musikalisch sehr aktiv, unter anderem mit dem Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ oder auch der „Mainzer Singakademie“.

Alle zwei Jahre vergibt der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Landesmusikrat und dem SWR fünf Musikstipendien an besonderes begabte junge Künstlerinnen und Künstler. 2016 hat ein junger Musiker und Komponist aus Mainz die begehrte Förderung über 3.000 Euro erhalten: Franz Ferdinand August Rieks war zu dem Zeitpunkt 17 Jahre, stand kurz vor dem Abitur und ist ein musikalisches Ausnahmetalent.

Ein gemeinsames Gespräch mit unserem Vorstandsvorsitzenden und der Allgemeinen Zeitung gab Gelegenheit, den Musiker näher kennenzulernen. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und wir wollten von Franz wissen, was sich seither bei ihm getan hat.

Sparkasse Mainz: Franz, wir haben uns zuletzt im Juni 2016 gesehen und bestimmt hast du zwischenzeitlich viel erlebt. Wie ist dein letztes Jahr musikalisch gelaufen?

Franz Rieks: Großartig! Im Sommer 2016 wurde ich für das Composer Seminar des „Lucerne Festival“ ausgesucht und war als Bundespreisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend komponiert“ von Jeunesses Musicales im Schloss Weikersheim. Meine Komposition wurde anschließend in der Musikhochschule Frankfurt uraufgeführt. Außerdem war ich bei den „Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik“ Solist in „John Cage’s Concert for Piano and Orchestra“ und im Mainzer Staatstheater war ich Solist in Gershwin’s Klavierkonzert „Rhapsody in Blue.“ Während der Abiturphase habe ich ein halbstündiges Auftragswerk für die Musikfabrik Köln komponiert. Als Wolfgang-Rihm-Stipendiat 2017 der Hoepfner-Stiftung Karlsruhe habe ich mit zwei hervorragenden finnischen Akkordeonisten zusammengearbeitet und ein Auftragswerk für sie komponiert. Nun hat die aufregende und inspirationsreiche Zeit meines Studiums an der „Staatlichen Hochschule für Musik“ in Karlsruhe begonnen.

Franz Ferdinand August RieksSparkasse Mainz: Du hast damals ein einjähriges Musikstipendium über 3.000 Euro erhalten. Für was hast du dein Stipendium denn letztendlich verwendet?

Franz Rieks: Dank der Förderung durch das Sparkassen-Musikstipendium konnte die Herstellung meiner jetzt erschienenen Debut-Solo-CD mit Werken von Beethoven, Prokofjew reibungslos ablaufen. Außerdem konnte ich mit dem Stipendium meinen iMac mitfinanzieren, um durch die neuen technischen Möglichkeiten hervorragend an großen Orchesterpartituren arbeiten zu können.

Sparkasse Mainz: Es ist wirklich beeindruckend, was du bisher schon alles erreicht hast, Franz. Sicherlich bist du noch lange nicht an deinem Karriereziel angelangt. Was sind deine Pläne für 2018?

Franz Rieks: Zuerst einmal freue ich mich schon sehr auf das Stipendiatenkonzert der Sparkasse, des Landesmusikrats, des Kultusministeriums RLP und des „Jugend Ensemble Neue Musik RLP“, welches am 28. November im Landtag stattfinden wird. Dort werde ich Prokofjews hochvirtuose Sonate vortragen. In meinem Studium in Karlsruhe bin ich natürlich auch vielseitig an Projekten und Konzerten beteiligt. Außerdem steht eine Zusammenarbeit mit der „Internationalen Ensemble Modern Akademie“ bevor und eine CD-Einspielung von Werken des Komponisten Dieter Mack mit dem Studio Musikfabrik. Weiter kann ich jedoch noch gar nicht in die Zukunft blicken, da sich in kurzer Zeit immer viele neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen sowie Engagements und Aufträge ergeben. Ich freue mich aber schon auf das nächste Jahr bzw. die nächsten Jahre und bin gespannt, was sich noch alles entwickeln wird.

Sparkasse Mainz: Franz, das hört sich alles sehr aufregend an. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und danken dir für das Gespräch.

Weitere Informationen zu Franz Ferdinand August Rieks gibt es auch auf der Homepage des jungen Künstlers.