„Ich halte Kunst für lebensnotwendig“ – Ein Gespräch mit der Direktorin der Mainzer Kunsthalle über Existenzielles, Praktisches und den FREItag

Wie geht es Ihnen heute?

Alles gut soweit. Nach dem Regen kommt die Sonne!

Haben Sie Desinfektionsmittel dabei?

Nein. Ich bin immer wieder begeistert, was Wasser und Seife so alles schaffen!

Wo waren Sie, als Sie vom ersten Lockdown im März 2020 erfahren haben?

Mainzer Kreativwirtschaft trotzt der Corona-Krise #6

Stefanie Böttcher, Direktorin der Kunsthalle Mainz.
Foto: Norbert Miguletz.

Wahrscheinlich in der Kunsthalle, war ja ein ganz normaler Freitag. Am Wochenende davor hatte ich die letzte „große“ Reise unternommen: Von Mainz nach Hannover, weiter nach Amsterdam…

Ich war an diesem Wochenende selbst auch auf einer größeren Veranstaltung – dieses „neue Virus“ war zwar schon in den Köpfen, allerdings schien es noch nicht mehr zu sein als ein etwas aufregenderes Gesprächsthema. Hatten Sie in Amsterdam schon eine Vorahnung, dass uns hier eine größere Sache bevorsteht?

Ich hatte weder eine Ahnung von der Ernsthaftigkeit der Situation, noch dass es bereits wenige Tage später zu einem einschneidenden Lockdown kommen könnte. Obwohl es mir beim Besuch der gerammelt vollen Ausstellung in Amsterdam doch etwas mulmig wurde. Niemand trug zu der Zeit irgendwo einen Mund-Nasen-Schutz – das ist heute überhaupt nicht mehr vorstellbar

Was waren anschließend Ihre ersten Gedanken und Aktionen?

Wir waren fassungslos, mussten aber schnell reagieren: Aushänge in der Kunsthalle, Website, Newsletter-Versand – Sorry, we’re closed. Wir haben viele Termine absagen müssen. Mit dem dänischen Künstler Joachim Koester, dessen Ausstellung im zweiten Lockdown eröffnen sollte, war beispielsweise eine Ortsbesichtigung geplant. Eine neue Kollegin hatte am Montag, den 16. März ihren ersten Tag.

Wie hat denn die neue Kollegin ihren ersten Arbeitstag erlebt?

Sie hatte natürlich keinen Vergleich. Aber die gesamte Situation kam ihr völlig surreal vor: ein Ausstellungshaus ohne Besucher*innen. Alles lief anders als angekündigt und wir haben sie nach dem Prinzip „Was wäre wenn“ eingearbeitet. Das Haus befand sich in einem völlig anderen Modus.

Konnten Sie anschließend Teile Ihres Programms retten?

Wir haben bis heute alle geplanten Ausstellungen auch eröffnet bzw. werden dies in den kommenden Monaten tun. Teile unseres Begleitprogramms haben wir digital angeboten (z.B. eine Tagung zu „Enter the Void“), andere haben wir neu konzipiert (Führungen in Kleingruppen im Stuhlkreis, je nach Pandemielage drinnen oder draußen), aber wir haben auch einige Veranstaltungen abgesagt. Das umfangreiche Begleitprogramm unserer aktuellen Ausstellung mit Joachim Koester haben wir mittlerweile komplett in den Juni geschoben (bis Ende Juni läuft sie noch).

Joachim Koester: „The way out ist the way in“ – Ein Einblick

Joachim Koester: Some planetary energies and their possible connections, 2020.

Joachim Koester: Schwarz-weiß Fotografien. Foto: Norbert Miguletz.

Ich finde es sehr beruhigend und schön, dass Sie die Kunst trotz der Pandemie versuchen zu den Menschen zu bringen. Haben Sie vielleicht sogar neue Spielflächen / -orte gefunden, die ohne die Pandemie nicht zu eröffnen gewesen wären?

Ich denke eher, wir hätten sie vor der Pandemie nicht gesucht. Die Bereitschaft wäre aber auch ohne Pandemie da gewesen. Zwischen Februar und Mai lief beispielsweise auf dem Schaufenster vom Gutleut ab Anbruch der Dunkelheit die Videoarbeit „Tarantism“ aus Joachim Koesters Ausstellung. Darüber hinaus liegt dort der Startpunkt für den Audio-Videowalk, den das Kollektiv Dark Matters für uns entwickelt hat. Es ist ein QR-Code an der Scheibe angebracht, der durch Teile der Mainzer Altstadt führt und sie gleichzeitig mit unserer Ausstellung verbindet. Wir haben uns in den vergangenen Monaten sehr stark damit beschäftigt, wie wir unsere Mauern verlassen können; wie das, was in der Kunsthalle Mainz läuft, die Menschen in dieser Zeit erreicht.

Wie bewerten Sie die staatlichen Förderprogramme (kommunale, Landes- und Bundesebene)? Sind diese für die Kunsthalle nutzbar und funktional?

Es ist wichtig, dass es diese Instrumente gibt und sie stellen natürlich eine echte Hilfe dar. Auch weiß ich von vielen Stiftungsmitarbeiter*innen, dass sie in den vergangenen Wochen ungeheuer viele geradezu therapeutische Gespräche mit verzweifelten Anrufer*innen geführt haben. Das zeigt, wie groß die Nöte waren und sind. Dennoch, wenn ich auf die Künstler*innen blicke, ist klar: Die Instrumente sind nicht ausreichend. Wunderbar, wenn ein*e Bildende*r Künstler*in eine einmalige Förderung in Höhe von 7.500 Euro oder über einige Monate jeweils 1.000 Euro erhält, aber wovon sollen die Lebenshaltungskosten gezahlt werden, Produktionskosten für neue Arbeiten? Viele Ausstellungshäuser haben komplette Ausstellungen abgesagt. Welche Möglichkeiten sollten sie haben, dann noch Produktionskosten für Werke abzurechnen, die sie gar nicht zeigen, ganz zu schweigen von Künstler*innenhonoraren?

Die Lockdowns der Kultureinrichtungen kommen einem partiellen Berufsausübungsverbot gleich. Künstler*innen arbeiten in ihren Ateliers, aber die Kunstwerke, die sie erschaffen, darf niemand anschauen – es sei denn, sie werden im öffentlichen Raum aufgestellt oder digital eingestellt. Das bedeutet ganz einfach: Auch die Künstler*innen sind unsichtbar. Was die Pandemie für deren Biografien bedeutet, kann aktuell noch niemand absehen.

Die Situation, wie Sie sie beschreiben, erscheint mir für Künstler*innen fatal. Haben Sie schon erlebt, wie jemand einen schlauen Ausweg gefunden hat? Oder würde die Lage nur durch mehr finanzielle Unterstützung oder mit anderen Kriterien bei den Förderungen besser werden?

Natürlich gibt es tolle Umgangsformen mit dem Ausnahmezustand. Künstler*innen besitzen nach wie vor die Fähigkeit Situationen neu zu denken und dadurch andere Ausgänge aus ihnen heraus zu erfinden. Viele Hilfen waren auch sehr unbürokratisch. Meiner Meinung nach haben die politischen Entscheidungsträger*innen Vieles richtig gemacht oder zumindest gut gemeint und man darf auch nicht vergessen: Für uns alle ist „Pandemie“ ein absoluter Ausnahmezustand, ein real gewordenes worst case scenario. Ich denke aber, dass man den Künstler*innen die Sichtbarkeit nicht so rigoros hätte entziehen dürfen, sondern präsentische Lösungen jenseits des Digitalen, Zwitterformate zulassen sollen. Für die Gegenwartskunst ist aber durch diese rigide Politik der Schließungen der öffentliche Raum wieder stärker in den Fokus gerückt. Ich gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren wieder mehr dort geschehen wird und darauf freue ich mich.

Hat die Kunsthalle Förderungen beantragt und auch schon bekommen?

Wir haben im Rahmen von „Im Fokus – 6 Punkte für die Kultur“ technisches Equipment für Hybridveranstaltungen beantragt und den Zuschlag erhalten. Für uns war das ein sehr angemessenes, unbürokratisches Instrument und die Ausrüstung kommt tatsächlich regelmäßig zum Einsatz.

Haben Sie Remote- oder Hybrid-Shows veranstaltet und wie waren Ihre Erfahrungen damit?

Haben wir seit dem ersten Lockdown. Allgemein stellen wir aber ein abnehmendes Interesse an Digitalveranstaltungen und der Nutzung unseres digitalen Angebots fest. Die Menschen sehnen sich nach tatsächlich geteilten Räumen, physischer Nähe und direktem Austausch. Da man eine Ausstellung normalerweise auch nicht an einem festen Platz sitzend oder stehend rezipiert, sondern sie in der Bewegung erschlossen wird, stellen Digitalformate auch keinen Ersatz, sondern bestenfalls einen Zusatz dar.

Ja das sehe ich ein und stelle ich auch bei den eigenen Musikveranstaltungen fest. Werden Sie die neu erlernten digitalen Formate als – wie Sie sagen – Zusatz beibehalten, wenn es wieder möglich wird, sich Räume zu teilen bzw. haben Sie schon Ideen für spannende Kombinationen aus beidem?

Einige Formate werden bleiben. Kleine Clips als Ausstellungsteaser werden wir von nun an regelmäßig produzieren. Auch Hybridveranstaltungen wie Vorträge oder Tagungen in Präsenz und mit Übertragung per Livestream sind eine tolle Ergänzung. Für die kommende Ausstellung produzieren wir erstmals einen Podcast. Die Pandemiesituation und die Umstellung auf ein digitales Leben, hat auch viele Künstler*innen beeinflusst. Diejenigen, die sich bis dato inhaltlich nicht mit dem digitalen Wandel befasst hatten, entwickeln mittlerweile Werke und Projekte unter direkter Einbeziehung von Digitalformaten. Das wird noch spannend.

Inzwischen sehen die Infektionszahlen sehr gut aus und die ersten Lockerungsschritte stehen an, trauen Sie dem Braten?

Ja, dem traue ich!

Auch die Kunsthalle könnte demnächst wieder öffnen. Machen Sie das dann direkt oder verhalten Sie sich eher abwartend?

Wenn die 7-Tage-Inzidenz weiterhin unter 100 bleibt, dürfen wir am kommenden Donnerstag, den 27. Mai öffnen. Wie auch bei den anderen Lockdowns werden wir am erstmöglichen Tag aufschließen. Die Besucher*innen haben es uns stets gedankt und auch durch unser gesamtes Team ging ein Aufatmen – endlich hat das Leben wieder einen Sinn ;-).

Gerade arbeiten wir auf Hochtouren an den Vorbereitungen für die kommenden Wochen. Die Ferienkurse für Kinder- und Jugendliche dürfen wir bereits zu Pfingsten anbieten. Angesichts der zahlreichen Einschränkungen, denen insbesondere Kinder und Jugendliche seit einem guten Jahr ausgesetzt sind, muss auch alles getan werden, um zumindest kurze Phasen des Austauschs, des geistigen Inputs, der Begegnungen – der Zuversicht – zu ermöglichen. Joachim Koester will noch einmal kommen und nachholen, was er durch die ausgefallene Eröffnung verpasst hat. Es gibt ein tolles Programm für die letzten Wochen der Laufzeit, die seit vielen Monaten ersten hoffnungsvollen Wochen der Pandemie.

Wie sieht ihr Hygiene-Konzept aus?

Wie immer aktualisieren wir auf Basis der jeweils geltenden Hygienebestimmungen unser Konzept. Als für die Besucher*innen aktuell gesetzt gelten: Voranmeldung, Einlassbeschränkungen, Desinfektion, Abstand, medizinischer Mund-Nasenschutz und Kontakterfassung beim Ausstellungsbesuch. Für die Veranstaltungen wie Rundgänge oder Vorträge sind ab dem 2. Juni zusätzlich Testung, Impfung oder die durchlaufene Infektion vonnöten.

Diese Blogserie erscheint über die Sparkasse Mainz, mit der Sie auch eine Partnerschaft starten wollen. Was haben Sie denn genau vor?

Dieses Format haben wir jetzt bereits seit einem Jahr in der Pipeline und wollten eigentlich mit dem Beginn des ersten Lockdowns loslegen… Jetzt endlich gibt es eine Perspektive und am 18. Juli gehen wir an den Start. Kunsthalle Mainz und Sparkasse Mainz launchen ein neues regelmäßiges Format mit dem Namen „Heute FREItag“. An drei Terminen während der jeweils aktuellen Ausstellung laden wir zwischen 14 und 19 Uhr zu freiem Eintritt in die Kunsthalle Mainz sowie zum kostenlosen Besuch von Führungen und Kunstvermittlungsprogramm ein. Neben dem individuellen Gang durch die Ausstellung werden zur vollen Stunde geführte Rundgänge im Wechsel für Erwachsene und Familien stattfinden.

Für die Kleinen geht’s dann im Werkraum (oder unter freiem Himmel) mit einem Kurzworkshop weiter. Das Format „Heute FREItag“ ist inklusiv angelegt und möchte Zugangsmöglichkeiten zur zeitgenössischen Kunst für weitere Besuchsgruppen öffnen. Liegt der Fokus in diesem Jahr auf Familien, sind in den kommenden Jahren Angebote in leichter Sprache, anderen Sprachen, für Seh- oder Hörgeschädigte in Planung. Wir möchten das Programm der Kunsthalle Mainz für jede*n erlebbar machen. Doch zunächst freuen wir uns auf den 18. Juli und zahlreiche Familien.

Aber von der möglichst nahen Zukunft nochmal kurz in die Gegenwart: Sie haben uns freundlicherweise per Video ein paar Einblicke in Ihre aktuelle Ausstellung gegeben. Können Sie uns die dort gezeigten Werke erläutern?

Wir haben mehrere Clips zur Ausstellung „The way out is the way in“ von Joachim Koester produziert, in denen er drei seiner Werke vorstellt. Die geplanten Künstlerrundgänge und -gespräche mit ihm konnten wir bisher nicht durchführen. Daher haben wir uns entschieden, dass er die Rezipient*innen im Rahmen von Kurzvideos in seine Ideenwelt, in der es um Formen der Wahrnehmungserweiterung und Erkenntnisprozesse geht, einlädt. Er spricht über drei Räume der Ausstellung und gewährt Einblick in seine Gedanken. Als Kuratorin der Ausstellung stelle ich eine seiner Meditationsarbeiten vor und gebe eine allgemeine Einführung in Joachim Koesters Arbeitsweise.

Warum haben Sie genau diese Werke ausgewählt?

Joachim Koester hat die Auswahl vorgenommen und wir haben absichtlich nur kurze Sequenzen produziert, die lediglich Ausschnitte der Werke vorstellen und bildlich zeigen. Sollen ja Teaser sein, die Lust auf den Ausstellungsbesuch machen.

Warum hilft uns Kunst in der Krise vielleicht noch mehr als sonst?

Ich habe einen sehr existentialistischen Blick auf die Kunst und halte sie für lebensnotwendig oder mit den Worten eines befreundeten isländischen Künstlers, Egill Saebjörnsson: „Kunst ist da, um mit dem Leben klar zu kommen.“ Das ist keine Sache der Bildung oder der Intelligenz, sondern eine Sache des Zugangs. Man muss von ihr wissen, um ihr Potenzial nutzen zu können, um zu erfahren, wie viel Freiheit man aus der Kunst erhalten kann.

Gegenwartskunst betrifft jeden – unsere Zeit, unsere Fragen, unsere Probleme, unsere Welt. Ein riesiger Vorteil der Gegenwartskunst ist, dass sie keiner realistischen Darstellung unterworfen ist. Sie kann Alternativen schaffen – völlig irrsinnige, düstere, alberne, fantastische Szenarien entwerfen. Das gilt auch für die Pandemiesituation, in der die Orte der Reibung, des Gedankenaustausches und des Perspektivwechsels kategorisch geschlossen wurden. Das halte ich für gefährlich. Wenn Vieles verboten ist, ist es umso wichtiger Freiräume der geistigen Auseinandersetzung zu schützen. Ich lehne es ab, als Individuum auf die Lebensbereiche Schlafen, Essen, Arbeiten, Shoppen reduziert zu werden.

Kann Kunst also das Verschließen von „Denkräumen“ verhindern?

Klar! Nicht unwahrscheinlich, aber ohne Gewähr.

Welche Perspektiven und Erkenntnisse sehen Sie für die Kulturbranche (in Mainz)? Gibt es Dinge, die wir kollektiv gelernt haben (sollten)?

Wir – die Kulturszene – müssen uns immer wieder Gehör und Blicke verschaffen, müssen jucken und irritieren. Sonst drohen wir vergessen zu werden. Während der vergangenen Monate wurden tolle Projekte und Formate initiiert und viele Potenziale im Digitalsektor ausgeschöpft. Ich selbst genieße es, an ein und demselben Tag Vorträge aus Köln, Budapest und New York zu hören. Einige Digital- oder Hybridformate machen total Sinn und sie bleiben uns hoffentlich erhalten. Eine Notwendigkeit, die gesamtgesellschaftlich angekommen sein sollte, ist die Flexibilisierung von Strukturen und Prozessen. Es müssen nicht alle von der Hand in den Mund leben und sich permanent neu erfinden, wie es Bildende Künstler*innen oftmals tun. Aber je mehr Menschen geistig rege und offenbleiben – oder werden –, desto größer der Benefit für die gesamte Gesellschaft.

Zur Person Stefanie Böttcher

Mainzer Kreativwirtschaft trotzt der Corona-Krise #6

Stefanie Böttcher, Direktorin der Kunsthalle Mainz. Foto: Norbert Miguletz.

Alter: 42
Herkunft: Niedersachsen
Weg in die Kunsthalle: Über Göttingen, Venedig und Bremen nach Mainz
Hobbies: Draußen sein
Anliegen und Vorhaben in der Mainzer Kreativszene: Eine stärkere Präsenz und Vernetzung zwischen den Szenen und nicht nur pandemie-akut: Wie schaffen wir es, von den Letzten zu den Ersten zu werden?

Hintergrund

Die Corona-Pandemie ist für die globale Gesellschaft ein Schock und eine große Herausforderung. Manche Unternehmen haben zwar Glück und profitieren aus der plötzlich aufgetretenen Krise, aber die meisten sind unverschuldet und einigermaßen hilflos mindestens in die Nähe der Insolvenz geschleudert worden. Die Veranstaltungsbranche und viele weitere Teile der Kreativwirtschaft sind besonders betroffen, da es für diese Geschäftsmodelle oft notwendig ist, sich mit anderen zu treffen und in Kontakt zu kommen – und genau dies ist jetzt nicht möglich. Für eine kreative und junge Stadt wie Mainz ist diese Branche überlebenswichtig, daher soll nun ein Blick hinter die Kulissen der hiesigen Kultur- und Kreativszene zeigen, wie die Mainzer Veranstalter, Künstler und Gastronomen mit der Pandemie umgehen und den neuen Widrigkeiten trotzen.

Im sechsten Teil der Reihe zur Kreativwirtschaft in Mainz hat unser Gastautor Moritz Eisenach mit Stefanie Böttcher, Direktorin der Mainzer Kunsthalle, über die Pandemie, die Wichtigkeit der Kunst in Krisenzeiten und ihre neue Kooperation mit der Sparkasse Mainz gesprochen.

Der fünfte Teil führte Eisenach ins Unterhaus, wo er im Gespräch mit Intendant Stephan Denzer dessen Erlebnisse in der Pandemie Revue passieren lässt.

Der vierte Teil beschäftigte sich mit dem soziokulturellen Phänomen einer „lebendigen Musikszene“, wobei die Initiatorin der Lobbygruppe „musikszene mainz“, Nora Weisbrod, Impulse, Einblicke und Gedanken um den Zustand und die Zukunft der Szene preisgab.

Im dritten Teil versuchte Eisenach im Gespräch mit drei vielversprechenden Musikertalenten Hanne Kah, LIN und Sinu aus der Landeshauptstadt, das groteske Jahr 2020 zu rekapitulieren.

Im zweiten Teil berichtete er über seinen eigenen Arbeitsalltag, der sich aufgrund der Pandemie schlagartig verändert hatte und im ersten Teil unserer Reihe interviewte unser Gastautor den Besitzer der Cocktailbar „Spiritus“, Tobias Petri, und erfuhr Spannendes über dessen Erfahrungen mit den Folgen der Corona-Pandemie.