Aus Solidarität auf Distanz

Es ist das Gebot der Stunde: Social Distancing. In der Corona-Krise ist Abstand halten angesagt. Menschen sollen sich nicht zu nahekommen. Zu Hause bleiben, soweit es geht: Das ist derzeit der wichtigste Tipp, den jeder Einzelne im Kampf gegen das Coronavirus befolgen sollte. Je weniger Kontakt Menschen zueinander haben, desto geringer ist die Gefahr der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2. Wir erklären, was genau dahintersteckt und geben Tipps, wie Sie am besten Abstand halten können.

Distanz kann vor Infektionen schützen

Per Tröpfchen-Infektion wird Corona verbreitet, also beim Sprechen, Niesen und Husten. Um das zu verhindern, hilft es, Distanz zu anderen Menschen zu halten. Besonders, weil bei vielen infizierten Menschen und vor allem bei Kindern nur milde oder gar keine Symptome auftreten.

Social Distancing schützt so besonders ältere Mitbürger*innen und Menschen mit schwachem Immunsystem. Sie sind durch das Virus besonders gefährdet.

Soziale Kontakte reduzieren

Jeder Einzelne hat die Möglichkeit seine sozialen Kontakte auf ein Minimum zu beschränken – auch ohne Quarantäne und Ausgangssperre. Wer darf und kann, arbeitet im Homeoffice. Verzichtet auf Treffen mit Freunden, Bekannten und Verwandten. Feiern sind ebenfalls Tabu. Statt Bus und Bahn sind Fahrrad und das eigene Auto die derzeit angesagten Fortbewegungsmittel.

Warum Social Distancing gerade jetzt so wichtig ist

Warum Social Distancing gerade jetzt so wichtig ist

Genügend Abstand

Aus beruflichen oder privaten Gründen (Familie) lässt sich der Kontakt zu anderen Menschen meist nicht gänzlich vermeiden. Umso wichtiger ist es, genügend Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten. Mindestens ein bis zwei Meter empfiehlt das Robert-Koch-Institut.

Beschränken Sie zudem den Kontakt auf wenige, bekannte Personen. So lassen sich Infektionen im Zweifel schnell nachverfolgen. Verzichten Sie auf Händeschütteln oder Umarmungen. Und: Regelmäßiges Händewaschen nicht vergessen!

Gar nicht oder antizyklisch rausgehen

Gehen Sie außerhalb von Stoßzeiten einkaufen, wenn Supermärkte und Apotheken noch leer sind. Sonnenlicht und Sauerstoff sind dennoch weiterhin wichtig. Gehen Sie daher weiterhin ins Freie. Allerdings gilt auch hier: Halten Sie vorerst bis auf Weiteres Abstand zu Ihren Mitmenschen.

Kinder innerhalb der Familie betreuen

Schulen und Kitas sind geschlossen. Um während der Quarantäne effektiv arbeiten zu können, liegt es nahe, die Kinder gemeinsam zu betreuen – ob mit Freunden oder Verwandten.

Davon rät die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) allerdings ausdrücklich ab – besonders dann, wenn sich die Bezugsgruppen ständig neu zusammensetzen. Denn dadurch steigt wieder das Risiko einer Ansteckung durch das Coronavirus – also genau das, was die Schließungen der Kitas und Schulen verhindern sollen.

Kontakt zu Risikopatienten vermeiden

Auf jeglichen menschlichen Kontakt zu verzichten, das gilt besonders für Menschen, die zu den Risikogruppen gehören – Ältere und chronisch Kranke. Diese sind allerdings gleichzeitig in ihrer Bewegungsfreiheit am meisten eingeschränkt. Wer kann, sollte Ihnen daher Hilfe anbieten, für Einkäufe oder Besorgungen. Durch Vereinbarungen per Telefon und Lieferung direkt vor die Haustür lassen sie sich auch kontaktlos organisieren.

Auf mobile und digitale Banking-Lösungen setzen

Die Versorgung mit Finanzdienstleistungen ist und bleibt sichergestellt – auch in Zeiten von Corona. Kunden müssen sich also weder um Bargeldversorgung noch den Zahlungsverkehr sorgen.

Allerdings rufen viele Sparkassen ihre Kunden zwecks Reduzierung der Ansteckungsgefahr dazu auf, die Geschäftsstellen derzeit nur in wirklich dringenden Fällen aufzusuchen. Ohne Ansteckungsrisiken und genügend sozialem Abstand lassen sich fast alle Bankgeschäfte auch per per Online-Banking, App oder Telefon regeln.